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Fliegl: Stahlspezialist wechselt auf Zweiachs-Auflieger

Seit über 70 Jahren fährt die Spedition Adolf Fischer von ihren ­Standorten im Ostalbkreis Ziele in Deutschland, Österreich, der Schweiz, Italien, Frankreich und den Benelux-Staaten an. Als Generalspediteur von Günther + Schramm, Systemdienstleister für Stahl, Edelstahl und Aluminium, ­transportieren die Schwaben unterschiedlichste Stahlgüter – bisher mit dreiachsigen Motorwagen. »Um mehr und effizienter laden zu können, haben wir uns entschieden, auf Zweiachs-Sattelauflieger umzusteigen«, sagt Inhaber Adolf Fischer. Fliegl Trailer hat nun das erste Fahrzeug ­ausgeliefert: einen RoadRunner City mit Bordwand-Planen-Aufbau.

Bei einem Leergewicht von ca. 6,9 t erreicht der Auflieger ca. 24,1 t Nutzlast (technisch ca. 26,1 t). Entscheidend ist seine Innenlänge von rund 10 m – etwa 2,5 m mehr als bei den bisher eingesetzten Lkw. Mit 3,35 m Höhe bewegt sich der Trailer außerdem deutlich unter der gesetzlichen Maximalmarke. Die Bordwände aus 25-mm-Aluminium-Hohlprofil sind 600 mm hoch, lassen sich aufklappen und abnehmen. In die Plane sind Horizontal- und Vertikalgurte eingeschweißt. Sie ist per Zickzack-Verschluss mit der Bordwand verbunden. Das Schiebeverdeck ist so konstruiert, dass es sowohl nach vorne als auch nach hinten geöffnet werden kann. Die robuste Stirnwand ist mit einer 1 250 mm hohen Siebdruckplatte belegt und wird zusätzlich vom Crash Blocker, einem 140 mm hohen Stahl-Rammschutz vor Beschädigung geschützt.


Beratungsleistung und kurze ­Lieferzeit und ausschlaggebend

»Wir haben überhaupt nur zwei Fahrzeugbauer gefunden, die uns einen Auflieger nach unseren Wünschen anbieten konnten oder wollten. Die kurze Lieferzeit und die Beratungsleistung haben schließlich den Ausschlag pro Fliegl gegeben«, unterstreicht Adolf Fischer. Besonders wichtig für Stahlspediteure ist die Ladungssicherung. Neben dem Load-Lock-Profil sind in den leicht abgeschrägten Außenrahmen zwölf Paar Zurrösen à 2,5 t Zugkraft und sechs Paar Rungentaschen eingelassen. Parallel zum Außenrahmen verlaufen im Boden zwei U-Schienen, die die verschiebbaren Trägerelemente eines Trennwandsystems führen, das Adolf Fischer selbst entwickelt hat. Die variablen Trennwände sichern Teilladungen nach vorne und hinten; sie werden durch Rungen stabilisiert, die in Zurr- und Rungenleisten gesteckt werden. Sieben dieser Leisten hat Fliegl quer in die Ladefläche integriert und das Fahrzeug mit vierzehn passenden Steckrungen bestückt.

Zur Ausstattung gehören außerdem eine automatische Liftachse inklusive Zwangsabsenkung und Anfahrhilfe, eine mechanische Zwangslenkung für die hintere Achse, LED-Arbeitsscheinwerfer innen an der Stirnwand, am Heck und beim Stützfuß sowie ein geschlossener Staukasten unterhalb der Ladefläche, über die komplette Fahrzeugbreite.    §

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