Stromversorgung sichergestellt
Im Zuge des Ersatzneubaus des Ostbayernringes und der damit verbundenen Netzverstärkung werden durch TenneT Germany – größter Übertragungsnetzbetreiber in Deutschland – auch die mit der Leitung verknüpften Umspannwerke Redwitz, Mechlenreuth, Etzenricht und Schwandorf baulich angepasst, sodass eine Versorgung der Regionen Oberfranken und Oberpfalz über das nachgelagerte 110-Kilovolt-Verteilernetz sichergestellt werden kann. Die Umspannwerke verbinden das Höchstspannungsnetz der TenneT mit den 110-Kilovolt-Leitungen des Bayernwerks. Das Umspannwerk Etzenricht wird aktuell erneuert und erweitert. Damit die Umspannwerke auch während der Umbauarbeiten weiterhin in Betrieb sein können, sind Provisorien notwendig. Ein mobiles 380-kV Schaltfeld ist ein solches Provisorium. Dies kam in den vergangenen Jahren im Umspannwerk Etzenricht zum Einsatz, um die Stromversorgung der Region zu gewährleisten.
Notwendige Bauvorhaben
Für TenneT sind diese dringend notwendigen Bauvorhaben unumgänglich. Um diese Aufgaben lösen zu können, kommt unter anderem modernste Krantechnik zum Einsatz. Für Baustellen dieser Art ist leistungsfähige und präzise Hebetechnik erforderlich. Der Fassi Ladekran F820RA.2.26, wurde auf einem MAN TGS 35.510 Lkw montiert.
Diese Kombination bietet eine leistungsstarke und vielseitige Lösung für verschiedene Hubtätigkeiten an. Seit Sommer 2024 wird dieses Fahrzeug von TenneT Germany genutzt.
Mit einem Hubmoment von 80 tm / 785 kNm und einer maximalen hydraulischen Ausladung bis 26,50 m – durch ein zusätzliches Knickarmsystem (Jib) – kann der Fassi-Ladekran anspruchsvolle Hebeaufgaben erfüllen. Ein bemerkenswerter Einsatz dieses Kranes unterstützte das TenneT-Team bei der Demontage eines mobilen 380-kV Schaltfeldes, um dieses transportfähig zu machen. Danach wurde es in ein anderes Umspannwerk transportiert und kommt dort wieder zum Einsatz.
„Das Fahrzeug mit dem Fassi Ladekran F820.RA2.26 zeichnet sich durch vielfältige Möglichkeiten sowohl bei Behebung von Störungen als auch im normalen täglichen Betrieb aus“, lobte Ralf Nüsken, Service Group Lead, Grid Field Operations Germany. Er hob die Leistungsfähigkeit und Zuverlässigkeit sowie die Flexibilität bei den verschiedensten Arbeiten in den Umspannwerken hervor. Das mache sich besonders in Situationen bemerkbar, wo viel Feingefühl vom Kranfahrer erforderlich sei. Dafür sei das Hebezeug bestens ausgestattet und ermögliche dem Team ein sicheres Arbeiten speziell an feinmechanischen Teilen. Dabei bilde der MAN TGS 35.510 eine robuste und zuverlässige Basis für den Transport und den Kranbetrieb, ergänzte Nüsken. Die guten Erfahrungen mit dem Hebezeug hätten auch dazu beigetragen, dass TenneT sich zum Kauf von zwei weiteren Fahrzeugen mit Fassi Ladekranen entschieden hat, die im Norden Deutschlands zum Einsatz kommen.
Schwere Fassi-Ladekrane wie der F820RA.2.26 verfügen über besondere Eigenschaften wie außergewöhnliche Hubleistungen mit auf Mindestmaße beschränkte Maschinen, die darüber hinaus noch ein relativ geringes Gewicht auf die Waage bringen. Der Hersteller begründet das durch den Einsatz spezieller Materialien, vor allem Stähle mit höchster Elastizitätsgrenze, die einerseits extrem widerstandsfähig sind und es andererseits ermöglichen, die Gewichtsverhältnisse zu optimieren. Nur so war es möglich, wie der italienische Hersteller es bezeichnet, „Krane ohne Kompromisse“ zu produzieren. Das gilt auch für den Ladekran F820RA.2.26. Dieser zeichnet sich außerdem durch ein integriertes Steuersystem (IMC), eine Überlastabschalteinrichtung (FX900), eine digitale Funksteuerung und einem Endlosschwenkbereich für 360 Grad Rotation aus.