Aktuelles Bau- und Nutzfahrzeuge

Doll Fahrzeugbau: Ein universeller Alleskönner

Einen besonders flexibel ­einsetzbaren Semitieflader aus der Doll-Baureihe Vario hat das österreichische Unternehmen Kirschner & Zechmeister in Dienst gestellt. Ein ­Schwerpunkt lag auf abgesetzten Fahrflächen für den Transport unterschiedlicher Baumaschinen.

Seit Anfang Mai ergänzt ein maßgeschneiderter Doll-­Semitieflader vom Typ Vario S4H-GR3S18 den Fuhrpark von Kirschner & Zechmeister. Gerhard Fischbach, technischer Leiter des Unternehmens, skizziert die Anforderungen: »Oben im Lastenheft stand die Möglichkeit, alle unsere eigenen Baumaschinen und bei Bedarf auch noch weitere laden zu können. Die dabei geforderte Flexibilität erklärt sich mit Blick auf unseren Maschinenpark von selbst: Die Bandbreite reicht von Radladern über Grader bis zum 30-t-Kettenbagger.« Beeindruckt hat den 49-Jährigen, dass Doll den kompletten Maschinenpark in die Planung des Aufliegers einbezogen hat: »Die Konstrukteure haben sich ganz genau angeschaut, welche Maschinen wir haben und wie die im Einzelnen zu verladen sind. Entsprechend wurden alle Ausstattungsmerkmale und Zusatzoptionen am Semitieflader angepasst.«

Hohe Nutzlast und einfache Ladungssicherung

In die Tat umgesetzt wurden die Vorgaben schließlich in Form eines vierachsigen Vario-Semitiefladers mit 3 700 mm langem Teleskopausschub. Mit 21 t Sattellast, vier 10-t-Achsen (technisch bis 12 t) und einem optimierten Eigengewicht von nur rund 16,5 t sind mit dem individuell konfigurierten S4H-GR3S18 mehr als 40 t Nutzlast geboten. Um selbst mit hohen Maschinen unter 4 m Gesamthöhe zu bleiben, verfügt der Semitieflader über eine abgesetzte Fahrfläche mit 600 mm Ladehöhe und bis zu 5 100 mm teleskopierbarer Länge. Der Umbau von der ebenen Lade- zur abgesetzten Fahrfläche gestaltet sich mit Alu-Verladeschienen zudem zeitsparend. Bei eingeschobenem Fahrzeug dienen die eingesetzten Schienen als Tiefladeplattform, bei teleskopiertem Fahrzeug als Verlängerung der abgesetzten Fahrfläche.

Mit einem Ladungssicherungspaket, unter anderem mit schwenkbaren Zurrösen für bis 13 400 daN Zugkraft, soll dem Fahrer auch die Sicherung der diversen Baumaschinen schnell von der Hand gehen. Gummiböden zwischen den Achsen, am Heck und auf den hydraulischen Auffahrrampen sorgen beim Verladen der Rad- und Kettenfahrzeuge für zusätzliche Sicherheit.


Wendigkeit und Bedienerfreundlichkeit

Eine hohe Wendigkeit soll eine auf die letzten drei Achsen wirkende, hydraulische Zwangslenkung mit bis zu 45° Lenkeinschlag sichern. Die erste, starre Achse ist liftbar ausgeführt, was bei Teilbeladung oder Leerfahrt den Reifenverschleiß mindern hilft. Mit angehobener Achse verringert sich zudem der Wendekreis. Eine Erleichterung für den Fahrer stellt auch die automatische Einspurung bei Geradeausfahrt dar, die sich ebenso wie die Lenkung per Funkfernsteuerung bedienen lässt. Wird vor Hindernissen mehr Bodenfreiheit benötigt oder umgekehrt vor niedrigen Durchfahrten eine geringere Gesamthöhe, kann der Fahrer die Luftfederung aus dem Fahrerhaus heraus ansteuern. Zur Verfügung stehen 180 mm Gesamthub von – 70 mm bis + 110 mm. Ebenso bequem kann der Fahrer die Liftachsfunktion bedienen.

Eine Drei-Schicht-Lackierung mit Spritzverzinkung gewährleistet einen maximalen Korrosionsschutz und somit eine lange Lebensdauer. Wobei Gerhard Fischbach an diesem Punkt noch einmal das Lastenheft und insbesondere den damit verbundenen Zeitfaktor aufgreift: »Es war uns nicht zuletzt wichtig, relativ kurzfristig Ersatz für einen 14 Jahre alten Semitieflader zu bekommen. Auch in dieser Hinsicht hat die Auftragsabwicklung des neuen Vario sehr gut gepasst.«    t

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