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BKT: Indischer Reifenhersteller feiert auf Kreta zehnjähriges Bestehen seiner Earthmax-Reifen

»Sich nicht auf getaner Arbeit ausruhen« ist eines der erklärten Ziele des indischen Reifenherstellers Balkrishna (BKT), der sich anlässlich des 10. Jubiläums seiner Earthmax-Reifenserie für eine Woche nach Griechenland aufgemacht hat, um klare Worte für Vergangenheit und Zukunft des Unternehmens zu finden. Eingeladen waren zahlreiche Vertriebspartner sowie Vertreter internationaler Medien, um auf Kreta über die lange Erfolgsgeschichte des Unternehmens, aber auch über neue Zielsetzungen zu sprechen. Die griechische Mittelmeerinsel diente als Bühne für Gespräche, Vorträge, Podiumsdiskussionen und Pressekonferenzen. Das bauMAGAZIN war vor Ort und hat sich ein Bild von »damals« und »heute« gemacht.

Das Unternehmen mit Sitz in Mumbai will seine Marktanteile im All-Steel-Radialsegment deutlich steigern und bis 2025 auf 10 % bringen. Im Rahmen der Veranstaltung warf der Vorstand einen Blick auf die bisherigen Meilensteine des Unternehmens, versuchte gleichzeitig aber auch Neue zu definieren. Mit dem Earthmax verfügt BKT über eine Serie an OTR-Radialreifen, die sich in den letzten zehn Jahren in der Gewinnung und auf der Baustelle bewährt hat. Großen Wert legte Arvind Poddar, Geschäftsführer und Vorstandsvorsitzender von BKT, auf die zahl­reichen Vorzüge der Reifenserie: »Wir sehen Earthmax als ein Produkt, das für hohe Sicherheit, starke Leistung und beständige Qualität steht und damit auch unsere Unternehmenswerte vertritt.«


Der erste Earthmax lief 2008 noch speziell für das Lader-Segment vom Band. Heute stellt die Produktlinie ein breites Sortiment an All-Steel-OTR-Radialreifen für Lader und starre Muldenkipper dar. Auch Giant-Reifen sind mittlerweile Bestandteil dieser Serie.

»Die Entwicklung sowie Produktion von OTR-Giant-Reifen war dank des strategischen ­Transfers der gesamten OTR-All-Steel-Radialreifen-Produktionslinie zu unserem Produktionsstandort Bhuj möglich. Die Eröffnung der Produktionsanlagen war Teil unserer Gesamtstrategie, im globalen OTR-Reifenmarkt Fuß zu fassen und unserer strategischen Vision nachzustreben, nämlich bis 2020 weltweit ein jährliches Absatzvolumen von 40 000 t im All-Steel-Radialsegment zu erzielen«, erklärte Co-Geschäftsführer Rajiv Poddar und stellte klar, dass dies aber nur eine Etappe sei, um bis 2025 einen Marktanteil von 10 % im OTR-Segment zu erreichen.

Beständig und widerstandsfähig

Generell wurde während der Veranstaltung deutlich, weshalb Earthmax und die damit einhergehende All-Steel-Struktur einen so wichtigen Meilenstein für das Unternehmen darstellt. Die Reifenserie zielt speziell darauf, der Reifenkarkasse mehr Beständigkeit und vor allem Widerstandsfähigkeit zu ermöglichen. Und das ist mit Hinblick auf die bevorzugten Einsatzbereiche auch bitter notwendig: Während der Pressekonferenz stellte Dilip Vaidya, Präsident und Director of Technology, verschiedene Beispiele wie den stark materialbeanspruchenden Bergbau vor. »In solch einem felsigen und rauen Umfeld sind die Reifen mechanischer Beanspruchung und Materialermüdung, schweren Lasten und härtesten Transportbedingungen ausgesetzt.«

Nachhaltigkeit, alternative Mobilität, Elektrifizierung und Sicherheit

Ein ebenso wichtiges Thema waren für Vaidya künftige Entwicklungen: »Wir forschen nach Lösungen im Zusammenhang mit sensorgestützten autonomen Transportmitteln, mit fortge­schrittenen Reifen-Maschine-Integrationssystemen, Datenfluss und analytischer Optimierung für steigende Produktivität. Und all das im Einklang mit den Begriffen Nachhaltigkeit, alternative Mobilität, Elektrifizierung und Sicherheit, die künftig eine tragende Rolle spielen.«

Im Bereich Nachhaltigkeit ergänzte Vaidya, dass BKT erst kürzlich ein gemeinsames Forschungsabkommen mit dem US-Biotechnologie-Unternehmen Kultevat abgeschlossen habe, das auf den Anbau und die Verarbeitung von TKS Löwenzahn als erneuerbare und nachhaltige Alternative für Naturkautschuk spezialisiert ist. »Neben der Laboroptimierung und Versuchen zur Reifenherstellung zu sämtlichen Reifenserien wird der Fokus auf Compoundier-Methoden für das spezielle OTR-Segment liegen«, ergänzte Vaidya. Auch hochleistungsstarke Gummimischungen, basierend auf Graphen, Nano-Tonerde und Nanozellulose, sollen laut Vaidya interessante Projekte darstellen, um verstärkte thermische aber auch mechanische Stabilität bei den Reifen zu erzielen.     ™

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