Accelerent: Die Mietbeschleuniger

klickrent und klickcheck gehen gemeinsam aus dem Z LAB in den Markt – Als Accelerent GmbH transformieren sie die digitale Miete von Bautechnik

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Seit 2016 entwickelt die Berliner Zeppelin Lab GmbH (ZLAB) als Open Innovation Hub des Zeppelin Konzerns digitale Geschäftsmodelle für die Baubranche. Die Online-Mietplattform klickrent wurde hier ebenso wie klickcheck als digitale Lösung für die Zustandsdokumentation von Baumaschinen von der Idee bis zur Marktreife aufgebaut. Beide Start-ups werden zum 1. Oktober 2021 aus dem Inkubator herausgelöst und wollen über die eigens dafür geschaffene Accelerent GmbH auf dem Markt skalieren – dieser Prozess wird vom Zeppelin Konzern unterstützt.

2014 zunächst als Sharing-Plattform für Bautechnik geplant und im Verlauf zur digitalen Mietplattform optimiert, erzielt klickrent bereits seit Jahren steigende Millionenumsätze. Und auch die 2019 entwickelte digitale Anwendung klickcheck, die mit ihrer App einen schnellen, reibungslosen Übergabeprozess von Baumaschinen ermöglicht, konnte bereits zahlreiche große Kunden für sich gewinnen.

Beide Geschäftsmodelle entstammen dem Berliner Z LAB, der Ideenschmiede des Zeppelin Konzerns. Hier entstehen Lösungen für konkrete Herausforderungen der Bauindustrie. Ziel ist es immer, diese zu digitalen Geschäftsmodellen für die Branche zu entwickeln, und als eigenständige Unternehmen auf dem Markt zu positionieren.

Ein Ziel, das klickcheck und klickrent erreicht haben: „Wie bei Kindern, die erwachsen werden, ist es jetzt an der Zeit, dass die beiden Start-ups ihren Brutkasten verlassen, um auf eigenen Beinen zu stehen, und sich in der Branche zu behaupten”, sagt Wulf Bickenbach,  Geschäftsführer der Zeppelin Lab GmbH.

Nick Skillicorn, der die Entwicklung der Accelerent GmbH seit zwei Jahren als Geschäftsverantwortlicher (Head of Growth) vorbereitet hat, ist überzeugt von der Wettbewerbsfähigkeit der Produkte, und hat viel vor: „Mit unserem erfahrenen und begeisterten Team wollen wir sämtliche Prozesse rund um die Vermietung von Bautechnik optimieren und vereinfachen. Damit für Mieter und Mieterinnen die Suche nach der geeigneten Mietmaschine sowie für Vermieter und Vermieterinnen die Suche nach mehr Aufträgen der Vergangenheit angehören!”

Der Zeppelin Konzern als Unterstützer und Wegbereiter
Auf seiner Reise in den Markt sowie beim Erreichen der gesetzten Wachstumsziele hat Accelerent einen wichtigen Förderer an seiner Seite. Denn der Zeppelin Konzern, zu dem auch das Z LAB gehört, investiert in den Erfolg: „Bei Zeppelin stehen immer die Bedürfnisse und Anforderungen der Kunden im Mittelpunkt. Deshalb schaffen wir Lösungen für ihre täglichen Herausforderungen. So, wie mit unseren digitalen Geschäftsmodellen klickrent und klickcheck, die schon jetzt viele Kunden begeistern. Wir sind überzeugt vom Potential dieser Produkte für weiteres und schnelleres Wachstum. Deshalb unterstützen wir die Accelerent GmbH weiterhin“, sagt Peter Gerstmann, Vorsitzender der Geschäftsführung des Zeppelin Konzerns.

Nachhaltig Zukunft bauen
Die Anbindung an den Konzern bietet dem Accelerent-Team das Fundament für die Umsetzung ihrer Visionen: „Wir wollen ein nachhaltiges und effizientes Ökosystem für die effektive Nutzung von Bautechnik schaffen und stetig weiter optimieren. Dabei möchten wir möglichst viel von unseren Kunden lernen. Wir wollen wissen, was sie brauchen und wie wir sie mit unseren digitalen Anwendungen begeistern können!”, so Nick Skillicorn.


Wir sprechen mit Peter Gerstmann, Vorsitzender der Geschäftsführung des Zeppelin Konzerns, Nick Skillicorn, Geschäftsverantwortlicher der Accelerent GmbH, und Wulf Bickenbach, Geschäftsführer der Zeppelin Lab GmbH, über die Ziele und Visionen der neu geschaffenen Accelerent GmbH.

klickrent und klickcheck wurden im Berliner Z LAB entwickelt. Warum gehen die beiden Start-ups jetzt in die Selbstständigkeit?

Peter Gerstmann:

Es brauchte viel Zeit und Geduld, um die Geschäftsmodelle richtig zu positionieren. Dabei durften wir einige Male scheitern und daraus lernen. Das ist uns sehr erfolgreich und nachhaltig gelungen. Beide Start-ups haben heute ihren festen Kundenstamm. Die Umsätze fließen kontinuierlich, und die Prozesse sind zur Zufriedenheit unserer Kunden optimiert. Der richtige Zeitpunkt, um das Geschäft auf eigene Füße zu stellen.

Wulf Bickenbach:

Das Prinzip und der Erfolg eines Ideen-Brutkastens, wie es das Z LAB ist, liegt darin, dass Geschäftsmodelle hier nicht nur entstehen und sich beweisen können, sondern am Ende ihrer Entwicklung auch herauswachsen. Und damit Platz für die Entwicklung neuer Innovationen machen. Wir freuen uns daher sehr, dass es bei klickrent und klickcheck jetzt so weit ist, und unser Plan für das Z LAB aufgeht.

Nick Skillicorn:

Es benötigte tatsächlich wichtige Anpassungen der Strategieausrichtung. Jetzt sind wir bereit, um auf dem Markt zu skalieren. Dafür haben wir unser Team entsprechend verstärkt.

Was bedeutet der Name Accelerent

Nick Skillicorn:

Accelerate steht im Englischen für Beschleuniger. Rental für Miete. Unser Ziel ist es, die Miete von Bautechnik schneller, einfacher und effizienter zu machen. Der Name Accelerent beschreibt sehr genau unseren Anspruch und unsere Identität. Accelerent ist die Dachmarke, unter der klickrent und klickcheck weiter am Markt wachsen werden. Unsere Kunden und Partner werden natürlich weiterhin mit den Produkten klickrent und klickcheck arbeiten.

Tomas Zelic hat beide Start-ups als Geschäftsführer des Zeppelin Lab aufgebaut und bis zur Marktreife begleitet. Ende August hat er den Zeppelin Konzern verlassen. Was bedeutet sein Wechsel für Accelerent?

Nick Skillicorn:

Durch Tomas und seine Erfahrung haben wir gelernt, was unseren Kunden wirklich wichtig ist, und wie wir einen Mehrwert für sie schaffen können. Er hat uns gefordert und auf unserem Weg geführt. Dafür sind wir ihm sehr dankbar.

Peter Gerstmann:

Tomas Zelic hat maßgeblich dazu beigetragen, klickrent und klickcheck marktfähig zu machen. Er war der „alte Hase“ in einem jungen Team. Dieses Team brennt nun darauf, den Markt aufzumischen. Gemeinsam wollen wir zeigen, wie viel Wachstumspotential im digitalen und „asset-freien“ Rental-Geschäft steckt.

Hat Tomas Zelics Entscheidung Auswirkungen auf die Arbeit im Z LAB?

Wulf Bickenbach:

Natürlich, denn wie erwähnt verlieren wir mit Tomas einen super Team-Player mit jeder Menge wertvoller Branchenerfahrung. Doch jede Veränderung ist gleichzeitig eine Chance. Wir haben im Z LAB viele weitere Ideen, eine starke Vision und eine sehr schlagkräftige Truppe mit umfangreicher Expertise. Sowohl im Bauwesen als auch in der Digitalisierung. Ich bin mir sicher, dass man vom Z LAB auch in den kommenden Jahren viel hören wird.

Welche Ziele wollt ihr mit Accelerent erreichen?

Nick Skillicorn:

Wir wollen zum führenden Anbieter für digitale Lösungen rund um die Miete und Vermietung von Bautechnik werden. Jedes Bauunternehmen soll durch uns die Vorteile digitaler Prozesse erleben und nutzen können, ohne selbst in teure und komplizierte Technologien investieren zu müssen. Dabei legen wir sehr viel Wert auf Innovation, Nachhaltigkeit und Diversität. Unser Motto: Bau dein Bestes. Das gilt nicht nur für unsere Kunden, sondern auch für unsere Mitarbeiter.

Der Zeppelin Konzern unterstützt Accelerent als Investor. Wie können wir uns das vorstellen? Und was sind Ihre Erwartungen?

Peter Gerstmann:

Die Idee, die im Laufe der Jahre zu Accelerent führte, haben wir bei Zeppelin bereits 2014 innerhalb eines strategischen Prozesses entwickelt. Von Anfang an stand fest, dass wir im Unternehmen nicht die Mentalität haben, ein solch disruptives Geschäft aufzubauen. Deshalb haben wir dem Z LAB als offenem Innovationsraum die Aufgabe zur Produktentwicklung übertragen. Insofern waren wir praktisch von Beginn an Investor. Nach der erfolgreichen Start-up-Phase erwarten wir jetzt eine weitere Expansion des Geschäftes. Die Vielzahl derer, die dieses Geschäft mittlerweile kopieren, bestätigt für mich den eingeschlagenen Weg.

Wie wird die Zusammenarbeit zwischen Accelerent und dem Konzern aussehen?

Peter Gerstmann:

Die Zusammenarbeit ist klassisch geplant. Wir haben ein Managementteam, das mit entsprechenden Wachstumszielen und mit einem Budget ausgestattet ist. Dazu haben wir feste Reviews zur Überprüfung der Meilensteine und planen nach zwei Jahren eine neue Finanzierungsrunde. Ich persönlich werde das Managementteam beratend begleiten. Darauf freue ich mich sehr. Und bin mir sicher, dass wir erfolgreich sein werden.

Nick Skillicorn:

Zeppelin ist für uns der ideale Partner. Der Konzern hat bereits mit seiner ersten Vision von klickrent erkannt, wie wichtig es ist, zukunftsorientierte Innovationen zu fördern. So konnten sich klickrent und klickcheck im Zeppelin Lab zu Produkten entwickeln, die funktionieren und vom Kunden angenommen werden. Dabei hat der Konzern dem Team immer dabei vertraut, unabhängig von den anderen Geschäftseinheiten zu arbeiten. Diese Unabhängigkeit wird auch jetzt für die Zusammenarbeit mit unseren Partnern und Kunden wichtig sein.

klickcheck und klickrent richten sich beide an Mieter und Vermieter der Baubranche. Sind weitere Produkte für weitere Zielgruppen geplant?

Wir denken immer darüber nach, was unsere Kunden, auch die potenziellen, brauchen könnten. Deshalb möchten wir möglichst viel über sie und von ihnen lernen. Wir wollen wissen, wo sie unterwegs sind, was ihre Bedürfnisse sind und wie wir Sie mit unseren digitalen Lösungen begeistern können. Wenn wir für eine aktuelle Herausforderung der Branche eine passende Lösung sehen, wollen wir sie natürlich entwickeln und auf den Markt bringen. Dafür brauchen wir die besten Mitarbeiter. Mitarbeiter, die dafür brennen, in einer etablierten Branche mit Wachstumspotenzial zu arbeiten. Und die unsere Vision teilen, ein nachhaltiges und effizientes Ökosystem für die effektive Nutzung von Bautechnik im Markt zu entwickeln und auszubauen.

Wie wird sich das Z LAB zukünftig aufstellen?

Wulf Bickenbach:

Bauindustrie positionieren und weiterentwickeln. Wir werden in gewohnt engem Austausch mit Anwendern aus der Praxis die eigene Entwicklung digitaler Innovationen beispielsweise mit unseren Start-ups akii und zamics fortführen. Darüber hinaus wollen wir unsere Expertise und unseren Marktzugang über ein neues Accelerator-Programm verstärkt auch jungen externen Start-ups zur Verfügung stellen. Und wir entwickeln neue Formate für Akteure der Baubranche. Um den Aufbau der Community rund um das Thema “Digitalisierung am Bau” weiter voranzutreiben und damit zugleich unserer Vision vom Z LAB als offenem Innovationsraum kontinuierlich näher zu kommen.

Wir danken Ihnen für das Gespräch.
Interview: Jessica Jurisch und Jens Wagner