Aktuelles Arbeitssicherheit / Baustelleneinrichtung

Zeppelin Baumaschinen GmbH Neue Sicherheitsstandards und Optionen beim Cat Radla-der 926, 930 und 938

Enge Fahrwege, Staub, eingeschränkte Sicht, wechselnde Materialien sowie ein hohes Lieferaufkommen: Recycling- und Entsorgungsbetriebe gehören zu den anspruchs-vollsten Einsatzorten für mobile Maschinen und weisen vielfältige Gefahrenquellen auf. Wo Radlader oft auch im Mehrschichtbetrieb Wertstoffe bewegen, Lkw be- und entladen oder Materialströme sortiert werden müssen, treffen Mensch, Maschine und ein Umfeld voller Unfallrisiken aufeinander – trotz klarer Regeln, Schulungen und der Erfahrung der Maschinisten. Entsprechend wächst in der Branche der Anspruch an Baumaschinen, nicht nur leistungsfähig, sondern vor allem vorausschauend einge-setzt zu werden. Moderne Cat Radlader 926, 930 und 938 übernehmen heute weit mehr Aufgaben als den reinen Umschlag von Material. Sie unterstützen den Fahrer aktiv dabei, Risiken zu minimieren – sowohl im Sinne der Arbeitssicherheit als auch der Effizienz. Am Beispiel der Radlader Plattform 926–938 macht Martin Fischbach, zu-ständiger Zeppelin Produktmanager, deutlich, wie Sicherheit, Effizienz und Fahrerent-lastung systematisch miteinander verzahnt sind.

Pressemitteilung | Lesedauer: min | Bildquelle: Zeppelin Baumaschinen GmbH

Damit die Räder nicht unnötig durchdrehen, möglichst viel Kraft auf den Boden bringen und gleichzeitig Reifenverschleiß minimieren, arbeiten Cat Radlader der Baureihen 926, 930 und 938 mit Traktions- und Sperrsystemen. Automatisch geregelte Differenzialsperren in Verbin-dung mit leistungsfähigen Achsen sorgen dafür, dass die Maschine jederzeit optimale Kraft-übertragung behält – ohne dass der Fahrer manuell eingreifen muss. Die automatische Fel-genzugkraftkontrolle überwacht die Drehzahl. Erkennt das System, dass ein oder mehrere Räder schneller drehen als sie tatsächlich Vortrieb erzeugen, greift die Kontrolle automatisch ein und reduziert das Antriebsmoment. Das heißt beim Ladevorgang: Mehr Schubkraft und besseres Eindringen in Haufwerke – der Radlader gräbt sich nicht ein. Das Ergebnis: kein unnötiger Schlupf, mehr Fahrstabilität und eine deutlich bessere Beherrschbarkeit der Ma-schine, gerade in engen oder unübersichtlichen Situationen. Gleichzeitig reduziert die Auto-matik den Reifenverschleiß und entlastet den Fahrer spürbar – ein Sicherheitsgewinn im täg-lichen Dauerbetrieb.

Sicht ist ein zentraler Sicherheitsfaktor, insbesondere in Recyclinghöfen mit wechselnder Beleuchtung oder bei Nachtarbeit. Cat Radlader der Plattform 926–938 setzen deshalb auf umfassende LED-Lichtpakete. Fahr- und Arbeitsscheinwerfer, Rückfahrscheinwerfer sowie zusätzliche LED-Leuchten im Motorraum sorgen für eine gleichmäßige Ausleuchtung von Arbeitsbereich, Fahrweg und Wartungszonen – auch bei Dunkelheit oder in den frühen Mor-genstunden.

Ergänzt wird das Lichtpaket durch eine Lichtautomatik, die Fahr- und Arbeitsscheinwerfer situationsabhängig aktiviert. Der Fahrer muss nicht mehr aktiv schalten – die Maschine rea-giert selbstständig auf veränderte Lichtverhältnisse. Eine sogenannte Coming-Home-Funktion sorgt zudem dafür, dass nach dem Abstellen der Maschine definierte Leuchten noch für eine einstellbare Zeit aktiv bleiben. Das ermöglicht ein sicheres Entfernen von der Maschine bei Dunkelheit und reduziert Unfallrisiken auch außerhalb der eigentlichen Arbeitsphase. Neben der Sicht nach vorne gewinnt die Überwachung des unmittelbaren Maschinenumfelds zunehmend an Bedeutung. Mit Cat Detect steht ein radarbasiertes Objekterkennungssystem zur Verfügung, das den Gefahrenbereich rund um den Radlader überwacht und den Fahrer optisch und akustisch warnt, wenn sich Hindernisse nähern. „Wichtig ist dabei: Cat Detect arbeitet unabhängig von Lichtverhältnissen oder Verschmutzung und erkennt Objekte“, ver-deutlicht Martin Fischbach.


Über reine Warnsysteme hinaus stehen heute auch Lösungen zur Verfügung, die aktiv in den Fahrbetrieb eingreifen – allerdings kontrolliert und ohne klassisches Bremsmanöver. In Ko-operation mit Zeppelin Customizing und einem österreichischen Technologiepartner kommt beispielsweise das PDX-KI-System zum Einsatz. Das KI-gestützte Kamerasystem erkennt Personen und Objekte im Fahrbereich und löst bei Gefahr eine automatische Geschwindig-keitsreduzierung aus. „Dabei erfolgt kein aktiver Bremseingriff. Stattdessen wird der hydro-statische Antrieb so geregelt, dass die Maschine kontrolliert verzögert und bis zum Stillstand kommen kann. Parallel erhält der Fahrer optische und akustische Warnsignale in der Kabine“, erklärt Fischbach. Entscheidend ist die physische Rückmeldung: Die Maschine wird spürbar langsamer. Dadurch wird die Aufmerksamkeit des Fahrers unmittelbar erhöht – ein Effekt, der im Ernstfall entscheidend sein kann. Die Systeme sind als zusätzliche Sicherheitsebene konzipiert und lassen sich je nach Einsatzprofil ergänzend einsetzen.

Optional lassen sich kleine Cat Radlader in der 13- bis 16-t-Klassse zudem mit 360-Grad-Kamerasystemen ausstatten, die dem Fahrer eine Rundumsicht auf das direkte Umfeld er-möglichen. Ergänzend kommen Rückfahrwarnsysteme zum Einsatz, deren Lautstärke sich automatisch an das jeweilige Umgebungsgeräusch anpasst. Der ausgelöste Warnton ist rich-tungsgebunden. Das bedeutet: Das Warnsignal ist zielgerichtet – statt eines dauerhaft lauten Warntons entsteht ein akustisches Signal, das wahrnehmbar, aber deutlich angenehmer für Mitarbeitende und Anwohner in der Umgebung ist.Nicht nur das Umfeld, auch der Fahrer selbst steht im Fokus moderner Sicherheitskonzepte. Verlässt der Fahrer unbeabsichtigt den Sitz – etwa infolge eines medizinischen Notfalls –, erkennt die Maschine dies über die Operator-Not-Present-Funktion und verzögert automa-tisch bis zum Stillstand. Unkontrollierte Bewegungen der Maschine lassen sich so verhindern.

In Recycling- und Entsorgungsbetrieben, in denen mit Holz, Papier oder chemischen Stoffen gearbeitet wird, spielt der Brandschutz eine zentrale Rolle. Ein Gefahrenherd sind Funken-schlag beziehungsweise Zündquellen in der Abgasnachbehandlung und Auspuffanlagen, wenn sich dort Ablagerungen von Ruß, Ölreste oder Staub entzünden, verbrennen und als glühende Partikel austreten. Wird in einer Arbeitsumgebung mit leicht entzündlichen Materia-lien gearbeitet, steigt das Risiko. Das können zertifizierte Funkenfänger in der Abgasnachbe-handlung reduzieren – ein Aspekt, der nicht nur für Betreiber, sondern auch für Versicherer zunehmend an Bedeutung gewinnt. „Unsere Radlader 926, 930 und 938 beugen dem Risiko vor: Ihr Abgasnachbehandlungssystem erfüllt die Anforderungen der Norm EN 1834 1:2000, was zur Vermeidung des Austritts glühender Partikel beiträgt. Dass bedeutet, dass die Abgas-nachbehandlung wirksam als Funkenfänger fungiert. Somit können wir die Maschinen guten Gewissens bei Einsätzen in Bereichen mit erhöhter Brandgefährdung empfehlen“, so Martin Fischbach. Eine andere Möglichkeit wäre: Die Maschinen verfügen über eine geprüfte fun-kenhemmende Abgasanlage (Spark Arrestor) basierend auf der gleichen Norm, deren Wirk-samkeit durch eine unabhängige Prüfstelle nachgewiesen wurde.

Auch ergonomische Konzepte tragen zur Sicherheit bei. Joystick-Lenkung statt klassischem Lenkrad verbessert die Sicht nach vorne und entlastet den Fahrer bei langen Einsatzzeiten. „Weniger Ermüdung bedeutet mehr Aufmerksamkeit – ein oft unterschätzter, aber wesentli-cher Sicherheitsaspekt“, so Martin Fischbach, der dabei auch auf das besondere Alleinstel-lungsmerkmal der straßentauglichen Joystick-Lenkung verweist.Die Sicherheit im Recycling ist heute ein Zusammenspiel aus Mensch, Organisation und Technik. Cat Radlader der Plattform 926–938 zeigen, wie weit sich Assistenz- und Automatik-funktionen inzwischen entwickelt haben: Sie warnen, regeln, unterstützen – und greifen im Bedarfsfall kontrolliert ein. „Absolute Sicherheit gibt es nicht. Doch jede automatisierte Funkti-on, die den Fahrer entlastet und Risiken reduziert, ist ein weiterer Baustein auf dem Weg zu einem sichereren Arbeitsumfeld“, unterstreicht der Zeppelin Produktmanager.
 

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