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Sennebogen: Großer Raupentelekran für kleine Tunnel

Dubai wächst unaufhaltsam weiter in die Wüstenregion hinein. Für die Erschließung des Terrains werden in Microtunneling-Projekten Rohre in den trockenen Boden eingebracht – ein 120-t-Raupentelekran von Sennebogen hebt sämtliches Equipment in die Bohrschächte.

Im Jahr 2020 soll die Expo neue Impulse nach Dubai bringen: Entstehen soll eine neue Keimzelle für Technologien und Unternehmungen, die die Diversifizierung Dubais in den Emiraten voranbringen soll, bleibt doch die langfristige Unabhängigkeit vom Öl ein wichtiges Ziel. Damit schreitet auch das Wachstum von Dubai weiter voran. Mit seinen gut 3,1 Millionen Einwohnern ist das Emirat Dubai das bevölkerungsstärkste innerhalb der Arabischen Emirate, und dazu kommen über das Jahr noch einmal gut 15 Millionen Besucher als Touristen. Die Stadt wächst kontinuierlich weiter, und damit bleibt der Bedarf zur Erschließung neuen Baugrunds hoch.

Erschließung mit Microtunneling-Verfahren

Ein spezielles Verfahren zur Erschließung des Terrains ist der grabenlose Rohrvortrieb zur Neuverlegung der Rohrtrasse. Auf diese Weise werden im Stadtteil Khawaneej von Dubai, östlich des Internationalen Flughafens, über eine Länge von 14 km Rohre für Wasser, Abwasser und andere Versorgungsleitungen in den Boden gepresst. Dabei müssen insbesondere die Zugangsschächte bis zur Vortriebstiefe im lockeren und sandigen Boden gut befestigt sein. Für den öffentlichen Auftrag benötigte der Auftragnehmer zuverlässiges und robustes Equipment, um bei den schwierigen Bodenbeschaffenheiten und Temperaturen von über 50 °C einen sicheren Vortrieb im gewünschten Zeitplan zu erzielen.


Das Equipment – vor allem der Bohrkopf und die Vortriebsmaschine – wiegen bis zu 30 t und müssen sicher in den Startschacht gehoben werden. Dazu wählte der Auftragnehmer, die Firma National Plant der Al Naboodah Group Enterprises, einen Sennebogen-Raupentelekran des Typs 6113 E mit einer Hubkapazität von 120 t aus.

Nach dem Einheben des Bohr-Equipments bringt der Raupentelekran alle Rohrsegmente in den Schacht und fördert auch den gewonnenen Aushub.

Srinivas Badala, Polier auf der Baustelle, lobt die Standfestigkeit der Maschine sowie die Flexibilität in der Bedienung. »Wir heben permanent wechselnde Lasten mit unterschiedlichen Auslegerlängen. Die Maschine ist sehr flexibel in der Anpassung – in sehr kurzer Zeit können wir damit unterschiedliche Hübe ausführen, was der Geschwindigkeit auf der Baustelle sehr zu Gute kommt.«

Die Geschwindigkeit braucht er auch, denn 2020 muss das Projekt abgeschlossen sein, und der Kran wird auf der nächsten Baustelle eingesetzt.    §

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