Schmitz Cargobull AG Neue Produktvarianten in München vorstellen

Pressemitteilung | Lesedauer: min | Bildquelle: Schmitz Cargobull

Schmitz Cargobull wird mit einer breiten Fahrzeugpalette und einer neuen Muldengeneration aus dem Kipper-Kompetenzwerk in Gotha auf der Bauma vertreten. Hier werden neben Sattel- und Motorwagenkippern auch neue digitale Ausstattungsmöglichkeiten eine entscheidende Rolle spielen, denn diese leisten einen immer stärkeren Beitrag zur Kosteneffizienz und Arbeitssicherheit. Für München plant Schmitz Cargobull im Detail u. a. einen Sattelkipper mit thermoisolierter Stahlrundmulde, einen Sattelkipper mit Aluminiumkastenmulde sowie einen Motorwagenkipper mit dazugehörenden Services zu zeigen.

Der neue Sattelkipper S.KI will nicht nur durch eine verbesserte Nutzlastkapazität von bis zu 280 kg aufwarten, er soll auch durch verbesserte Bedienbarkeit und eine beständige wie auch zuverlässige Produktqualität mit der neuen Rahmen- und Muldengeneration überzeugen (das bauMAGAZIN berichtete bereits in Heft 5/22, Seite 154). Je nach Einsatz, Beanspruchung und gewünschtem Muldenvolumen stehen vier Typlängen zur Verfügung (Systemlänge 7.2, 8.2, 9.6, 10.5), die jeweils als Standardausführung, als Light-Version für besonders hohe Nutzlast oder in Heavy-Duty-Ausführung für besonders schweren Einsatz gewählt werden können. Der Produktionsstart für den neuen Sattelkipper S.KI ist für Ende des 1. Quartals 2023 geplant.

Der Unterfahrschutz erfüllt die Kriterien der Richtlinie ECE-R58.03. Auch hier wurden das Gewicht reduziert und die Handhabung verbessert. Der Klappmechanismus ermöglicht die einfache Bedienung von einer Seite und bietet im hoch geklappten Zustand eine Bodenfreiheit von 728 mm. Damit soll das Rangieren am Straßenfertiger problemlos ermöglicht werden. Auch der elektropneumatische Unterfahrschutz mit Sensoren für die LED-Positionsanzeige wurde konstruktiv überarbeitet und verfügt über eine optimierte Mechanik und Seilführung. Über die Sensorik werden die Fahr- und Entladeposition erfasst, was eine sichere Bedienung des Unterfahrschutz’ aus der Fahrerkabine ermöglicht. Für den Schüttgut- und Asphalttransport ist die Position der Rückleuchte geändert worden und ist jetzt 140 mm hoch- wie auch 80 mm zurückgesetzt erhältlich, was für einen größeren Abstand zum Schüttgut beim Entladen sorgen soll.

Alukastenmulde S.KI AK mit Kunststoffauskleidung

Der Sattelkipper mit Alukastenmulde S.KI AK ist mit einer Kunststoffmuldenauskleidung erhältlich. Sie soll dafür sorgen, dass die Ladung schneller und ohne nennenswerte Rückstände von der Ladefläche gleitet. Durch die Okulen-Auskleidung sollen das Anhaften des Schüttguts am Boden verhindert und der Schüttvorgang optimiert werden.

Schmitz Cargobull bietet für den 4-Achs-Motorwagen einen passgenauen M.KI-Aufbau mit einem Volumen von 16 m³ bis 23 m³ an. Basis ist die Stahlrundmulde aus hochverschleiß- und beulfestem Stahl, analog dem Sattelkipper.

Die Kunststoffauskleidung ist in den beiden seitlichen Höhen 300 mm sowie 900 mm lieferbar und will mit einer blauen Oberfläche ein deutliches Erkennungsmerkmal bieten. Zur Auskleidung der Mulde werden 12,5 mm (S.KI 7.2 und 8.2) bzw. 10 mm (S.KI 9.6 und 10.5) starke Kunststoffplatten in der Mulde schwimmend verlegt, verschweißt und im vorderen Bereich an Boden und Stirnwand verschraubt. An der Seiten- und Stirnwand wird die Auskleidung mit Aluprofilen arretiert und gegen herabfallendes Schüttgut abgedichtet. Die Kunststoffauskleidung ist für den deutschen Markt beim Bundesamt für Güterverkehr »De-minimis«-förderfähig.

Neue Muldengeneration

Schmitz Cargobull bietet für den 4-Achs-Motorwagen einen passgenauen M.KI-Aufbau mit einem Volumen von 16 m³ bis 23 m³ an. Basis ist die Stahlrundmulde aus hochverschleiß- und beulfestem Stahl, analog dem Sattelkipper. Dank flexiblem Baukastensystem wurde auch hier die Variantenvielfalt gesteigert. So ist jetzt neben 5,5 m und 5,8 m ein Fahrzeug mit 5,2 m Baulänge verfügbar. Die Gothaer Experten haben auch bei dieser Ausführung eine Gewichtseinsparung von 87 kg zur vergleichbaren Mulde SR14 erzielt. Mit Bodenstärken von 5 mm bis 10 mm, Seitenwandstärken von 4 mm bis 8 mm und Bordwandhöhen von 1 300 mm, 1 460 mm, 1 560 mm und 1 660 mm sowie unterschiedlichen Rückwandvarianten sieht der Hersteller seine Motorwagen mit Kippaufbau für nahezu jede Transportaufgabe geeignet. Bei den Rückwände sind innenliegende Rückwandklappen mit Schütte oder aufliegende Rückwandklappen mit umlaufender Dichtung möglich. Beide sind optional mit Schieber oder auch in hydraulischer Ausführung lieferbar. Die Muldenabdeckung kann als Rollverdeck vom Boden aus geöffnet und geschlossen werden oder über ein elektrisches Schiebeverdeck per Fernbedienung.

Thermokipper – Stahl und Aluminium

Mit Blick auf die Gewichtsreduzierung bietet der Hersteller eine Thermo-Isolierung für seine Kipper an. Das Isoliermaterial hat ein geringes Mehrgewicht ab ca. 195 kg beim M.KI bzw. ab 310 kg beim S.KI und verspricht somit eine robuste und gleichzeitig nutzlastoptimierte Transportlösung. Das Programm Stahlrundmulde mit Thermoisolierung umfasst die Varianten der Systemlänge SR 7.2 für Volumina von 24 m³ und 28 m³ (Bauhöhe 1 460 mm und 1 660 mm), die Systemlänge SR 8.2 für das Volumen von 27 m³ (Bauhöhe 1 460 mm) sowie auch für den 2-Achs-Sattelkipper S.KI 18 7.2 mit der Bauhöhe von 1 460 mm. Je nach Bedarf stehen Boden- und Seitenwandkombinationen zur Wahl (Seitenwände: 3,2 mm, 4 mm und 5 mm, Boden: 4 mm, 5 mm und 6 mm). Ebenso kann zwischen Rückwandklappenvarianten und Verdecksystemen gewählt werden.

Auch M.KI-Motorwagenkippaufbauten sind thermoisoliert verfügbar. Die thermoisolierte Mulde mit 18 m³ Fassungsvermögen ist für den Transport kleinerer Asphaltmengen ausgelegt. Eine optimierte Geometrie der Mulde soll für einen tiefen Schwerpunkt und Kippstabilität sorgen. Die Modellpalette umfasst Mulden mit verschiedenen Bodenstärken mit einer Seitenwandhöhe von 1 460 mm in unterschiedlichen Rückwandausführungen.

Parallel zur Stahlrundmulde wird auch die Alukastenmulde mit einer Vollisolierung angeboten. Die gewichtsoptimierte Transportlösung erfüllt ebenso die geforderten Isolierwerte und soll mit einem Eigengewicht ab 5,1 t für hohe Nutzlast sorgen. Da die äußeren Abmessungen der Mulde sich durch die Isolierung nicht ändern, behält der Sattelkipper seinen tiefen Schwerpunkt und kann beispielsweise mit allen Optionen für die Muldenabdeckung kombiniert werden.


Alle Thermomulden von Schmitz Cargobull verfügen über zwei Messöffnungen pro Seitenwand, die eine manuelle Temperaturmessung sicher vom Boden aus und direkt im Ladegut ermöglichen.

Erhöhte Flexibilität im Transportalltag

Mit 10 m³ Ladevolumen hat Schmitz Cargobull einen Zentralachs-Kippanhänger Z.KI als kleinstes Modell wieder in sein Produktprogramm für Baustellenfahrzeuge aufgenommen. Ausgestattet ist er mit 900 mm hohen Stahlbordwänden (bau­MAGAZIN 9/22, Seite 217).    t