Hochbau (Schalung/Gerüste/Beton) Themen

Schalungsplatten ermöglichen großflächigen Sichtbeton

Für rund 100 Lehrer und 1 000 Schüler ist das vierzügige Gymnasium ausgelegt. Fünf Baukörper sind es insgesamt: ein dreigeschossiges Haupthaus mit Aula, Mensa, Küche, Fachlehrsälen und Bibliothek sowie drei zweigeschossige Lernhäuser mit Klassen- und Teamräumen zur individuellen Förderung der Schüler. Außerdem eine Dreifachsporthalle mit Tribüne und angrenzenden Freisportanlagen. Die Bruttogrundfläche beträgt rund 18 000 m², die Nutzfläche liegt bei etwa 10 000 m².


Ruhige Geometrie

Projektleiter und h4a-Architekt Dipl.-Ing. Daniel Schroeter: »Zwischen der ruhigen Geometrie der Einzelkörper, der differenzierten Anordnung der einzelnen Gebäude und der Freiräume untereinander, entsteht ein spannungsvoller Dialog. In graduellen Abstufungen werden Freiraum und Gebäude miteinander verwoben und zu einem zusammen hängenden, sich in die Landschaft integrierenden Schulcampus entwickelt. Das pädagogische Konzept der Schule diente uns als Orientierung für die bauliche Struktur mit einer Nutzungen in funktional sinnvollen Teilen.«

Tragende, 24 cm oder 25 cm starke Außenwände im Erd- und im Obergeschoss wurden in Stahlbeton C 30/37, innen in Sichtbetonqualität SB 2/SB 3 ausgeführt. Im Untergeschoss Stahlbeton 30 cm stark mit glatter Schalung innen. Tragende Innenwände wurden in Stahlbeton als Sichtbetonwände mit Wandstärken 24 cm bis 35 cm (SB 2) teilweise lasiert, Kanten gebrochen, ausgeführt. Nichttragende Innenwände im Untergeschoss als Mauerwerk.

»Geprägt wird das Hauptgebäude mit seinen Abmessungen von 43,1 m x 52,5 m durch die zentrale, fast stützenfreie Aula im Erdgeschoss. Erreicht wird dies konstruktiv durch tragende Wandscheiben und Decken im 1. OG und 2. OG. Die Geschossdecken als Stahlbetonflachdecken weisen eine Dicke von 35 cm aus.


Michael Hörmann von Westag & Getalit betreute die Baustelle und war für Polier Michael Wenzel und seinen Kollegen Alexander Huber (Bauunternehmen Glass) ein geschätzter Gesprächspartner in allen wichtigen Fragen rund um das Thema Schalung und Beton. »Unsere Westaspan 450 ist eine nichtsaugende Großflächenschalungsplatte aus einem Holzwerkstoffträger mit beidseitiger Filmbeschichtung von 450 g/m² und versiegelten Kanten. Sie eignet sich für alle glatten, fugenarmen Betonoberflächen nach DIN 18 202/3, Zeile 4/5. Mit dieser Schalhaut werden matte Betonoberflächen erzielt.«

Positiv beeindruckte das Ergebnis. Bis zum Topcover blieb die Sichtbetonqualität nahezu gleichbleibend auf hohem Niveau.«

Polier Michael Wenzel


Hohe Maßgenauigkeit

Polier Michael Wenzel: »Aufgrund der hohen Maßgenauigkeit der Westag-Schalhaut und unserer sehr exakten Bauausführung laufen die vertikalen Fugen übereinander und im Deckenbereich weiter im Verlauf der horizontalen Fugen. Die vorgegebene Schalfugenaufteilung der Wände von 2,5 m Breite konnte wirtschaftlich mit der Westaspan erzielt werden. Bis zu vier Einsätze im Sichtbetonbereich waren möglich. Die Ausschalzeit bei den Wänden lag zwischen ein und drei Tagen. Positiv beeindruckte das Ergebnis. Bis zum Topcover blieb die Sichtbetonqualität nahezu gleichbleibend auf hohem Niveau.« Als Schalsystem hatte die damit beauftragte Mayer Schaltechnik ihr System Primax (Wandschalung mit Teleskop-Auszug) im Einsatz. Rudolf Kraus von Mayer Schaltechnik: »Es verbindet die Vorteile der Trägerschalung mit denen der Rahmenschalung und zeichnet sich durch kurze Rüstzeiten aus. Ein großer Abstand der Spannstellen wird möglich und daraus resultiert ein geringerer Ankeranteil, die Schalhaut wird von hinten verschraubt und die Schalung kann auf sämtliche Wandhöhen einfach und schnell durch die Teleskopfunktion angepasst werden. 12 000 m² Wandflächen/Sicht­be­ton­flächen werden bis zur Fertigstellung geschalt und erstellt.«

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