Aktuelles Verkehrswegebau / Tiefbau

Prinoth: Enge Kooperation für den größten Bindemittelstreuer auf Raupenfahrwerk

Um einen Bindemittelstreuer auf Gummiketten mit höchster Produktivität und Geländegängigkeit zu entwickeln, haben Prinoth und Streumaster ihre Kräfte gebündelt: Der 13 m³ Volumen fassende Bindemittelstreuer auf Gummiketten ist auf einem Fahrgestell des Typs Panther T12 aufgebaut. Dabei handelt es sich um das nach Anbieterangaben bisher größte auf Gummiketten gebaute Modell auf dem Markt.

Um die angestrebte Größe des Bindemittelstreuers zu erreichen, nahmen die Ingenieur-Teams von Prinoth und Streumaster bedeutende Änderungen an ihren jeweiligen Basiseinheiten vor. Die Gesamthöhe musste unter 3 188 mm bleiben, die Breite durfte 2 700 mm nicht überschreiten, zudem musste die ROPS-Zertifizierung gewahrt bleiben. Streumaster lieferte dafür einen auf das Raupenfahrzeug abgestimmten Behälteraufbau. Darüber hinaus verlegte Prinoth die Kabine nach vorn, um das gewohnte Stabilitätsniveau, aber eine geringere Gesamthöhe zu erhalten.

Produktivitätssteigerung im Blickfeld

»Ähnliche Raupenmodelle sind nicht in der Lage, die gleichen Volumina bei gleichbleibender Stabilität und einem extrem niedrigen Bodendruck zu erreichen. Dank dieser großartigen Zusammenarbeit zwischen Prinoth und Streumaster sind die endgültigen Lösungen um fast 60 % produktiver, und dies wird den Kunden helfen, die Böden in aller Welt mit schnelleren Zykluszeiten zu stabilisieren«, betont der Prinoth-Verkaufsdirektor Doug Little. Die Zusammenarbeit mit dem Wirtgen-Systempartnerunternehmen Streumaster sei sowohl für die Technik- als auch Vertriebsbereiche »anregend« gewesen. »Wir sind zuversichtlich, dass die Lösung, die wir jetzt weltweit einführen, die Kapazitäten von Bauunternehmern verbessern wird, wenn es darum geht, Bindemittel im Gelände zu streuen«, so Little.


Bei der Entwicklung des Trägerfahrzeugs mit Gummiketten mussten alle Schlüsselaspekte der Bodenstabilisierung berücksichtigt werden. Baustellen in einigen Ländern, wie beispielsweise Belgien, bieten nicht genügend Tragkraft, um dort mit bereiften Fahrzeugen effektiv arbeiten zu können. Das Erreichen eines niedrigen Bodendrucks war damit eines der Hauptziele. Zudem musste das Fahrzeug auf der Straße auf einem Tieflader transportierbar sein, weshalb die Gesamthöhe des Fahrzeugs eine weitere Herausforderung darstellte. Folglich musste auch der Schwerpunkt abgesenkt werden. Entwicklungsziel sei ebenso gewesen, die Anlieferung des eigentlichen Bindemittels deutlich zu beschleunigen, wie Mehdi Belkalem, leitender kaufmännisch-technischer Berater von Wirtgen Belgium schildert. »Daher brauchten wir eine Lösung, bei der der Silo-Lkw in drei Zyklen (ca. 32 t = 32 m³) entleert werden kann. Das Ergebnis war ein 13-m³-Streuer. Prinoth schlug vor, dafür die Kabine nach vorne zu verlegen.«     t

Nach oben
facebook Instagram youtube twitter rss LinkedIn