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Paschal: Außergewöhnliches Pilotprojekt geschalt

In Berlin-Friedrichsfelde entsteht ein ganz besonders Projekt: Beim Neubau des Jugendzentrums »Betonoase« wird bundesweit erstmalig der hochwärme­dämmende Baustoff Infraleichtbeton beim Bau eines öffentlichen Gebäudes eingesetzt. Die Schalung für das ­außergewöhnliche Projekt stammt aus dem Hause Paschal.

 

Das neue Freizeit- und Jugendzentrum »Betonoase« soll auf insgesamt 480 m² Jugendlichen und jungen Familien einen hellen, freundlichen Rückzugsort bieten. Der Entwurf für das Projekt stammt vom Büro Gruber und Popp Architekten BDA, die für die Entwicklung einzigartiger, nachhaltiger Gebäudekonzepte und Schulbauten bekannt sind. Den Neubau der »Beton­oase« wollen die Architekten mit dem innovativen Baustoff Infraleichtbeton realisieren. Der Baustoff ist so neu, dass dessen endgültige bauaufsichtliche Zulassung noch aussteht. Für die Realisierung des Projekts mussten die Planer deshalb eine Zustimmung im Einzelfall (ZiE) beantragen, die sie aufgrund der durchweg positiven Prüfergebnisse des Baustoffs auch erhalten ­haben.


Hochdämmend in Sichtbetonqualität

Durch die guten Dämmeigenschaften des Infraleichtbetons wird bereits ab 50 cm Wandstärke Passivhausstandard erreicht. Auf eine zusätzliche Dämmung der Außenwände kann bei Infraleichtbeton vollständig verzichtet werden. Zudem lässt sich mit Infraleichtbeton die optische Qualität von massivem Sichtbeton erreichen. Dadurch können die Ansprüche an Betonoptik und die energetischen Anforderungen an die Außenbauteile erstmalig vereint werden.
Um den Anforderungen beim Betonieren mit dem neuen Baustoff gerecht zu werden, setzt das ausführende Bauunternehmen E & W BauTec auf die effizienten Schalungslösungen aus dem Hause Paschal.

Für die Herstellung der Wände wird die belastbare Logo 3 Wandschalung eingesetzt. Bereits in der Standardausführung, ohne jeglichen Zusatz lassen sich mit dieser Schalung ausgezeichnete Sichtbetonergebnisse erzielen.

Die 50 cm starken, hochdämmenden Außenwände der »Beton­oase« werden monolithisch als einschalige Betonkonstruktion vor Ort mit ca. 275 m³ Infraleichtbeton gegossen. Insgesamt werden bei dem Projekt ca. 428 m² Wände in vier Takten geschalt. Da für das Betonieren mit Infraleichtbeton ein spezielles Drainagevlies auf die Schalung aufgeklebt wurde, müssen alle Schalelemente komplett trennmittelfrei sein. Die Bewährung muss komplett verzinkt werden, auch der Bindedraht. Die Außenwände werden bis Oberkante ­Attika betoniert.

Bei dem Projekt kommen zudem etwa 523 m² Paschal-Deck als Filigrandeckenunterstützung und rund 160 m² als Ortbetonunterstützung zum Einsatz. »Die Logo-3-Schalung ist eine zuverlässige Schalung, die neben den guten Sichtbetonqualitäten auch durch ihre gute Handhabung überzeugt. Vor allem die professionelle Baustellenbetreuung im Projekt sowie die schnelle Umsetzung von Überarbeitungen in der Planungsphase haben uns überzeugt«, sagt Bauleiter Frank Müller, E & W BauTec.     §

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