OSA Anbaugeräte GmbH
»Der Markt braucht wirtschaftliche und praxisnahe Lösungen«
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| Bildquelle: OSA Anbaugeräte
Von: Dan Windhorst
Am Markt ist OSA Demolition Equipment als Spezialist für leistungsstarke und robuste Anbaugeräte bekannt. In Deutschland setzt der Hersteller auf eine tiefgreifende Partnerschaft mit der OSA Anbaugeräte GmbH, die zuletzt mit dem Aufbau einer neuen Werksniederlassung in Reimlingen massiv in die Zukunft investiert hat. Im Gespräch mit bauMAGAZIN-Chefredakteur Dan Windhorst spricht Geschäftsführer Gerd Schmidle über die Entstehung dieser Zusammenarbeit – er berichtet von den Vorzügen aktueller Lösungen und erklärt, warum OSA auch und gerade in herausfordernden Zeiten großes Potenzial für nachhaltiges Wachstum sieht.
Interview mit Gerd Schmidle als Geschäftsführer der OSA Anbaugeräte GmbH setzt Gerd Schmidle auf langfristiges Wachstum und darauf, dem deutschen Markt hochwertige Lösungen und guten Service anzubieten.
bauMAGAZIN: Herr Schmidle, seit Jahresbeginn ist die Schmidle GmbH nun unter dem Namen OSA Anbaugeräte GmbH als offizielle Herstellerniederlassung von OSA Demolition Equipment am deutschen Markt vertreten – ein wichtiger Meilenstein für beide Seiten. Lassen Sie uns an dieser Stelle aber kurz noch etwas weiter zurückblicken: Erläutern Sie unseren Lesern doch bitte, wie es zu dieser Zusammenarbeit kam. Was hat Sie schlussendlich davon überzeugt, die Partnerschaft mit OSA einzugehen?
Gerd Schmidle: Die Zusammenarbeit mit OSA besteht bereits seit 2017. Die ersten Geräte erhielten wir damals kundenseitig zur Regenerierung in unsere Werkstatt und hatten somit bereits einen ersten guten Eindruck über Verarbeitung und die verwendete Technik. Die Entscheidung, die Herstellerniederlassung zu übernehmen, hat sich somit nicht aus einer kurzfristigen Entscheidung heraus ergeben, sondern ist das Ergebnis eines längeren Prozesses. Uns hat vor allem die Kombination aus starkem Preis-Leistungs-Verhältnis, praxisnahen Produkten und einer echten partnerschaftlichen Zusammenarbeit überzeugt. Gemeinsam können wir den deutschen Markt deutlich gezielter und näher am Kunden bearbeiten – und genau das war für uns der entscheidende Punkt.
bauMAGAZIN: Nicht nur der Name hat sich geändert: Die OSA Anbaugeräte GmbH ist auch nach Reimlingen umgezogen. Was waren die Beweggründe für die neu gebaute Werksniederlassung?
Gerd Schmidle: Der Umzug nach Reimlingen und der Aufbau der neuen Werksniederlassung waren für uns ein ganz bewusster strategischer Schritt. Mit der Transformation zur offiziellen Niederlassung von OSA Demolition Equipment sind auch die Anforderungen deutlich gestiegen – insbesondere in den Bereichen Lagerkapazität, Service, Ersatzteilverfügbarkeit und Logistik. Am bisherigen Standort waren diese Entwicklungsmöglichkeiten schlicht begrenzt. In Reimlingen haben wir nun die Möglichkeit, unsere Strukturen von Grund auf neu und zukunftsorientiert aufzubauen. Das betrifft nicht nur größere Flächen, sondern vor allem optimierte Abläufe – vom Wareneingang über die Werkstatt bis hin zum Versand. Gerade in der heutigen Zeit, in der Verfügbarkeit und Geschwindigkeit eine immer größere Rolle spielen, ist das ein klarer Wettbewerbsvorteil. Darüber hinaus verstehen wir den neuen Standort auch als klares Signal: Wir investieren bewusst in den deutschen Markt und schaffen die Voraussetzungen, um gemeinsam mit OSA langfristig weiter zu wachsen. Kurz gesagt: Der neue Standort ist nicht nur ein Umzug – sondern ein wichtiger Schritt in Richtung Zukunftsfähigkeit und Kundennähe.
bauMAGAZIN: Kurz und knapp: Was bringen Sie mit den Anbaugeräten von OSA generell in Verbindung?
Gerd Schmidle: Wenn ich OSA Demolition Equipment in wenigen Worten beschreiben müsste, dann sind das für mich: Wirtschaftlichkeit, Robustheit und Praxisnähe. OSA steht für Anbaugeräte, die genau das tun, was sie sollen – zuverlässig, effizient und ohne unnötige Komplexität. Das ist im täglichen Einsatz entscheidend. Was OSA aus meiner Sicht besonders macht, ist die konsequente Ausrichtung auf den realen Bedarf der Kunden. Während andere Hersteller oft den Fokus auf maximale technische Ausstattung legen, konzentriert sich OSA darauf, die beste Lösung im Verhältnis von Leistung, Preis und Einsatznutzen zu bieten. Genau das macht am Ende den Unterschied.
Im Abbruch gelten OSA-Anbaugeräte als zuverlässige, robuste und effiziente Helfer.
bauMAGAZIN: Zur Wahrheit gehört, dass sich OSA als einer der wenigen am Markt als echter Full-Liner bezeichnen darf. Tatsächlich fertigt das italienische Familienunternehmen seine komplette Produktpalette im eigenen Haus. Wie beurteilen Sie das? Was sind aus Ihrer Sicht die Vorzüge?
Gerd Schmidle: Das Thema Full-Liner ist aus unserer Sicht ein ganz entscheidender Faktor – gerade in der aktuellen Marktsituation. Als europäischer Hersteller seine komplette Produktpalette im eigenen Haus entwickeln und fertigen zu können, bedeutet vor allem eines: maximale Kontrolle über Qualität, Prozesse und Lieferfähigkeit. Ein großer Vorteil liegt in der Unabhängigkeit von externen Zulieferern. In Zeiten, in denen Lieferketten immer wieder unter Druck geraten, ist das ein enormer Wettbewerbsvorteil. Wir sind deutlich weniger anfällig für Engpässe und können unseren Kunden eine wesentlich höhere Verlässlichkeit bieten. Gleichzeitig entsteht dadurch eine hohe Flexibilität. Anpassungen an Marktanforderungen, kundenspezifische Lösungen oder auch kurzfristige Änderungen lassen sich deutlich schneller umsetzen als in stark fragmentierten Produktionsstrukturen. Ein weiterer Punkt ist die durchgängige Produktphilosophie. Alle Geräte folgen einer klaren Linie in Bezug auf Qualität, Bedienbarkeit und Wartungsfreundlichkeit – das schafft Vertrauen beim Kunden und vereinfacht den Einsatz im Alltag. Aus unserer Sicht ist das ein wesentlicher Unterschied zu vielen anderen Anbietern im Markt und ein klarer Baustein für die Stabilität und Zukunftsfähigkeit von OSA.
bauMAGAZIN: Zuletzt standen vor allem die Hydraulikhämmer der »HB«-Serie im Mittelpunkt. Und im Gedächtnis sind mir dabei zwei Dinge geblieben: Die Regulierung des variablen Schlags und die automatische Leerschlagsicherung. Haben sich diese Weiterentwicklungen auf der Baustelle bewährt? Und: Was sind aus Ihrer Sicht die wichtigsten Vorzüge der OSA-Hämmer?
Gerd Schmidle: Ja, absolut – diese Weiterentwicklungen haben sich im Baustellenalltag klar bewährt. Gerade die Regulierung des variablen Schlages bietet dem Anwender einen echten Mehrwert. Je nach Material und Einsatz kann die Schlagenergie angepasst werden, was nicht nur die Effizienz steigert, sondern auch den Verschleiß am Gerät und am Träger deutlich reduziert. Das sorgt für eine bessere Kontrolle im Einsatz und letztlich für geringere Betriebskosten. Die automatische Leerschlagsicherung ist aus unserer Sicht mindestens genauso wichtig. Sie schützt den Hammer vor unnötiger Belastung, wenn kein Material mehr anliegt – ein Thema, das im täglichen Einsatz häufig unterschätzt wird. Das erhöht die Lebensdauer des Geräts erheblich und reduziert Ausfallzeiten. Was die Hämmer der ›HB‹-Serie von OSA Demolition Equipment insgesamt auszeichnet, ist die Kombination aus robuster Bauweise für den harten Einsatz, hoher Schlagleistung bei gleichzeitig effizientem Energieeinsatz, einfacher Wartung und Servicefreundlichkeit sowie einem insgesamt sehr attraktiven Preis-Leistungs-Verhältnis Das Entscheidende ist: Die Technik ist nicht Selbstzweck, sondern bringt dem Kunden einen klar messbaren Nutzen auf der Baustelle – und genau darauf kommt es am Ende an.
Gerade im Service kann die OSA Anbaugeräte GmbH durch starke Nähe zum Anwender, schnelle Unterstützung und langjährige Erfahrung punkten.
bauMAGAZIN: Zum aktuellen Zeitpunkt trägt die geopolitische Entwicklung (mal wieder) dazu bei, dass der deutsche Markt unter Druck gerät: Bauunternehmer müssen aufgrund gestiegener Energie-, Transport- und Materialpreise tiefer in die Tasche greifen – gleichzeitig wartet man noch immer ungeduldig auf die vollmundigen Versprechungen der Bundesregierung, die Baubranche mit milliardenschweren Sondervermögen zu unterstützen. Wie beurteilen Sie das? Wie nehmen Sie die Situation der Branche wahr?
Gerd Schmidle: Die Situation ist aktuell ohne Frage herausfordernd – das spüren wir genauso wie unsere Kunden. Auf der einen Seite stehen deutlich gestiegene Kosten für Energie, Material und Transport, welche die Margen der Bauunternehmen erheblich unter Druck setzen. Auf der anderen Seite sorgt die Unsicherheit rund um politische Maßnahmen und angekündigte Investitionsprogramme dafür, dass viele Projekte verzögert oder vorsichtiger geplant werden. Das führt insgesamt zu einer gewissen Zurückhaltung bei Investitionen, insbesondere bei größeren Anschaffungen. Gleichzeitig sehen wir aber auch, dass die Branche grundsätzlich stabil ist. Der Bedarf an Infrastruktur, Rückbau und Modernisierung ist nach wie vor hoch – und wird mittelfristig eher noch zunehmen. Insofern sprechen wir weniger von einer Krise als von einer Phase der Neuorientierung und Anpassung. Was sich allerdings klar verändert hat, ist das Entscheidungsverhalten: Kunden schauen heute deutlich genauer auf die Wirtschaftlichkeit und Amortisation ihrer Investitionen. Genau hier sehen wir sowohl unsere Chance als auch unsere Stärke. Mit Lösungen von OSA Demolition Equipment bieten wir Produkte, die sich im täglichen Einsatz schnell rechnen und keine unnötigen Kosten verursachen. Gerade in einem angespannten Marktumfeld ist das für viele Unternehmen ein entscheidender Faktor. Der Markt ist vorsichtiger geworden – aber keineswegs handlungsunfähig. Es wird weiterhin investiert, nur deutlich bewusster.
bauMAGAZIN: Zugegeben, eine langfristige Prognose ist dieser Tage kaum seriös abzugeben. Wissen würde ich aber dennoch gern, wie Sie das Marktpotenzial für OSA-Geräte im deutschsprachigen Raum für die kommenden Jahren einschätzen.
Gerd Schmidle: Sie haben recht – langfristige Prognosen sind aktuell nur mit Vorsicht zu genießen. Dennoch sehen wir das Marktpotenzial für OSA Demolition Equipment im deutschsprachigen Raum sehr positiv. Der grundlegende Bedarf ist klar vorhanden: Themen wie Infrastrukturerneuerung, Rückbau und Recycling werden in den kommenden Jahren eher zunehmen als abnehmen. Das sind genau die Einsatzbereiche, in denen unsere Anbaugeräte eine zentrale Rolle spielen. Was sich allerdings verändert, ist die Art und Weise, wie investiert wird. Kunden entscheiden heute bewusster, vergleichen intensiver und legen einen deutlich stärkeren Fokus auf die Wirtschaftlichkeit und eine schnelle Amortisation. Und genau hier sehen wir großes Potenzial für OSA. Mit unserem klaren Fokus auf robuste, praxisorientierte und wirtschaftliche Lösungen treffen wir sehr genau den aktuellen Bedarf im Markt. Wir gehen daher davon aus, dass wir unsere Position im deutschsprachigen Raum in den kommenden Jahren kontinuierlich ausbauen können – nicht durch kurzfristige Effekte, sondern durch nachhaltiges Wachstum und eine klare Ausrichtung am Kundenbedarf. Kurz gesagt: Der Markt wird anspruchsvoller – aber genau hier sehen wir unsere Vorteile.