Hain GmbH Materialhandling: Sicher und praxisgerecht

Auf beengten Baustellen kommen immer häufiger Palettengabeln an Hydraulikbaggern zum Einsatz. Einfach eine Gabel an den Bagger kuppeln und schon ist der Radlader gespart. Klingt einfach – ist es aber nicht.

Pressemitteilung | Lesedauer: min | Bildquelle: Hain

Die BG Bau schreibt neben der Gefährdungsbeurteilung eine Reihe von zusätzlichen Einrichtungen vor, darunter die Rohrbruchsicherungen am Löffelzylinder, sowohl stangen- als auch bodenseitig oder Angaben über die maximalen Traglasten der Gesamtkonfiguration (Bagger, Schnellwechsler und Palettengabel) sowie eine Traglasttabelle des Typs »TP-1«. Bei einigen dieser Angaben ist der Maschinist auf die Information von den Herstellern angewiesen. Liegen diese nicht vor, ist ein sicherer Betrieb grundsätzlich nicht möglich. Es gibt jedoch eine Ausnahme: Palettengabeln mit zentralem Schwerpunkt unter der Aufhängung am Bagger. Diese Vorgabe erfüllt die patentierte »Pister Powerfork« laut Unternehmen »als Einzige am Markt«. Daher gelten die genannten Anforderungen laut BG Bau nicht. Es genügt die Eignung für Hebebetrieb nach DIN EN 474:5.

Warum die Ausnahme?

Bei zentral unter dem Schnellwechsler hängenden Lasten (wie es mit der »Pister Power Fork« der Fall ist) erfolgt aufgrund des minimalen Hebelarms der Last keine nennenswerte Beanspruchung auf den Löffelzylinder. Tests haben laut Unternehmensangaben ergeben, dass der Lastdruck bei einem Testgewicht von 1,2 t bei herkömmlichen Gabeln um den Faktor 3 erhöht ist. Das gleiche Ergebnis liegt in der Rotation und dem stangenseitigen Spitzendruck vor. Subsummiert lässt sich feststellen – es gibt weder einen Hebelarm noch kritische Druckbereiche am Löffelzylinder mit der »Pister Powerfork«. Für die Praxis ergeben sich daraus laut Unternehmen klare Vorteile. Schwere Lasten können deutlich sicherer, auch über Hindernisse weg, präzise gehoben und platziert werden. Es besteht jederzeit beste Sicht auf das Ladegut – sowohl im Radladermodus als auch seitlich. Und genau das ist heutzutage ein entscheidender Faktor. Grundsätzlich gilt: Das Arbeiten mit der Maschine soll einfach, effizient und schnell ermöglicht werden – gleichzeitig darf aber weder auf hohe Sicherheit noch auf einfache Handhabung verzichtet werden. Offenbar ist es hier gelungen, diese Aspekte praxisnah in die Entwicklungsarbeit zu integrieren. Und darüber hinaus gilt es zu beachten: Mit der optional erhältlichen hydraulischen Gabelzinkenverstellung muss sich kein Mitarbeiter im Gefahrenbereich aufhalten. Die Gabel gibt es derzeit in der 2-t-Variante für Kompaktbagger, sowie einer 3,5 t schweren Variante für Mobilbagger (15 t) auf innerstädtischen Baustellen. Zur GaLaBau soll im Übrigen eine 750-kg-Variante für Minibagger erscheinen – die Besucher dürfen also einen ersten Blick darauf werfen.

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