MEVA: Sichtbeton und Sicherheit beim Schul- und Turnhallenbau

Die Gemeinde Holderbank im Schweizer Kanton Aargau musste wegen der wachsenden Bevölkerungszahl die örtliche Schulanlage dringend erweitern und mit einer Turnhalle ergänzen. Die gestellte Aufgabe wurde in Sichtbetonqualität und mit Schalungsprodukten von MEVA gelöst.

Lesedauer: min

Die Architekten hatten einen zweigeschossigen Holzbaukörper mit Klassenzimmern und weiteren Räumen geplant. Als Unterbau des Schulhauses sollte eine neue, in Beton konstruierte Turnhalle dienen. Während eine mehr als 8 m hohe Längswand dieser Sportstätte komplett unterirdisch angelegt wurde, steht ihr gegenüber, auf der geländeabfallenden Seite, eine Wand von rund 6 m Höhe. Auf ihr wurden sieben Stützen aufgesetzt, die das Höhenniveau ausgleichen. Sie nehmen 23 t schwere Deckenträger auf, die auf der höheren Wandseite in Aussparungsnischen geschoben wurden. Zwischen den Stützen strömt Tageslicht durch Fenster in die Turnhalle.

Mammut 350 trotzt hohem Druck

Eine Anforderung an die Bauunternehmung ERNE war, dass Wände und Stützen in Sichtbeton erstrahlen sollten. Das Unternehmen setzte auf die Wandschalung Mammut 350, die die kombinierten Anforderungen an Sichtbeton und großflächige Wände erfüllt. Durch das symmetrische Anker- und Fugenbild liefert das System eine nach Anbieterangaben sowohl stehend wie liegend ansprechende Optik und trägt einen wesentlichen Anteil am architektonischen Gesamtergebnis eines Bauprojekts.

Neue alkus-Platten für ein »Top-Ergebnis«

Für das Projekt wurden 300/250-Elemente mit fabrikneuen alkus-Vollkunststoffplatten belegt und ein durchweg ebenmäßiges, einwandfreies Oberflächenbild ohne ungewünschte Verfärbungen erzielt. Die Investition in die nachhaltige Schalhaut lohnte sich, denn die stoffgleich reparierbare Schalhaut kann einfach ausgebessert, geschliffen und viele hundertmal eingesetzt werden. So soll sie sich im Laufe ihres Lebenszyklus’ gegenüber den weitaus weniger haltbaren, häufig zu wechselnden Holzplatten bezahlt machen.


Schneller Baufortschritt und konsistente Betonergebnisse wurden erzielt, indem mehrere 300 cm hohe Elemente der Breiten 250 cm und 125 cm einfach und sicher am Boden zu Gesamtflächen von über 55 m² zusammenmontiert und mit drei übereinander installierten Arbeitsbühnen des SecuritBasic-Sicherheitssystems ergänzt wurden. Das gesamte Konstrukt wurde dann per Kran an seinen Bestimmungsort gestellt und nach jedem Betoniervorgang mit 7,3 m Etappenbreite für den nächsten Einsatz versetzt. So wurde die Architektenforderung nach großflächigen, glatten Oberflächen erfüllt. Für die Betonage der Stützen, die in 6 m Höhe auf der Mauer aufsitzen, wurden drei Schalelemente übereinander verbunden und mit Richtschienen stabilisiert.

100 kN/m² Frischbetondruck

Die für das Projekt zuständigen ERNE-Teams setzten auch wegen der hohen Belastbarkeit der Mammut-350-Schalung auf das System. In Verbindung mit den stabilen 20er-Ankerstäben konnte die Schalung voll­flächig einem Frischbetondruck von 100 kN/m² widerstehen. Geschlossen wurde sie vorsichtshalber mit jeweils zwei Gelenkflanschmuttern – sicher ist sicher.

Das gilt auch für die modularen Triplex-Schrägstützen, die den auf die Schalung wirkenden Druck ins Erdreich ableiteten, sowie für die SecuritBasic-Arbeitsbühnen, die mit nur einem Teil – der Flanschschraube – kraftschlüssig angebracht werden können und komfortable, sichere Arbeitsbedingungen boten. So stand zügigen Bauabläufen und »Top-Ergebnissen« nichts mehr im Weg.    t

MEVA und Mayer Schaltechnik  kooperieren bei Filigrandeckensystem

MEVA/Mayer – Eine Partnerschaft für die von Mayer Schaltechnik entwickelte Produktgruppe »miniMAX« haben kürzlich die beiden Unternehmen Mayer Schaltechnik und MEVA geschlossen. Mit der Kooperation baut MEVA sein Angebot im Bereich der Filigrandecken um das nach Angaben beider Unternehmen effizienteste am Markt vorhandene System aus und vermarktet es künftig unter dem Namen »MEVA VarioMax«.

Das clevere Deckensystem kommt im Wesentlichen als Unterstützung von Filigran-, aber auch von Ortbetondecken zum Einsatz. Als Vorteil gegenüber herkömmlichen Methoden (Flex-Deckenschalung) gilt die »Systematisierung« der Unterstützung durch ein vorgegebenes Stützen- und Trägerraster. Dadurch soll eine Optimierung der Materialvorhaltung und somit eine Reduzierung der Lohnkosten durch den Einsatz dieses Systems realisiert werden.

»Dank des größeren Volumens bietet sich ein enormer Mehrwert für uns, vor allem in der Beschaffung«, ist Marion Mayer überzeugt, Geschäftsleitungsnachwuchs bei beim in Bergrheinfeld bei Schweinfurt ansässigen Entwickler Mayer Schaltechnik. Florian F. Dingler, Geschäftsführender Gesellschafter der MEVA Schalungs-Systeme GmbH, betont: »Wir sind von diesem Produkt, dem führenden System bei der Unterstützung von Filigrandecken, überzeugt und sehen in ihm eine ideale Ergänzung unseres Produktportfolios«.    t


Die von Mayer Schaltechnik entwickelte Produktgruppe »miniMAX« wird künftig von MEVA als »VarioMax« angeboten.