Die neue U5 verläuft künftig auf rund 29 km quer durch Hamburg und verbindet insgesamt bis zu 24 neue Haltestellen, von Bramfeld über die City Nord bis nach Osdorf. Sie erschließt zentrale Arbeits- und Bildungsstandorte wie die Universität Hamburg, das Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) sowie große Bürostandorte wie die City Nord. Mit einer geplanten Bauzeit bis etwa 2040 zählt das Vorhaben zu den ambitioniertesten Infrastrukturprojekten Deutschlands. Im Auftrag der Hochbahn U5 Projekt GmbH sind die Arge U5 Los 1 und die Arge U5 Los 2, jeweils bestehend aus der Wayss & Freytag und der Züblin AG, verantwortlich für die Bauausführung auf dem ersten Bauabschnitt. Für die anspruchsvollen Hebe- und Logistikaufgaben setzen die Arbeitsgemeinschaften auf Turmdrehkrane von Liebherr.
18 Turmdrehkrane entlang der ersten U5-Trasse
Aktuell sind 18 Liebherr-Turmdrehkrane auf dem ersten Bauabschnitt zwischen City Nord (Stadtpark) und Bramfeld im Einsatz. Zum Einsatz kommt eine gezielte Mischung aus Liebherr-»EC-B Flat-Top«- und -»EC-H High-Top«-Kranen. Diese Kombination erlaubt es, sowohl in engen innerstädtischen Bereichen als auch bei größeren Baugruben und Stationsbauwerken effizient zu arbeiten. Bei diesem Projekt werden die Krane von mehreren Partnern gestellt, darunter sind langjährige Liebherr-Partner wie Feurig Baumaschinen GmbH, BMTI (Züblin) und Wayss & Freytag. Die eingesetzten Liebherr-»EC-B Flat-Top«-Krane überzeugen insbesondere durch ihre kollisionsfreie Zusammenarbeit auf dicht belegten Baustellen. Aufgrund der »Flat-Top«-Bauweise sind flexible Krananordnungen möglich. Das erleichtert den parallelen Betrieb mehrerer Krane entlang der Trasse. Ergänzt werden sie durch »EC-H High-Top«-Krane, die mit hohen Tragreserven, großen Hakenhöhen und leistungsstarken Antrieben ausgelegt sind. Gerade beim Heben schwerer Bewehrungskörbe, Schalungssysteme, Fertigteile und technischer Ausrüstung für Tunnel- und Stationsbau spielen diese Eigenschaften eine zentrale Rolle. Die hohe Zuverlässigkeit und die Robustheit der »EC-H«-Baureihe sind entscheidend für einen kontinuierlichen Baufortschritt über viele Jahre hinweg.
Krantechnik als Rückgrat des Generationenprojekts
Nach ihrer Fertigstellung werden voraussichtlich rund 315 000 Fahrgäste täglich die neue Linie nutzen. Die U5 wird dabei als vollautomatische U-Bahn betrieben und kann mit einem Takt von bis zu 90 Sekunden verkehren, ein bislang einzigartiges Angebot im deutschen U-Bahn-Netz. Der Bau erfolgt während laufenden Stadtbetriebs, mit hohen Anforderungen an Sicherheit, Präzision und Terminzuverlässigkeit. Laut Liebherr leisten die Turmdrehkrane hierbei einen wesentlichen Beitrag, indem sie effiziente Materialflüsse ermöglichen, Bauprozesse beschleunigen und die logistische Komplexität der Hubvorgänge entlang der Trasse beherrschbar machen. Ein weiterer Schwerpunkt des Projekts liegt nach Aussage des Unternehmens klar auf der Nachhaltigkeit und folgt damit einem der wohl wichtigsten Themen der vergangenen Jahre: Die Linie wird nach Unternehmensangaben vollständig emissionsfrei betrieben und gleichzeitig ausschließlich mit zertifiziertem Ökostrom versorgt. Bereits während Planung und Bau wird großer Wert auf eine möglichst klimafreundliche Umsetzung gelegt. Erklärtes Ziel ist es laut Liebherr, mit der U5 eine der nachhaltigsten U-Bahnen Deutschlands zu realisieren und gleichzeitig einen entscheidenden Beitrag zur Mobilitätswende in der Elbmetropole zu leisten.