Kubota (Deutschland) GmbH Intelligente Energielösungen finden

Pressemitteilung | Lesedauer: min | Bildquelle: Kubota

Um elektrifizierte Maschinen im wahrsten Sinne »auf die Kette zu kriegen«, hat Kubota tief in die Entwicklerschublade gegriffen und dem Bauma-Publikum interessante Neumaschinen geboten. Produkt-Manager Joachim Stein und seine Kollegin Ozlem Cetin haben die bauMAGAZIN-Redaktion auf einem Rundgang begleitet und insbesondere auf den neu konzipierten Elektrobagger U36-4e hingewiesen, der als »Smart Energy Solution« einen wichtigen Beitrag zu einer emissionsfreien Zukunft leisten soll.

Bei der Anschaffung eines elektrisch betriebenen Baggers steht die Frage nach Leistung und Betriebsdauer ganz oben auf der Checkliste – und genau diese beiden Punkte kann der U36-4e dank einer leistungsstarken Batterie und einem starken Elektromotor genüsslich abhaken. Beim Prototypen U36-4e handelt es sich für Kubota im Übrigen um den ersten elektrischen Kompaktbagger überhaupt – auf den Markt soll er ab Frühjahr 2024 kommen. Der 3,5 t schwere Kompaktbagger verfügt über eine 49,2-kW-Batterie für einen Regelbetrieb von bis zu fünf Stunden sowie einen Hochleistungs-E-Motor und soll damit laut Kubota eine exzellente Arbeitsleistung mit sich bringen. Der U36-4e bietet eine Reichweite von 5,5 m und eine Grabtiefe von 4,3 m und kann aufgrund der kompakten Maße insbesondere auf beengtem Raum gut zur Geltung kommen. Laut Herstellerangaben ist der E-Bagger nicht nur leise und klimafreundlich, sondern bringt auch die gleiche Leistung wie ein vergleichbares Baggermodell mit Verbrennungsmotor.

Nun auch Radlader elektrifiziert

Ebenfalls rein elektrisch kommt nunmehr der Radlader RT220-2e daher: Die knickgelenkte Maschine basiert auf seinen Diesel-Pendants, wobei der konventionelle Motor durch ein elektrisches System ersetzt wurde, das aus einem Batteriespeicher sowie zwei Elektromotoren besteht – einem für den Fahrantrieb und einem für die benötigte Arbeitsbewegung. Der RT220e hat gegenüber seinem Schwestermodell, dem RT210-2e, eine verkürzte Ladeschwinge bei einer Hubkraft von 2 t und ist damit selbst für schwere Ladearbeiten gewappnet (das bauMAGAZIN berichtete bereits in Heft 10/22, Seite 94).


Auf Flüssiggas gesetzt

Saubere Leistung bei minimierten Ausfallzeiten verspricht Kubota hingegen beim 1,7 t LPG-Minibagger KX019-4. Angetrieben von dem hauseigenen Flüssiggasmotor WG972-L-E4 sollen niedrige Emissionswerte, hohe Produktivität und ein geringer Geräuschpegel aufeinander treffen. Die Leistung beträgt 14,5 kW (bauMAGAZIN 3/22, Seite 20). Weit weniger Schadstoffe als vergleichbare Benzin- oder Dieselmotoren sollen hier ebenfalls ausschlaggebend für die Modellentwicklung gewesen sein. Serienmäßig verfügt der Minibagger über einen Zusatzsteuerkreis, was die einfache Steuerung des proportionalen, konstanten und maximalen Öldurchflusses ermöglicht. Die maximale Hydraulikölmenge des zusätzlichen Steuerkreises beträgt 27,7 l/min. Bei der maximalen Grabtiefe kommt der Bagger in Standardausführung auf 2 580 mm – die Reichweite liegt bei 4 120 mm, während die Grabkraft am Arm 7,8 kN beträgt.

Smarte Unterstützung

Insgesamt hat Kubota seinen Messeauftritt klug koordiniert: Mit den elektrifizierten Neumaschinen sowie weiteren Alternativkonzepten schlägt der Baumaschinenhersteller klare Brücken. Einher geht das »Weiterdenken« in eine emissionssparende Zukunft nach Ansicht von Kubota aber auch mit der ebenso wichtigen Forcierung der generellen Digitalisierung der Baustelle. Und so war es nicht gerade verwunderlich, dass Kubota beispielsweise auf Maschinensteuerungssysteme wie das MC Mobile System hinwies.

In Zusammenarbeit mit Topcon kann damit eine Lösung zur Vermessung der Maschinenposition durch eine robotische Totalstation auf der Baustelle geschaffen werden. Es lässt sich sowohl in Innenräumen als auch in bergigen Gebieten einsetzen – auch dort, wo es schwierig ist, Standortinformationen per Satellitenkommunikation zu erhalten. Ab dem Frühjahr soll außerdem das Kubota Tracking System schrittweise angeboten werden. Es unterscheidet sich von den eigenen Telematikdiensten dadurch, dass detaillierte Informationen über den Betrieb der Maschine abrufbar sind, einschließlich der Diagnose von Maschinenfehlern. Stimmt der Anwender dann noch zu, kann der über das Telematiksystem ermittelte Betriebszustand auch an den jeweiligen Kubota-Händler weitergegeben werden. So sollen Wege verkürzt und Zeit eingespart werden, um einen noch reibungsloseren Service anbieten zu können.    d

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