bauMAGAZIN-Interview: mit toni Kiesel, Geschäftsführer von Kiesel GmbH »Der Schlüssel zum Glück«

Pressemitteilung | Lesedauer: min | Bildquelle: Kiesel

Das Coreum – eine Welt, in der sich Menschen aus Bau, Recycling und Material­umschlag treffen, um Neues zu entdecken und aus der Praxis für die Praxis zu lernen. Im Gespräch erklärt Toni Kiesel, Geschäftsführender Gesellschafter, Kiesel GmbH, was das Coreum in Stockstadt am Rhein so besonders macht und warum er gerade Schnellwechsler als eine der Schlüsseltechnologien innerhalb der Bau- und Baumaschinenbranche betrachtet.

bauMAGAZIN: Herr Kiesel, im Herbst feiert das Coreum sein fünfjähriges Jubiläum. Gibt es eine Geburtstagsparty?

Toni Kiesel: Logisch, wir werden bei den ­Coreum Praxistagen vom 13. bis 15. Oktober auf den Geburtstag und auf unser neu eröffnetes Coreum Hotel anstoßen – und wir freuen uns über viele Gäste.

bauMAGAZIN: Das Coreum wurde zum 60-jährigen Firmenjubiläum und der Diamanten Hochzeit Ihrer Eltern eröffnet. Haben sich rückblickend alle Erwartungen erfüllt?

Toni Kiesel: Ja! Das Coreum ist ein einzigartiges Gesamtkonzept. Ein Ort, an dem sich Menschen aus der Bauindustrie und Umschlagindustrie treffen, um sich miteinander auszutauschen, voneinander zu lernen. Wir haben hier Musterbaustellen für Anwendungsgebiete wie zum Beispiel Verkehrswegebau, Tiefbau, Abbruch, Materialumschlag und Kompakt. Mittlerweile haben wir über 50 Partner – alles branchenführende und innovative Unternehmen. Und bei den Unternehmen dreht sich alles um die jetzigen und zukünftigen Bedürfnisse unserer Kunden. Die Kundenorientierung ist seit jeher Mittelpunkt ­unseres Handelns.

Anbaugeräte, Stiel und Ausleger schnell, effizient und sicher wechseln:  Damit wird der Schnellwechsler zur Schlüsseltechnologie auf Baustellen.

bauMAGAZIN: Und was zeichnet das Coreum aus?

Toni Kiesel: Es gibt in unserer Branche zwar viele Möglichkeiten, Baumaschinen anzuschauen oder auch zu testen. Im Coreum kann ich das 365 Tage im Jahr. Wir präsentieren Anwendungslösungen für Kunden – da ist die Baumaschine ein wichtiger, aber nicht der einzige Bestandteil. Die optimale Kombination ist aus meiner Sicht der Einsatz der Maschine als Geräteträger mit Schnellwechsler und Anbaugerät. Und für den Kunden ist es wichtig, genau dies auf einer Musterbaustelle auszutesten, nämlich was für den eigenen Bedarf am besten ist. Hinzu kommt der Austausch mit Experten, um die Chance zu nutzen, sich zu optimieren, um noch besser zu werden. Das alles geht im Coreum. Und bei unserer Coreum Akademie dreht sich alles um Aus- und Weiterbildung. Weiterqualifizierung ist für mich eines der wichtigsten Themen unserer Zeit.

Auch beim Fachkräftemangel ist Ausbildung ein Thema, Gleiches gilt für Prozessoptimierungen auf der Baustelle – auch das treibt uns alle um. Sich im Coreum weiterzubilden, das ist schon ein großer Vorteil. Na ja, und mit gutem Essen und Getränken arbeitet es sich bekanntlich leichter, deshalb sind wir stolz auf unsere eigene Gastronomie und seit März kann man zudem im Coreum Hotel übernachten. Und jeder, der mich kennt, weiß, dass wir noch viele Ideen haben, die wir noch umsetzen werden.

bauMAGAZIN: Das glaube ich Ihnen sofort! Wo steht Kiesel heute und welche Rolle spielt hier der Schnellwechsler?

Toni Kiesel: In den letzten 65 Jahren haben wir uns von einem nationalen Handelshaus zu einem internationalen Systempartner für Kunden entwickelt. Heute haben wir ein flächendeckendes Service-, Miet- und Vertriebsnetzwerk. Systempartner heißt für mich Prozesse optimieren, Kosten sparen und darüber hinaus die Produktivität steigern. Damit dies gelingt, wird ein Bagger oder Radlader als Geräteträger und nicht nur als Maschine eingesetzt. Der Schnellwechsler ist für mich der Schlüssel zum Glück, denn mit dem vollhydraulischen Schnellwechsler kann ich effizient und sicher jedes Anbaugerät wechseln. Und mit den richtigen Anbaugeräten kann jede Aufgabe auf der Baustelle optimal erledigt werden.

bauMAGAZIN: Der Schnellwechsler ist der Schlüssel zum Glück, wie darf ich das verstehen?

Toni Kiesel: Moderne Bau- und Umschlagmaschinen müssen eine Vielzahl von Anwendungen schnell und effizient umsetzen. Dafür müssen sie multifunktionelle Geräteträger sein. Wie bereits gesagt, den Wechsel von Anbaugeräten ermöglichen Schnellwechselsysteme. Nur mit dem einsatzgerechten Anbaugerät bleibt die Produktivität gewährleistet. Der Schnellwechsler muss zuverlässig und sicher funktionieren. Nur, wenn der Wechsel der Anbaugeräte schnell und einfach ist, der Bediener autark und ohne Zusatzpersonal arbeiten kann, bleibt die Produktivität gewährleistet und die Maschine ist multifunktionell einsetzbar.

Unsere Themen aktuell und in Zukunft sind: Mechanisierung der Baustellen, Prozesse-­Optimierungen und wie können wir die Handarbeit auf der Baustelle reduzieren – auch aus Sicherheitsgründen. Die Schnellwechselsysteme sind für mich der Schlüssel für die Produktivität der Maschine, für eine lange Nutzungsdauer der Anbaugeräte und für eine hohe Sicherheit im Einsatz. Also der Schlüssel zum Glück – für den Fahrer, die Fachkraft wie auch für den Unternehmer.

bauMAGAZIN: Der Schnellwechsler scheint bei Kiesel eine zentrale Rolle zu spielen.

Toni Kiesel: Wie gesagt, wir sind Systempartner für unsere Kunden. Wir fokussieren uns auf die Kundenbelange in unterschiedlichen Branchen und setzen alles daran, unseren Kunden die Möglichkeit zu geben, noch besser zu werden. Der Schnellwechsler ist hier sicherlich ein wichtiger Baustein für die erfolgreiche Zusammenarbeit mit unseren Kunden. Wir arbeiten mit OilQuick zum Beispiel seit über 25 Jahren zusammen. Zu Beginn unserer Zusammenarbeit haben wir von Kiesel erkannt, wie wichtig ein Schnellwechselsystem für die Optimierung auf der Baustelle ist. Gemeinsam entwickelten wir 2001 den Fuchs-Quick-Connect: ­OilQuick lieferte das technische Know-how, wir die Idee und die Umsetzung. Auf der Bauma 2004 präsentierten wir dann die Weltneuheit Boom Quick Connect – ein Auslegerwechselsystem, das den Bagger innerhalb weniger Minuten vom Standard- zum Longfrontbagger macht. Ein Konzept, das noch heute eingesetzt und weiterentwickelt wird. Das ist nur eine gemeinsame Entwicklung mit ­OilQuick: Zusammen entstand die Umsetzung des Fuchs Quick Connect FQC – ein Stielwechselsystem, um Umschlagmaschinen innerhalb von Sekunden vom Hebegerät zur schweren mobilen Schrottschere zu verwandeln, oder das ToolQuickConnect – ein vollhydraulisches Schnellwechselsystem für pendelnde Anbaugeräte, das sogar den Einsatz von starkstrombetriebenen Lasthebe­magneten erlaubt.  d

 

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