Die etwas mehr als 2 km lange Straße zur Burgruine ist abschnittsweise nur 3 m breit und schon in die Jahre gekommen. Die Strecke ist holprig und weist tiefe Schlaglöcher auf. »Die Baustelle hat sehr viele Raffinessen. Wir haben es mit starkem Gefälle und gleichzeitig sehr engen Kurven zu tun. Das ist eine Herausforderung für den Einbau und die Logistik«, beschreibt Sascha Böck, Geschäftsführer der beauftragten Josef Böck GmbH, die Aufgabe. Er hat den Einsatz im Vorfeld akribisch geplant. Für die Mischgutanlieferung können wegen der Spitzkehren nur Dreiachser-Lkw eingesetzt werden. Hinzu kommt, dass auf der zu bewältigenden Strecke nur bedingt Ausweichstellen vorhanden sind. Die Lkw müssen über weite Abschnitte rückwärtsfahren. Entscheidend für eine qualitativ hochwertige Ausführung ist außerdem ein flexibler und leicht bedienbarer Straßenfertiger.
Kompakt, präzise, leistungsstark
Der am Falkenstein eingesetzte Vögele-Straßenfertiger »Super 1800-5 X« ist mit 6,15 m Länge für seine hohe Leistungsfähigkeit vergleichsweise kompakt. Außerdem bietet er eine hohe Traktion und präzise Lenkung – was dem Einbauteam angesichts der beengten Platzverhältnisse zugutekommt. Hier muss der Fertiger millimetergenau gesteuert werden, um auf der schmalen Straße nirgendwo anzuecken. »Das funktioniert mit dem neuen Strich-5-Fertiger sehr gut. Dank der optimalen Übersicht, der feinfühligen Lenkung per ›SmartWheel‹ und der exakten Bohlenbreitenverstellung ist der Asphalteinbau in diesen anspruchsvollen Kurven möglich. Der Fertiger hält die Spur einwandfrei und wir erhalten ein gleichmäßiges Einbaubild, was bei dem vorliegenden schlechten Bestand und variierenden Einbaustärken keine Selbstverständlichkeit ist. Die Pressleiste der Bohle ist dabei sehr hilfreich, um eine hohe Vorverdichtung zu erreichen«, merkt Sascha Böck nach den ersten 500 m Asphalteinbau mit dem neuen Fertiger an. Die Ausziehbohle »AB 500 T P1« lässt sich von 2,55 m bis 5,00 m hydraulisch verstellen. Durch den Anbau von festen Verbreiterungen ist die Erweiterung auf bis zu 8,75 m möglich.
Weiterentwickeltes Bedienkonzept
Tatjana Drexler steuert den »Super 1800-5 X« an den steilen Wänden und dem schroff abfallenden Abhang entlang. Sie ist immer nur Vögele-Straßenfertiger gefahren und würde auch nicht wechseln wollen. »Warum auch, wenn ich eh schon mit der besten Maschine unterwegs bin«, so ihr Fazit. Hilfreich ist dabei das weiterentwickelte Bedienkonzept »ErgoPlus 5«. Zwar müsse man sich bei einer neuen Maschine immer an die eine oder andere Neuerung gewöhnen, doch dadurch, dass die Bedienlogik dem Vorgängermodell sehr ähnele, könne sie sich sehr schnell an den neuen Fertiger gewöhnen. Die Bedienung ist noch einfacher und übersichtlicher, das »SmartWheel« ermöglicht eine sehr präzise Lenkung und das neue Touch-Display bietet viele zusätzliche Optionen. »Technisch wie optisch sieht man, dass die Maschine spürbar weiterentwickelt wurde«, sagt sie über den neuen Straßenfertiger.
Über 30 Prozent Neigung
Für die Endverdichtung nutzt das Team die Hamm-Oszillationswalzen »HD 13 VO« und »HD 10 VT«. Vor allem die Neigung der Strecke von teilweise über 30 Prozent gepaart mit den engen Spitzkehren stellen hohe Anforderungen an das Können des Walzenfahrers und die Möglichkeiten der Walzen. Sie müssen mit sehr viel Gefühl gefahren werden, um das Mischgut nicht wegzuschieben, es aufzureißen oder mit der Walze ins Rutschen zu geraten. Genau hier erweist sich das Drei-Punkt-Pendelknickgelenk der Hamm-Walzen als wertvolles Feature. Bereits nach wenigen Tagen sind das Restaurant, die Burgruine und das Hotel wieder problemlos erreichbar. Dabei hat der Einsatz des »Super 1800-5 X« mit der Ausziehbohle »AB 500 TP1« einen maßgeblichen Beitrag geleistet. j