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Igus – Sennebogen: Gute Übersicht mit zuverlässiger Energieführung

Um bei der Arbeit mit schwerem Gerät sicher und effizient arbeiten zu können, verfügen Sennebogen-Maschinen über automatisch höhenverstellbare Fahrerkabinen. Sie geben dem Maschinenführer einen besseren Überblick über das Geschehen, wenn beispielsweise Abbrucharbeiten zu erledigen sind oder Rohstoffe von A nach B geladen werden. Für die sichere Führung der Leitungen und Schläuche von der Maschine zur Fahrerkabine sorgen dabei Energieketten von igus, einem Spezialisten für Motion-Plastics.

Ob Seilbagger, Raupen-, Tele- und Hafenkrane, Umschlagbagger oder Teleskoplader – die im Jahr 1952 gegründete Sennebogen-Maschinenfabrik mit Sitz in Straubing (Niederbayern) hat sich als Komplettanbieter mit seinen umfassenden Produkt­linien etabliert. Heute beschäftigt das Unternehmen rund 1 700 Mitarbeiter weltweit, wobei Entwicklung und Montage der Maschinen nach wie vor ausschließlich in Deutschland in Straubing und Wackersdorf erfolgen.

Ein Großteil der Maschinen wird dabei kundenspezifisch projektiert und gefertigt. »Wir bieten im Prinzip eine Art Baukasten an«, erklärt Florian Attenhauser, PR-Manager bei Sennebogen. »Ob Maschinen auf Schiffen oder Schienen, mit Elektro- oder Dieselantrieb, mit variablen Auslegerlängen oder auch einer automatisch höhenverstell­baren Fahrerkabine.« Letztere macht sich beispielsweise bei Umschlag- oder auch Abbrucharbeiten bezahlt, um dem Maschinenführer einen besseren Überblick über das Geschehen zu ermöglichen.

Sichere Leitungsführung

Bei der höhenverstellbaren Kabine E270, die bei Sennebogen am häufigsten zum Einsatz kommt, kann die Kabine innerhalb von zehn Sekunden die 2,7 m hinauffahren und in acht Sekunden wieder hinunter. Um die Versorgung der Fahrerkabine mit Energie, Daten und Hydraulik sicherzustellen, setzt Sennebogen auf Energieketten des motion-plastics-Spezialisten igus. Sie schützen Leitungen und Schläuche sicher und schonend. »Dank der Energieketten ist alles sauber verlegt und es herrscht kein Durcheinander mehr«, erklärt Ali Gülyaz, Konstrukteur bei Sennebogen. »Außerdem ist hierdurch eine viel schnellere Montage möglich, da alle Leitungen und Schläuche schon an der richtigen Stelle liegen.«

Ursprünglich wurde hier die Energiekette eines Wettbewerbers eingesetzt, bevor vor vier Jahren die Lösung von igus umgesetzt wurde. »Die Kette vom Wettbewerb war sehr voll«, erinnert sich Dieter Reitz, Vertriebsleiter E-Kette Deutschland, von igus. »Bei unserer Kette ist bei gleichen Außenmaßen mehr Platz im Innern der Kette vorhanden. Und gerade bei Hydraulikleitungen, die immer und immer wieder bewegt werden, machen 3 mm bis 4 mm mehr Platz einen großen Unterschied aus.«


Entwicklungszusammenarbeit

Bei der eingesetzten Energiekette handelt es sich um das Modell 14040 mit Mittellasche der Serie E4 light. Wie auch Sennebogen setzt igus bei seinen Produkten auf ein Baukastenprinzip. So können Kunden sich die für sie beste Lösung nach ihren Wünschen zusammenstellen, wobei die Experten von igus stets beratend zur Seite stehen. Im Fall der verfahrbaren Kabine von Sennebogen sorgt die Mittellasche in der Energiekette beispielsweise für eine Trennung der Energie- und Datenleitungen von den Hydraulikschläuchen, um die Lebensdauer der geführten Leitungen und Schläuche zu erhöhen.

Test im realen Einsatz

Bevor die Lösung in Serie ging, galt es, die Anwender bei Sennebogen von der Haltbarkeit der igus E-Kette zu überzeugen. »Der erste Umschlagbagger, den wir damals ausgerüstet haben, haben wir ein Jahr lang auf einem Schrottplatz unter realen Bedingungen getestet«, erinnert sich Dieter Reitz von igus. »Als wir anschließend gemeinsam mit Sennebogen die Energieführung untersucht haben, sahen alle Komponenten noch wie neu aus.« Diese Haltbarkeit habe auch Sennebogen überzeugt.

Neben der Energieführung setzt Sennebogen auch Produkte aus dem zweiten großen Geschäftsbereich von igus, der Lagertechnik, ein. Beispielsweise an der Parallelogrammführung bei kleineren höhenverstellbaren Fahrerkabinen. »Hier haben wir früher Messingbuchsen eingesetzt«, erklärt Ali Gülyaz von Sennebogen. »Die Lager von igus sind jedoch preislich unschlagbar und haben sich im Test gegen Messing durchgesetzt.« Neben der Kostenersparnis hättem die iglidur-Kunststoff-Gleitlager von igus gegenüber metallischen ­Alternativen ebenso den Vorteil, dass sie nicht geschmiert werden müssten. »Unsere Lager bestehen aus Kunststoff-Compounds aus hochverschleiß­festen Polymeren«, erläutert Thomas Weber, zuständiger Technischer Verkaufsberater für Lagertechnik von igus. »Verbessert durch Zusätze von Verstärkungs- und Festschmierstoffen ist so eine externe Schmierung und damit eine Wartung der Lager überflüssig.«    t

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