Franz Xaver Meiller Fahrzeug- und Maschinenfabrik – GmbH & Co KG Neue »Grandload«-Generation vorgestellt

Nach einer umfangreichen technischen Überarbeitung seines Kippsattels führt der Münchener Aufbauhersteller nun auch eine neue Typenbezeichnung für seine Lösung im Schüttguttransport ein: Mit dem »Grandload« möchte Meiller einen Kippsattel zeigen, der höhere Robustheit, aber auch komfortable Bedienung mit sich bringen soll – die neue Bezeichnung hingegen vereinfacht die wichtigsten Merkmale und fasst damit die Vorzüge des Kippsattels zusammen.

Pressemitteilung | Lesedauer: min | Bildquelle: Meiller

Die wesentlichsten Änderungen hat Meiller laut eigener Aussage am verwindungssteifen Chassis aus geschweißten Längs- und Torsionsquerträgern vorgenommen: Der KTL (kathodische Tauchlackierung)-grundierte Fahrwerkrahmen (bis 7,6 m Länge) wurde damit umfassend erneuert. Vor allem am Rahmenkopf habe man einiges verändert, Kritikpunkte der Kunden beseitigt und den markanten Schwanenhals glattgebügelt, wie Meiller mitteilt. Zudem lassen sich die Stahlprofile nun robotergesteuert schweißen, was eine langfristig gleichbleibend hohe Qualität und Fertigungsgenauigkeit garantieren soll. Gleichzeitig hilft diese konstruktive Veränderung, der Rissbildung bei starker Belastung entgegenzuwirken. Darüber hinaus wird das Bauteil dadurch weniger korrosionsanfällig. Beides, so der Hersteller weiter, erhöhe die Lebensdauer der »Grandload«-Produktreihe entscheidend.

Komfortablere Bedienung

Parallel zur noch stabileren Ausführung des Kippsattelanhängers erhalten die Anwender laut Meiller ein größeres, massives Kronenblech mit deutlich mehr Abstand zwischen den einzelnen Anschlüssen für Elektrik, Luftdruck und Hydraulik. Der Fahrer bekommt dadurch einen leichteren Zugang zu den Versorgungsanschlüssen und kann die Kopplung des Kippsattels mit der Sattelzugmaschine schneller und komfortabler bewerkstelligen. Ferner gibt es eine neue, montierte Brückeneinführung ohne separate Kunststoffauflage, aber dafür mit Verstärkung im Längsträger. Künftig wird die Kippbrücke beim Ablassen nicht mehr von außen, sondern von innen in den Rahmen eingeführt. Das hat laut Herstellerangaben den Vorteil, dass sich die beide Gegenstücke besser ergänzen und in Fahrstellung eine stabilere Einheit bilden. Durch den Wegfall der Schweißnaht zwischen Längsträger und Stirnwand fällt die bisherige Stufe am Grund­rahmen weg, sodass die Mulde jetzt noch sanfter und gleichmäßiger in das Chassis gleiten kann. Für die Langlebigkeit dieses Vorgangs lässt sich bei Bedarf die geschraubte Brückeneinführung mit wenigen Handgriffen seitlich einstellen. Zusätzliche Distanzbleche sind dafür laut Meiller nicht nötig.


Einfache Aufrüstung

Eine weitere, wesentliche Neuerung ergibt sich beim Bedienstand des Kippsattels. Aufgrund des geänderten Rahmenvorbaus lässt sich das Arbeitspodest nun sogar einfacher an der Gegenplatte des Grundrahmens anbauen. Das ist wichtig, sobald der Kunde sich nachträglich für eine Aufrüstung mit einem Bedienstand entscheidet. Dazu wird das Stehpodest innerhalb des Rahmens montiert. Die Anschlusskonsole für die Versorgungsleitungen wandert dann mit nach vorn und befindet sich unterhalb der Kontrollplattform, um laut Meiller weiterhin eine optimale Zugänglichkeit zu den Anschlüssen zu gewährleisten. Um dem abrasiven Verschleiß am Heck entgegenzuwirken, kann der Ladeboden im hinteren Drittel des Aufliegers optional verstärkt ausgeführt werden. Die Materialstärke lässt sich dort bedarfsgerecht auf bis zu 6 mm erhöhen. Einen Nutzlastverlust muss der Anwender laut Hersteller dabei nicht in Kauf nehmen: In der Basisausführung bringt der Ganzstahlkipper kaum mehr als 5,6 t auf die Waage.

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