Aktuelles Arbeitssicherheit / Baustelleneinrichtung

Bredenoord GmbH Sichere Energie für die Sanierung der Sösetalvorsperre

Die Sösetalvorsperre zählt zu den ältesten Trinkwassergewinnungsanlagen Norddeutschlands. Zudem übernimmt sie eine wichtige Hochwasserschutzfunktion und gewährleistet die ganzjährige Niedrigwasseraufhöhung. Im Zuge der Generalsanierung der Sösetalvorsperre war eine leistungsfähige Wasserhaltung erforderlich. Neben der Pumpentechnik spielte vor allem eine ausfallsichere, netzunabhängige Energieversorgung eine zentrale Rolle.

Pressemitteilung | Lesedauer: min | Bildquelle: Bredenoord

Im Rahmen der Arbeiten setzte die Harzwasserwerke GmbH auf eine leistungsfähige Wasserhaltung, um den Bauablauf unter Staubetrieb dauerhaft abzusichern. Die technische Umsetzung der Wasserhaltung erfolgte durch Xylem. Bredenoord stellte im Auftrag von Xylem die netzunabhängige, mobile Energieversorgung für die Pumpen- und Steuerungstechnik bereit.

Seit 2022 führt die Harzwasserwerke ­GmbH eine Generalüberholung der Sösetalvorsperre durch. Da die Baustelle unter Staubetrieb abgewickelt wird, musste jederzeit mit erhöhten Zuflüssen gerechnet werden. Um Überflutungen zu vermeiden und die erforderliche Baufreiheit sicherzustellen, wurde eine Wasserhaltung mit mindestens 2 m³/s Förderleistung zwischen Vorsperre und Hauptsperre installiert. Bei Starkregen oder steigendem Zufluss pumpt die Anlage das Wasser über provisorische Rohrleitungen in die Hauptsperre. Die Steuerung erfolgt über Wasserstandssensorik und Schwimmerschalter.

Mobile Energielösung ohne Netzanschluss

Da im Baustellenbereich kein Netzanschluss verfügbar war, musste die Energieversorgung der kompletten Wasserhaltungsanlage autark ausgelegt werden. Bredenoord stellte im Auftrag von Xylem eine Back-up-Lösung bereit, die sowohl die Leistungsanforderungen der Pumpentechnik als auch die kontinuierliche Versorgung der Steuerungs- und Überwachungseinheiten abdeckte. »Bei einem Projekt im Trinkwasserschutzgebiet hat Versorgungssicherheit oberste Priorität. Die mobile Energielösung von Bredenoord war exakt auf unsere Anforderungen abgestimmt und ließ sich zuverlässig in die Steuerung der Wasserhaltung integrieren. So konnten wir jederzeit flexibel auf veränderte Wasserstände reagieren«, erklärt Julian Borkowski, Rental Manager Germany & Austria Xylem.


Leistungsversorgung der Pumpentechnik

Kern der Anlage bildeten zwei Stromaggregate mit jeweils 500 kVA Leistung in Kombination mit einem Automatenset, wovon eines als Betriebs­aggregat definiert wurde. Dieses war nicht im Dauerbetrieb, sondern wurde last- und ereignisabhängig über die Wasserstandsteuerung zugeschaltet. Sobald die Sensorik bzw. die Schwimmerschalter einen definierten Wasserstand erreichten, erfolgte ein automatischer Einschaltbefehl. Dadurch wurde die erforderliche Förderleistung bedarfsgerecht aktiviert, ohne einen permanenten Hochleistungsbetrieb vorzuhalten. Das zweite 500-kVA-Aggregat agierte als Notfallmaschine. Diese Back-up-Auslegung stellte sicher, dass die Wasserhaltung auch bei technischen Störungen oder ungeplanten Ereignissen betriebsfähig blieb. Gerade im sensiblen Umfeld eines Trinkwasserschutzgebiets war diese Ausfallsicherheit ein zentraler Bestandteil der Energiearchitektur.

Dauerhafte Versorgung von Steuerung und Sensorik

Für die permanente Energieversorgung der Steuerungstechnik, der Schwimmerschalterüberwachung sowie der Sensorik kamen zunächst ein 35-kVA-Silent-Stromaggregat und anschließend ein 15-kVA-Stage-V-Stromaggregat zum Einsatz. Diese Aggregate stellten die permanente Energieverfügbarkeit der Regel- und Überwachungseinheiten sicher und ermöglichten eine stabile, nachhaltige Schaltersteuerung vor Ort. Durch die strukturierte Lastaufteilung zwischen der Grundversorgung über das kleinere Aggregat und der bedarfsgesteuerten Zuschaltung der leistungsstärkeren Einheiten konnte die gesamte Anlage effizient betrieben werden, während gleichzeitig eine hohe Betriebssicherheit gewährleistet blieb.

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