BG Bau – Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft Leichter Rückgang bei den Arbeitsunfällen

Die Arbeitsunfälle in der Bauwirtschaft sind im vergangenen Jahr um 0,4 % auf 103 525 gegenüber 2020 zurückgegangen, wie die Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft (BG Bau) mitteilt. Auch die Anzahl der tödlichen Arbeitsunfälle sank, demgegenüber gab es jedoch im Vorjahresvergleich rund 1 000 Wegeunfälle mehr. Lärmschwerhörigkeit war 2021 die häufigste gemeldete Berufskrankheit.

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Die Zahl der meldepflichtigen Wegeunfälle legte von 7 723 (2020) um rund 14 % auf 8 808 (2021) zu. Im Jahr 2021 haben auf deutschen Baustellen insgesamt 85 Beschäftigte infolge eines Arbeitsunfalls ihr Leben verloren – zwölf weniger als im Vorjahr. Auch die Zahl der tödlichen Wegeunfälle (2021: 12) fiel unter das Vorjahres-Niveau (2020: 19).

Bei den Anzeigen auf Verdacht einer Berufskrankheit ist demgegenüber ein Anstieg zu verzeichnen: Von 15 821 Verdachtsanzeigen im Jahr 2020 stieg die Zahl auf 16 492 im Jahr 2021. Die am häufigsten gemeldeten Verdachtsfälle sind Lärmschwerhörigkeit (2 882) vor Hautkrebs durch Sonneneinstrahlung (2 592) und Lendenwirbelsäulenerkrankungen (1.352).


Wenige Covid-19-Fälle

Von den insgesamt über 182 000 Verdachtsanzeigen auf eine Berufskrankheit durch eine Infektion mit dem SARS-CoV-2-Virus in Deutschland entfielen im Vorjahr 529 (ca. 0,3 %) auf die Mitgliedsunternehmen der BG Bau. Von den bundesweit 38 255 gemeldeten Arbeitsunfällen zu Covid-19 waren 908 (2 %) den Mitgliedsunternehmen der BG Bau zuzuordnen. Dabei gehören sowohl die Bauwirtschaft als auch die baunahen Dienstleistungen zu den Bereichen, deren Beschäftigte trotz Lockdowns vor Ort arbeiteten. Von den bei der BG Bau gemeldeten Corona-Verdachtsfällen entfielen rund 83 % auf das Reinigungsgewerbe, das auch in Krankenhäusern, Arztpraxen und Pflegeeinrichtungen im Einsatz ist.    t