Atlas Weyhausen GmbH Für die Zukunft mit neuem Radlader gut gerüstet

Pressemitteilung | Lesedauer: min | Bildquelle: Atlas Weyhausen

Atlas Weyhausen hat auf der Bauma fünf Radlader aus seinem Weycor-Produktprogramm ausgestellt: Den neuen leistungsstarken kompakten Weycor AR 380, die drei bewährten AR 400, AR 480 und AR 580 sowie den XXL-Leistungsradlader AR 660 in Schnellläuferversion.

Beim neuen 3 500 kg schweren Weycor AR 380 sollen äußerlich ein neues Design der Motorhaube, eine ebenso neugestaltete Fahrerkabine, neue Kotflügel, ein neuer Aufstieg und die im Gegengewicht positionierten Heckleuchten auffallen. Gänzlich neu ist laut Hersteller die seitlich kippbare Fahrerkabine, die den Servicezugang erleichtert. Ausgestattet ist die neue Kabine zudem mit einer neuen, leistungsfähigeren Heizung, optional ist eine Klimaanlage erhältlich. Der neue Antriebsstrang wird mit der Kraft des neuen 37 kW starken Kubota-Dieselmotors angetrieben. Die standardmäßige hydraulische Leistung beträgt 40 l bei 280 bar. Eine High-Flow-Version mit 75 l und 210 bar ist optional möglich.

Bekanntes Trio aufgefrischt

Der in München auch zu sehende Weycor-Radlader AR 400 verfügt über einen Yanmar-Motor mit 45,6 kW (EU-Abgasstufe V), er hat ein Dienstgewicht von 4 850 kg und bietet eine hydraulische Leistung von 57,5 l bei 235 bar. Eine 14-polige Steckdose für gesonderte Strömungsausgänge und ein Multifunktionsschnellkupplungssystem für Anbauwerkzeuge sollen den AR 400 zu einem vielseitig einsetzbaren Radlader machen.


Der ebenso vorgestellte AR 480 wird mit Zusatzgewichten auf den Achsen auf 6 280 kg aufgerüstet sein, leistet 55,4 kW, erfüllt ebenso die EU-Abgasstufe 5 und liefert eine hydraulische Leistung von 61,5 l bei 265 bar. Eine optionale Stopp-Automatik schaltet den Motor nach fünf Minuten Leerlauf aus. Der Radlader ist mit dem neuen Elektroniksystem WFC (Weycor Family Concept) ausgestattet, das sowohl ein neues Display als auch ein Steuergerät auf dem neuesten Stand der Technik beinhalten soll. Die Displays sind eine Weyhausen-Entwicklung in hochauflösender Ausführung mit allen Infos, die der Fahrer benötigt. Die Display-Position sei, so der Hersteller, nach ausgiebigen Erprobungen optimal gewählt und biete ein blendfreies Bild unter allen Bedingungen. Die TFT-Displays sind in den Größen 5" und 7" verfügbar. Beim größeren Display-Modell kommen weitere Komfortbedienelemente hinzu.

Der Weycor-Radlader AR 580 erhält nun einen neuen Deutz-Motor mit 100 kW und hat ein Dienstgewicht von 9 700 kg. Er verfügt über eine leistungsfähigere Klimaanlage, eine verbesserte Luftführung mit einer Leistung von 1 200 m³/h und ein geringeres Geräuschverhalten in der Fahrerkabine. Ermüdungsfreies Arbeiten soll durch die teleskopierbare und kippbare Lenksäule gewährleistet werden.

Schnellläuferversion

Aufsehen erregen soll der Weycor AR 660 in der 50-km/h-Schnellläuferversion. Per Standard ausgerüstet mit einem Deutz-6-Zylindermotor des Typs TCD 6.1 mit 160 kW sowie großräumiger und leiser Fahrerkabine verfügt das Modell über eine Eco-Speed-Möglichkeit, bei der die Motordrehzahl um 350 minˉ¹ abgesenkt wird, ohne laut Hersteller an Leistung zu verlieren. Eine Kraftstoffersparnis von rund 20 % nennt das Unternehmen als beachtliches Ergebnis. Arbeiten kann das Gerät per Tastendruck in den Modi »Schaufel«, »Palette« und »Eco«. Im »Eco«-Modus sind alle Arbeiten möglich, eine verbesserte Fahrantriebs-Software soll zusätzlich zum Komfort beitragen. Das werkseitige Reifenangebot wurde u. a. für die Bereiche Recycling und Erdbau erweitert. Als »besonderes Schmankerl« beschreibt der Hersteller die optionale Lkw-Anhängerkupplung für den Einsatz von luftdruckgebremsten Anhängern bis zu 18 t.    t

Weycor-Radlader mit neuen Hydraulikschläuchen

Atlas Weyhausen will ab dem kommenden Jahr alle neuen Radlader mit hochabriebfesten Hydraulikschläuchen ausrüsten. In Zusammenarbeit mit Interhydraulik aus Selm wird der Schlauchtyp »Exovation TP-Z« mit einer oder zwei Stahldrahteinlagen eingesetzt.

Bei dieser Ausführung wird auf die Decke der Hydraulikschläuche zusätzlich ein 0,4 mm starkes UHMW-PE (Ultrahochmolekulares Polyethylen) vulkanisiert. Die Wasserstoff-Kohlenstoff-Ketten ähneln dem PTFE und sollen das Anwendungsprofil signifikant positiv verändern.

Der Hersteller nennt niedrigere Reibungskoeffizienten, die zu Abriebwerten von < 0,01 g (nach EN ISO 6945) führen, sowie eine höhere Ozonbeständigkeit von 3 500 h nach EN 27326, die die Entstehung von Rissen in der Außendecke reduzieren soll, als Pluspunkte.

Die dicht im Paket verlegten Schlauchleitungen sollen durch Reibung nicht geschädigt werden können, je nach Verlegung könne zudem auf einen zusätzlichen Schlauchschutz verzichtet werden. Laut Anbieter hafte Schmutz schlecht an der Oberfläche und UHMW-PE zeige sich ebenso beständig gegen die meisten Lösungsmittel, Säuren und Laugen.