Aktuelles Verkehrswegebau / Tiefbau

Zeppelin: Bodenstabilisierer-Hinterräder per Joystick lenken

Der neue Cat-Bodenstabilisierer RM400 lobt – neben neuen Funktionen und Verbesserungen – gegenüber dem Vorgänger RM300 eine Leistungssteigerung von 19 %, eine verbesserte Arbeitsumgebung und eine bessere Manövrierbarkeit aus. Die Maschine arbeitet mit einer Schnittbreite von 2,4 m und wiegt 23,5 t.

Hauptsächliche Einsatzgebiete der Cat-Bodenstabilisierer sind der Straßen- und der Deponiebau. Dabei werden nicht tragfähige Böden mit stabilisierenden Zusätzen vermischt oder Kornabstufungen wie auch der Wassergehalt von Untergründen verändert. Dazu verfügen diese Geräte über einen Rotor, der in einer Mischkammer den Boden abfräst, zerkleinert und vermischt. Allradantrieb und Allradlenkung unterstützen Traktion und Wendigkeit im Gelände. Für Straßen-Recycling-Einsätze sind die Cat-Bodenstabilisierer auch mit Recycling- oder Universalrotor lieferbar.

Höhere Mobilität

Der Cat-Motor C9.3 leistet 311 kW (417 PS) und erfüllt mit Partikelfilter und Harnstoffeinspritzung die EU-Emissionsstufe V. Der serienmäßige Allradantrieb mit vier unabhängigen Fahrpumpen stellt an jedem Antriebsrad maximales Drehmoment zur Verfügung. Mit einer Betriebslänge von 9,56 m ist der RM400 gegenüber seinem Vorgänger 44 cm kürzer, was besonders die Wendigkeit in Gewerbegebieten, auf Parkplätzen und in Wohngebieten verbessern soll. Zudem gewinnt der Fahrer an Übersicht.


Die seitlich bewegliche Kabine verbessert auf beiden Seiten die Sicht auf die Reifenkanten und die Fräsbahnen. Die serienmäßigen Front- und Heckkameras und das zugehörige Display in der Fahrerkabine unterstützen eine gute Übersicht. Optional sind seitlich montierte Kameras erhältlich, bei Bedarf können ebenso weitere Kameras vor und hinter dem Fräskasten montiert werden. Die vordere Kamera unterstützt den Fahrer beim Fräsen an Hindernissen wie Schächten und Bordsteinen, die hintere Kamera zeigt das ausgeworfene Material. Für diese Kameras wird ein zusätzliches Touchscreen-Display in der Fahrerkabine benötigt.

Die Hinterräder werden in ausgewählten Modi für eine noch exaktere Steuerung per Joystick kontrolliert. Ein LCD in Tabletgröße zeigt Daten zu den Maschinenfunktionen an, beispielsweise zur vorderen und hinteren Klappe des Fräskastens.

Drei Rotordrehzahlen tragen dazu bei, die gewünschte Kornabstufung zu erreichen. Ein elektronisches Steuergerät sorgt dafür, dass Rotortiefe und ebenso Maschinengeschwindigkeit eingehalten werden. Für den RM400 ist eine Wasserberieselungsanlage in Verbindung mit einem Emulsionssystem für die Additiveinspeisung verfügbar.

Vereinfachte Wartung

Täglich benötigte Wartungsstellen sind gruppiert zugänglich. Die Motorhaube lässt sich über einen Kippschalter nach vorn kippen und bietet den Zugang zu Kühlsystem und Motor. Das Kühlsystem ist mit einem Gebläse mit variabler Drehzahl ausgestattet, das so programmiert werden kann, dass während des Betriebs die Gebläserichtung regelmäßig umgekehrt wird, um Staubablagerungen herauszublasen.    t

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