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Wirtgen GmbH Gipsgewinnung: Schneiden statt sprengen

In der Chorado- Mine von Grajaú im Nordosten Brasiliens ersetzt ein Wirtgen Surface-Miner durch den Abbau im schneidenden Verfahren herkömmliche Abbaumethoden wie Bohren und Sprengen und sorgt für einen emissionsarmen, wirtschaftlichen Betrieb. Durch den Einsatz des neuen »220 SM« wurde ein Technologiewechsel vollzogen – mit Fokus auf Produktivität, Nachhaltigkeit und Sicherheit.

Pressemitteilung | Lesedauer: min | Bildquelle: Wirtgen

Seit mehr als 100 Jahren wird in Brasilien mit der Technik Bohren und Sprengen abgebaut. Auch im Tagebau des Bergbauunternehmens Gesso Integral wurde dieses Verfahren viele Jahre angewendet. Für Marcos Vasconcelos Ferreira stellte das mit großen Sicherheitsvorkehrungen verbundene Abbauverfahren jedoch nicht länger eine zeitgemäße, zukunftsweisende Lösung dar: »Wir wollten eine hohe Produktivität mit einem starken Fokus auf Nachhaltigkeit erreichen«, sagt der Direktor des Unternehmens. Auf der Suche nach einer effizienteren Abbaumethode stieß er auf die Surface-Miner von Wirtgen, die das Gestein in einem Arbeitsgang schneiden, zerkleinern und bei Bedarf auch verladen. Rohstoffe werden selektiv sowie in reinster Qualität gewonnen und eine optimale Ausnutzung der Lagerstätte erreicht.

Keine Sprengung nötig

Das Potenzial der Maschine und die Vorteile der neuen Abbaumethode: kein Sprengen, geringerer Emissionsausstoß, erhöhte Sicherheit im Tagebau und eine hohe Wirtschaftlichkeit. Mit dem ersten Surface-Miner startete der Technologiewechsel und die Produktivität im Tagebau konnte verdoppelt werden. Mit dem Erwerb eines weiteren Sur­face-Miners des Typs »220 SM« ließ sich die Produktivität beim Abbau um weitere 84 Prozent steigern.

Persönliche Erfolgsgeschichte

Die Erfolgsgeschichte hat auch eine ganz persönliche Komponente. Für die Bedienung des Sur­face-Miners suchte das Unternehmen ganz bewusst jemanden ohne Erfahrung im Umgang mit großen Maschinen. Marlete Ribeiro Souza Guajajára wurde zur Maschinenführerin ausgebildet. »Mein Chef hat mir gesagt, dass er eine unerfahrene Person braucht, die er aufbauen kann. Und ich war diese Person, denn zu diesem Zeitpunkt konnte ich weder Fahrrad, Auto noch Motorrad fahren.« Das Vertrauen in die Fähigkeiten seiner Mitarbeiterin hat sich ausgezahlt. Inzwischen arbeitet die Maschinenführerin routiniert mit dem Surface-Miner und weiß die Vorteile der Maschine gezielt zu nutzen. »Es ist eine sehr komfortable Maschine, die unsere tägliche Arbeit sehr erleichtert.«

»220 SM«: effizienter Einsatz

Der Abbau im schneidenden Verfahren ermöglicht die selektive Gewinnung von Rohstoffen in hoher Reinheit. Außerdem werden Lärm- und Staubemissionen reduziert sowie die Sicherheit in der Mine erhöht. Auch Lagerstätten in unmittelbarer Nähe zu Infrastruktur oder Wohngebieten können dank des vibrationsarmen Abbaus erschlossen und laut Hersteller optimal genutzt werden. Mit einer Schnitttiefe von durchschnittlich 23 cm und einer Schneidbreite von 2,2 m erreicht das Unternehmen mit dem Surface-Miner eine jährliche Produktion von 1,25 Mio. t Gips. Die Stückgrößen des geschnittenen Materials sind für viele Verwendungszwecke schon so optimal, dass die klassische Vorbrechstufe entfallen kann. Die Chorado-Mine in Grajaú zeigt, wie eine Steigerung der Effizienz und der Nachhaltigkeit beim Abbau von Gestein mit einer erhöhten Sicherheit im Tagebau einhergehen kann.d

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