Im Blickpunkt

»Wir bieten ein Gesamtpaket, das in seiner Art sicherlich einzigartig ist«

Als führender Arbeitsbühnen-Vermieter in Deutschland nimmt das 1973 in Stuttgart gegründete und heute zur belgischen TVH Gruppe gehörende Unternehmen für sich in Anspruch, »für nahezu jedes Höhenzugangsproblem die entsprechenden Lösungen anbieten zu können«, wie es Armin Rappen formuliert, der in diesem Zusammenhang auf »die enorme Vielfalt an Arbeitsbühnen bei mateco« verweist. »Dass wir so breit aufgestellt sind und alle Arbeitsbühnen-Kategorien abdecken, das ist eine strategische Position von uns«, so Armin Rappen. Dadurch setze sich mateco im Wettbewerb dieses doch »sehr fragmentierten Marktes der Arbeitsbühnen-Vermieter« entscheidend ab.

So erwirtschaftete mateco in den Märkten Deutschland, Polen und Luxemburg zuletzt einen Umsatz von insgesamt rund 100 Mio. Euro, wobei die Wachstumsquote in den vergangenen Jahren im Durchschnitt zwischen 5 % und 10 % betrug. »mateco hatte in den Jahren nach der großen Krise ein stärkeres Wachstum als im Markt vorhanden war«, sagt Armin Rappen. Dadurch habe man die Marktanteile signifikant erhöhen können.

»Profitables Wachstum«

Dieses auch in Zukunft zu realisieren, ist das erklärte Ziel von mateco. »Aufgrund des allgemein stabilen wirtschaftlichen Umfelds erwarten wir auch in den kommenden Jahren ein weiteres Wachstum in dieser Größenordnung«, sagt Armin Rappen, der dabei allerdings Wert auf die Bezeichnung »gesundes Wachstum« legt. »Für uns zählt nicht allein die Steigerung des Umsatzes, sondern wir streben vor allem ein profitables Wachstum an.« Aus diesem Grund habe man entschieden, nach und nach alle die Standorte zu übernehmen, die bislang noch nicht im Besitz von mateco sind.

»Wir wollen uns langfristig neu aufstellen«, sagt Armin Rappen, »und deshalb wollen wir nicht mehr Mieter der Niederlassungen sein, sondern der Eigentümer der Objekte.« Derzeit ist mateco mit insgesamt 38 Niederlassungen präsent, davon allein 32 in Deutschland. Dieses Netz wird in den nächsten Jahren weiter ausgebaut, kündigte Rappen an. Dabei seien neben der klassischen Neugründung auch Übernahmen lokaler Vermieter möglich.

Mit 38 Standorten in Europa sowie mehr als 80 Partnern weltweit innerhalb der TVH Gruppe hat mateco rund 7 000 Arbeitsbühnen in etwa 700 verschiedenen Ausführungen in seiner Mietflotte, die vornehmlich in zwei Sparten unterteilt ist: in Straßengeräte und in Industriegeräte. Bei den Straßengeräten handelt es sich in erster Linie um Lkw-Arbeitsbühnen, deren Arbeitshöhen von 14,6 m bis 90 m reichen, sowie um Anhänger-Arbeitsbühnen (10,5 m bis 30 m) und Spezial-Arbeitsbühnen (11,9 m bis 42,2 m).

Renommierte Hersteller als Partner

Dabei kauft mateco in der Regel den Lkw (3,5 t bis 48 t), der Aufbau erfolgt dann nach mateco-Vorgaben beim Arbeitsbühnenhersteller. »Bei den Fahrgestellen arbeiten wie genauso mit etablierten Herstellern zusammen wie bei den Arbeitsbühnen, bei denen in erster Linie Palfinger und Ruthmann unsere bevorzugten Partner sind«, sagt Armin Rappen. Die entscheidenden Kriterien sind dabei vor allem das Gewicht, die Stabilität und die Abmessungen. Derzeit hat mateco rund 700 Lkw-Arbeitsbühnen in seiner Mietflotte.


Wesentlich höher ist die Anzahl im Bereich der Industriegeräte, zu denen vornehmlich Scheren-, Teleskop-, Teleskop-Gelenk sowie Teleskop-Mast-Arbeitsbühnen gehören, die Arbeitshöhen von 4,9 m bis 57 m abdecken, aber auch Teleskop-Stapler mit Hubhöhen von 5,8 m bis 26 m. Und wieder sind es namhafte Hersteller, mit denen mateco zusammen arbeitet – wie beispielsweise Haulotte, JLG, Genie oder auch Manitou. »Bei diesen Standardgeräten sind Höhe und Abmessungen sowie die Antriebstechnik die entscheidenden Kriterien für uns«, sagt Armin Rappen. Dabei sei seit einigen Jahren ein deutlicher Trend erkennbar: »Immer öfter wird von den Kunden ein elektrischer Antrieb nachgefragt oder ein Antrieb, der die Option bietet, zwischen Diesel- und Elektromotor wählen zu können.« Vor allem für Arbeiten innerhalb eines Gebäudes werde immer öfter der elektrische Antrieb bevorzugt.

In vielen Bereichen einsetzbar

Mit seiner Höhenzugangstechnik ist mateco in den unterschiedlichsten Bereichen präsent – vom Bausektor über Facility Management, Mobilfunk, Garten- und Landschaftsbau, Medien bis hin zu großen Events in Stadien oder Hallen. Dabei erwirtschaftet mateco im Bauhaupt- und Baunebengewerbe zwischen 40 % und 50 % seines Gesamtumsatzes. »Der Bereich Bau ist strategisch enorm wichtig für uns«, sagt Armin Rappen, »und dabei vor allem der industrielle Hochbau«. Allerdings betont er auch, dass Diversifikation für ihn einen hohen Stellenwert hat: »Wir wollen von keiner Branche abhängig sein, auch nicht von der Baubranche.«

Ein anderer wichtiger Grund für das Wachstum von mateco sind die kontinuierlichen Investitionen in die Maschinenflotte. »Normalerweise liegt das Durchschnittsalter einer Mietflotte in unserer Branche bei rund sechseinhalb Jahren«, sagt Armin Rappen. »Uns ist es gelungen, das durchschnittliche Maschinenalter auf etwa fünf Jahre zu senken, was ein außergewöhnlich guter Wert ist. Allein im vergangenen Jahr haben wir zwischen 40 und 50 Mio. Euro investiert, und auch im kommenden Jahr sind weitere Investitionen geplant.«

Hohe Auszeichnung

Nicht zuletzt dafür ist mateco im März bei der internationalen Preisverleihung »iapa Award« in Washington (USA) als »access rental company of the year« ausgezeichnet worden. »Diese hohe Auszeichnung ist für uns Ansporn und Bestätigung zugleich«, sagt Armin Rappen, der weitere Investitionen in die Maschinenflotte auch für das nächste Jahr ankündigte. »Das Gros unserer Kunden zieht jüngere Maschinen vor, und zudem haben wir dadurch geringere Kosten im Bereich Reparatur und Service.«

Der Service beinhaltet für Armin Rappen vor allem das Thema Sicherheit. »Nach jeder Ver­mietung wird jede Arbeitsbühne genau durchgecheckt und muss vom Mitarbeiter explizit für die erneute Vermietung freigegeben werden«, so Rappen. »Durch unsere internen Abläufe und Prozesse stellen wir sicher, das alle Maschinen den höchst möglichen Sicherheitsstandard bieten.« Aus diesem Grund beschäftige mateco mehr als 100 Mitarbeiter allein im Service.

Zertifizierung und Schulungen

Darüber hinaus leiste mateco mit der SCC-Zertifizierung sowie der Schulung »PlattformCard« einen weiteren wichtigen Beitrag zur Arbeitssicherheit. Diese Schulung mit jährlich mehr als 3 500 Teilnehmern ist sowohl national als auch international zertifiziert. Derzeit sind Schulungen dieser Art jedoch nicht verpflichtend. Weshalb Armin Rappen es »begrüßen« würde, schriebe der Gesetzgeber für das Bedienen einer Arbeitsbühne eine Schulungspflicht vor oder es würde ein Art Führerschein verlangt, analog beispielsweise zum Gabelstaplerschein.

»Sicherheit hat bei uns die absolut höchste Priorität«, betont Armin Rappen, weshalb es durchaus vorkommen könne, dass »wir aus Fürsorgepflicht einen Auftrag ablehnen«. Grundsätzlich würden deshalb Lkw-Arbeitsbühnen mit einer Hubhöhe von etwa 35 m an nur mit einem erfahrenen Bediener vermietet. »Wir hätten wirklich Bauchschmerzen, würden wir eine 70-m-Bühne einfach so vermieten, was gesetzlich allerdings möglich wäre.« Alle Maßnahmen – von der Zertifizierung über die Schulungen, den internen Strukturen und Prozessen bis hin zur Sensibilisierung aller Mitarbeiter – hätten deshalb das Ziel, das Risiko so gut und so weit wie möglich zu minimieren. »Ich möchte nämlich ruhig schlafen können«, sagt Armin Rappen. »Und ich möchte auch, dass meine Mitarbeiter gut schlafen können.«

Das Unternehmen

mateco hat als führender Arbeits­bühnenvermieter in Deutschland und weiteren Standorten in Luxemburg und Polen insgesamt 7 000 Arbeitsbühnen in 700 unterschiedlichen Ausführungen in seiner Mietflotte und erwirtschaftete damit im vergangenen Jahr einen Umsatz von rund 100 Mio. Euro. Das 1973 in Stuttgart gegründete Unternehmen, das seit 2009 von Armin Rappen als Geschäftsführer geleitet wird, gehört seit Ende 2012 zur inter­national agierenden belgischen TVH-Gruppe und beschäftigt rund 700 Mit­arbeiter an insgesamt 38 Standorten, davon allein 600 in Deutschland. matecos Mietflotte ist in die Sparten Industriegeräte und Straßengeräte unterteilt und in den unterschiedlichsten Bereichen präsent: vom Bausektor über das Facility Management, den Mobilfunk, den GaLaBau, die Medien und bis hin zu großen Events in Stadien oder Hallen.

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