bauma Aktuelles Messerückblick

Wacker Neuson Group: Ein Riesenrad und »elektrisierende« Baumaschinen

Für die Besucher der Bauma war der Stand der Wacker Neuson Group einfach nicht zu übersehen: Das rund 35 m hohe Riesenrad bot einen besonderen Blick auf das Außengelände und war damit ein gutbesuchtes Highlight auf der Münchener Weltleitmesse. Mindestens genauso viel Aufmerksamkeit schenkte das Fachpublikum aber den zwei Weltpremieren aus der zero-emission-Serie sowie dem großen Aufgebot an bewährten Baumaschinen der Marken Wacker Neuson und Kramer.

Von Dan Windhorst

Zentrale Schwerpunkte der 32. Bauma-Ausgabe waren neben der Digitalisierung die Elektromobilität sowie die Entwicklung alternativer Antriebe. Aus Sicht von Martin Lehner, CEO der Wacker Neuson Group, hat dieser Messetrend das Unternehmen darin bestärkt, diesen Weg weiter fortzusetzen.

»Mit der Technologiestudie des vollelektrischen Minibaggers EZ26e in der Klasse von 2 t bis 3 t und dem ersten batteriebetriebenen Hochfrequenz-Innenrüttler zur Betonverdichtung konnten wir zeigen, wie wir unsere zero-emission-Reihe künftig noch weiter ausbauen werden.« Tatsächlich war der Stand des Baumaschinenherstellers gepflastert mit dem Sortiment an zero-emission-Entwicklungen: Die Ausstellungsexponate reichten von akkubetriebenen Stampfern und Innenrüttlern über elektrisch betriebene Radlader, Dumper und Minibagger.

Neu dazugekommen sind der Akkustampfer AS60e und die Akkuplatte AP2560e, die ebenfalls mit dem hauseigenen Akku ausgestattet sind. Weitere Neuheiten waren der vollelektrische Minibagger EZ17e sowie der Elektro-Raddumper DW15e.


Neuer Teleskoplader für mehr Vielseitigkeit

Bei Kramer hingegen konnten die Messebesucher den neuen Teleskopradlader 8145T in der Leistungsklasse von 9 t bis 11 t begutachten (das bauMAGAZIN berichtete in Heft 4/19, Seite 233). Die teleskopierbare Ladeanlage soll nach Aussage des Herstellers den Radlader um eine gesteigerte Überlade-, Stapel- und Ausschütthöhe sowie Reichweite ergänzen. Erklärtes Ziel von Kramer ist es, damit die »maximale Vielseitigkeit« anzubieten. Neben Einsatzmöglichkeiten in Industrie und Recycling könne der neue Teleskopradlader für den Materialtransport auf Großbaustellen sowie beim Be- und Entladen von schweren Transportketten und Verkehrsträgern eingesetzt werden.

Kramer gab auf der Messe auch bekannt, dass Christian Stryffeler im Juli die Geschäftsführung von Karl Friedrich Hauri übernehmen wird. Stryffeler ist seit Januar Teil der Kramer-Geschäftsführung und seit 2004 in der Baumaschinenbranche tätig. Karl Friedrich Hauri verabschiedet sich nach nahezu 20 Jahren bei Kramer in den Ruhestand.

Digitalisierung kompakt zusammengefasst

Im Bereich der Digitalisierung hat die Wacker Neuson Group ebenfalls für Aufsehen gesorgt. Die digitalen Angebote wurden unter dem Begriff Smart Customer Solutions vorgestellt, was unter anderem auch die enge Zusammenarbeit mit den Anwendern unterstreichen soll. Die Digitallösung EquipCare ist entwickelt worden, um für Transparenz im Fuhrpark-Management zu sorgen – damit ausgestattete Maschinen melden sich bei Wartungsbedarf, Betriebsstörung oder unerwartetem Standortwechsel in Echtzeit. Der Nutzer kann dann auf seinem Endgerät darauf zugreifen und gleichzeitig alles über die Betriebsstunden, Standzeiten und Serviceintervalle erfahren. Die Bauma-Besucher durften außerdem in einem realitätsnahen Fahrsimulator von Kramer erleben, wie Produkte noch vor dem Bau eines ersten Prototypen virtuell getestet werden. Eine weitere smarte Lösung ist das Konzept der Wacker-Neuson-OnSite-Box, die die kurzfristige Verfügbarkeit von Maschinen auf der Baustelle steigern soll. Am Messestand zeigte zudem ein 3D-Drucker, wie Ersatzteile oder Teile für Prototypen in kurzer Zeit bereitgestellt werden können.

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