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TTControl GmbH Steuergeräte für Bau- und Off-Highway-Einsatz

Pressemitteilung | Lesedauer: min | Bildquelle: TTControl

Das Wiener Unternehmen TTControl nutzte die Bauma zu der Vorstellung seiner Steuergerätefamilie TTC 2030 als neues Element der ECU-Serie TTC 2000. Die damit wachsende TTC 2000-Serie besteht aus kompatiblen ECU-Familien mit unterschiedlichen Leistungsmerkmalen, die alle dieselben modularen Bausteine beinhalten. Dadurch soll für jede mobile Maschinenanwendung stets der richtige Umfang an Schnittstellen und Rechenleistung zur Verfügung stehen, während sich Markteinführungszeit und Wartung für Fahrzeughersteller erheblich reduzieren sollen.

Mit den beiden jetzt verfügbaren Mitgliedern der TTC 2000 ECU-Serie, der neuen kompakten TTC 2030-Familie und der TTC 2300-Familie, sollen Maschinenhersteller ihre Maschinen von Anfang an zukunftssicher entwickeln können. Betreiber von Baumaschinen sollen sich damit auch unter rauen Betriebsbedingungen auf Baustellen rund um den Erdball vollkommen auf die Funktionalität der Steuergeräte verlassen können. Dies liegt laut Hersteller u. a. an ihrer Robustheit, einer hohen Schutzklasse gegen Eindringen von Staub und Flüssigkeit sowie einer als uneingeschränkt beschriebenen Leistungsfähigkeit bei Extremtemperaturen (volle Ausgangsstromstärke bei – 40 °C bis + 85 °C).

Künftige Automatisierungs- und Bedienerassistenzsysteme sollen durch einen großen internen Arbeitsspeicher und die Möglichkeit, Daten intelligenter Sensoren über verschiedene Kommunikationsschnittstellen wie CAN, Ethernet und SENT (Single Edge Nibble Transmission) zu übertragen, unterstützt werden. So kann der Bediener eines Baggers beispielsweise den Arbeitsbereich der Baggerschaufel vorab begrenzen und am Mobilkran lassen sich die maximale Reichweite und das zulässige Lastmoment entsprechend dem Arbeitsauftrag definieren.


»Die Baumaschinenbranche steigert den Automatisierungsgrad und damit auch die Arbeitseffizienz für ihre Kunden erheblich«, erklärt Arno Purkrabek, Team-Leiter Product Management von TTControl. Nur mit der richtigen Leistung und einer breiten Vielfalt an Schnittstellen, einschließlich Ethernet für Datenverbindungen mit hoher Bandbreite, könne diese Transformation Erfolg haben. »Dabei unterstützt die TTC 2000-Serie Maschinenhersteller mit unterschiedlichen, bereits zertifizierten Steuerungsgerätegrößen. Das Resultat sind kürzere Entwicklungszeiten der Maschinen.«

Kontinuierliche Erweiterung der Serie TTC 2000

Die ECU-Familien TTC 2030 und TTC 2300 erfüllen laut TTControl Sicherheitsnormen der Bau-, Agrar- und Automobilindustrie, um zu einer Reduzierung der Zertifizierungskosten für Hersteller mobiler Arbeitsmaschinen beizutragen. Es können sowohl sicherheitskritische als auch nicht sicherheitskritische Programmierungen auf einer CPU laufen, ohne, wie der Anbieter betont, die Gesamtsicherheit zu beeinträchtigen. Mit dem Echtzeitbetriebssystem PXROS lasse sich zudem die Leistungsfähigkeit der Multicore-CPU-Architektur voll ausnutzen und durch Freedom of Interference ein hohes Maß an Sicherheit erzielen.

Beide ECU-Familien sind mit dem Hochleistungsprozessor Aurix TriCore der zweiten Generation von Infineon ausgestattet, um die richtige Rechenleistung auch für künftige mobile Maschinen sicherzustellen.

Die Steuergerätefamilie mittlerer Größe, TTC 2300, verfügt über den Aurix mit bis zu sechs CPU-Kernen und mit zwei Hochgeschwindigkeitsdatenanschlüssen (HSD) zur Standard-Ethernet- sowie BroadR-Reach-Ethernet-Kommunikation. Die TTC 2300 ist mit anwendungsspezifisch konfigurierbaren Status-LED ausgestattet, unterstützt einen Not-Aus-Taster und verfügt über einen H-Brücken-Modus zum Ansteuern von Elektromotoren.

Zur TTC 2030-Familie gehören die ECU-Kompaktvariante TTC 2038 mit einer Aurix Dual-Kern-CPU sowie das I/O-Modul TTC 2038XS. Beide verfügen über die hohe Modularität und das Synergiepotenzial der Serie TTC 2000.    t