SENNEBOGEN: Pick and Carry-Profis: Die Sennebogen 735 M-HD

Im Sägewerk Obdach setzt die Firma Pabst Holz als Pick and Carry Umschlagmaschinen auf drei Sennebogen 735 der E-Serie, die auf sehr beengtem Raum zum Einsatz kommen. Die drei identisch konfigurierten 735er könnten vor allem durch die hohe Reichweite des Auslegers punkten: Für diese stelle auch eine Stapelhöhe von bis zu 10 m kein Problem dar.

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Das Sägewerk in Obdach ist Ursprung der Firmengeschichte der Johann Pabst Holzindustrie GmbH. An diesem Standort im Herzen der steirischen Holzstraße begann vor über 80 Jahren die Erfolgsgeschichte des familiengeführten Traditionsunternehmens. Heute verarbeitet Pabst Holz jährlich rund 350.000 fm Rundholz. Dabei handelt es sich fast ausschließlich um Fichtenrundholz aus dem steirischen Murtal, das im Umkreis von rund 120 km geerntet wird. Die Lieferung erfolgt zu 98% per LKW. Die drei Sennebogen 735E übernehmen die Logistik am Rundholzplatz. Dazu gehört das Entladen der bis zu 60 LKWs am Tag sowie das Beschicken der Säge. Die maximal 4-5m langen, sortierten Rundhölzer werden anschließend durch die drei Pick and Carry Spezialisten und mithilfe eines Holzgreifers mit integrierter Flyerkette zu Poltern in Höhe von bis zu 10 m geschichtet.

Holzindustrie in den schmalen Tälern der Steiermark

Das Stammwerk Obdach liegt im waldreichen Herzen der Steiermark: dem Murtal. Umringt von Fichtenwäldern und Bergen begann hier bereits 1940 die Firmengeschichte mit einer kleinen Säge. Ein guter Ausgangspunkt für die Entwicklung der Firma Pabst Holz, denn Österreich zählt zu den waldreichsten Ländern Europas und dort werden rund 26 Millionen m³ jährlich geerntet. Knapp 65 Jahre wuchs die Firma stetig, wie ein Baum, bis dann 2005 ein zweiter Standort in Zeltweg errichtet wurde. Heute erwirtschaftet das Unternehmen mit rund 280 Mitarbeitern einen Jahresumsatz von rund € 100 Millionen. In der von Reinhard und Johann Pabst geführten Zentrale in Zeltweg befinden sich die beiden Brettschichtholzwerke sowie die Pabst-Pellets und AlpenSpan Produktionen. Die Hobelwerke sowie das Sägewerk befinden sich bis heute am Standort Obdach.

Die große Herausforderung im Stammwerk seien vor allem die beengten Platzverhältnisse. Durch die Tallage sei eine Vergrößerung der Flächen nicht möglich und daher werde jeder Quadratmeter optimal genutzt. Vor Ort am Rundholzplatz findet man hohe Polter und enge Gassen. Das Sennebogen Dreigespann wurde individuell für die Bedürfnisse der Johann Pabst Holzindustrie GmbH abgestimmt. Alle drei Umschlagbagger haben eine starre Erhöhung der Sennebogen Maxcab um 1,5 m. Diese Erhöhung mache das Stapeln der Polter auf 8 m Höhe bei engen Gassen möglich. Zusätzlich bilde der Mobilunterwagen mit 70 t Spezialachsen in verstärkter Super Breitspur-Ausführung und mit verlängertem Radstand von 3,6 m sozusagen das starke Fundament der Pick and Carry Maschinen.


Der Sennebogen 735 E erspart langes Rangieren und macht die Abläufe effizienter

Im Dreischichtbetrieb sind immer mindestens zwei Holzfahrmaschinen im Einsatz. Dabei wechseln die Fahrer regelmäßig mit dem Bediener der Säge, um durch vielseitige Aufgaben die Konzentration zu stärken. Das Pabst-Team ist nach Angaben des Unternehmens umfassend ausgebildet und kann bei Bedarf an jeder Position eingesetzt werden. Das schließt auch Geschäftsführer Reinhard Pabst und Sohn Reinhard Christoph Pabst nicht aus. Die Erfahrung durch das Arbeiten im Betrieb macht sich der Geschäftsführer auch bei der Auswahl seiner Maschinen zum Vorteil. Pabst versteht nach eigener Aussage die Vorteile und Sicherheitsaspekte für sein Team nicht nur theoretisch, sondern auch praktisch. Die Wahl der Zusatz-Ausstattung der drei Sennebogen 735 E-Serie mit einem Lastenstabilisator zur Dämpfung der Last- und Ausrüstungsschwingungen im Fahrbetrieb sowie einem umfangsreichen Paket an zusätzlichen LED-Scheinwerfern für die Arbeit im Dunkeln habe man daher ganz bewusst getroffen. 

Bernhard Grantner ist für die Instandhaltung und Wartung der Maschinen am Standort Obdach zuständig und erklärt: „Wir haben nach und nach auf Sennebogen umgestellt. Aktuell fahren drei Holzfahrmaschinen des Modell 735 bei uns mit jeweils rund 2.000, 8.000 und 10.000 Betriebsstunden. Insgesamt rechnen wir mit einer Laufzeit von rund 30.000 Betriebsstunden je Maschine. In unseren engen Poltergassen können wir mit unseren Sennebogen ohne aufwendiges Rangieren schneller Arbeiten, das macht die Prozesse besonders effizient.“

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