Rekultivierungseinsatz in den RWE-Tagebauen Hambach und Garzweiler
Die Maschinen von Hoffmann sind in den größten Braunkohletagebauen Deutschlands, in Hambach und Garzweiler, im Auftrag von RWE Power im Einsatz. Im Rahmen des Termins wurden zwei der drei Tagebauen besucht, in denen Baumaschinen von Hoffmann eingesetzt werden. Nach dem Kohleausstieg 2030 wird RWE die Abbaugebiete über mehrere Jahrzehnte rekultivieren. Im Tagebau Hambach entsteht ab 2030 der Hambacher See, ab 2036 wird der Tagebau Garzweiler mit Rheinwasser gefüllt.
Einsatz von Baumaschinen in der Rekultivierung
Neben den riesigen Schaufelradbaggern kommen in den Tagebauen auch vergleichsweise kleinere Baumaschinen zum Einsatz, wie zum Beispiel der Hybridbagger HB365LC von Hoffmann Baumaschinen. Die Maschine arbeitet besonders kraftstoffsparend, bietet jedoch gleichzeitig durch seine Technik sehr schnelle und dynamische Arbeitsbewegungen. Mit einer Verbesserung der CO₂-Bilanz und der Kraftstoffeffizienz von bis zu 30 Prozent leistet das Hybridsystem einen wesentlichen Beitrag zur Nachhaltigkeit. Diese Vorteile waren ausschlaggebend für Hoffmann und unterstreichen das zukunftsorientierte Denken des Unternehmens. Der Hybridbagger wird unter anderem dazu genutzt, vor Beginn des Abbaus den Mutterboden gezielt mit Baggern und Raupen abzutragen, um die fruchtbare Oberbodenschicht zu schonen. Zusätzlich werden diese Maschinen eingesetzt, um Böschungen zu profilieren sowie ebene Arbeits- und Abbausohlen herzustellen, die für einen sicheren und effizienten Tagebaubetrieb erforderlich sind. Der abgetragene Boden wird meist in Mieten zwischengelagert und nach Abschluss der Kohlegewinnung wieder auf den rekultivierten Flächen verteilt. Durch den gezielten Einsatz dieser Maschinen bleibt die Bodenstruktur erhalten, sodass die Flächen anschließend land- oder forstwirtschaftlich genutzt oder als Grünflächen gestaltet werden können. Gerade bei diesen Rekultivierungsmaßnahmen spielen die Maschinen von Hoffmann eine zentrale Rolle und sichern eine nachhaltige Nutzung der ehemaligen Tagebauflächen. Das Schwesterunternehmen Hoffmann Erdbewegungen unterstützt mit Massentransporten im und außerhalb der Tagebaue und verbindet modernste Baumaschinentechnik mit Know-how in der Erdbewegung.
Partnerschaft mit Schlüter Baumaschinen und Übergabe der Planierraupe D71PX-24
Baumaschinen Hoffmann setzt seit vielen Jahren auf Maschinen von Schlüter Baumaschinen. Zum Fuhrpark zählen unter anderem Hybridbagger wie der HB365LC sowie Planierraupen, die auch im Tagebau eingesetzt werden. Die Zusammenarbeit begann einst mit Muldenkippern und wurde im Laufe der Jahre kontinuierlich um Radlader, Bagger und Planierraupen erweitert. Beim gemeinsamen Treffen stellten beide Familienunternehmen zahlreiche Gemeinsamkeiten fest und freuen sich darauf, die erfolgreiche Partnerschaft weiter auszubauen. Auch Barbara Hoffmann betonte, wie sehr sie die vertrauensvolle und partnerschaftliche Zusammenarbeit mit Schlüter schätzt.
Ein besonderer Höhepunkt des Treffens im Tagebau Hambach war die persönliche Übergabe der neuen Planierraupe D71PX-24 durch Thomas Schlüter sen. an die Familie Hoffmann. Dabei handelt es sich um die größte hydrostatische Planierraupe aus dem Hause Komatsu. Manfred Hoffmann unterstrich im gemeinsamen Austausch, dass man dem Ende der Auskohlung gespannt entgegensehe und sich auf neue Aufgaben und Perspektiven im Rahmen der Rekultivierung freue. Auch die eingesetzten Baumaschinen werden dabei eine zentrale Rolle spielen.
„Die D71PX-24 nimmt hierbei eine Pionierrolle ein“, so Hoffmann. Dank des breiten Laufwerks wird der Bodendruck deutlich reduziert, wodurch auch auf weichem Untergrund ein sicheres Arbeiten möglich ist. Die minimierte Bodenverdichtung bietet insbesondere bei Rekultivierungsarbeiten einen entscheidenden Vorteil. Das robuste PLUSLaufwerk sorgt für hohe Stabilität und exzellente Planierleistung, während die durchdachte Konstruktion auf eine lange Lebensdauer ausgelegt ist. Zudem unterstützt die gute Sicht auf das Schild präzises Arbeiten, insbesondere bei Böschungsarbeiten. Mit dem besonders breiten 6-Wege-Schild lassen sich darüber hinaus große Materialmengen effizient bewegen sowie präzise Feinplanier- und Einbauarbeiten durchführen.
Bereits auf der bauma 2025 zeigte sich Manfred Hoffmann von der Maschine überzeugt: „So muss eine Raupe aussehen!“ Nun kann die neue Planierraupe ihre Leistungsfähigkeit auch im praktischen Einsatz unter Beweis stellen.