Aus Zukäufen werden Systemlösungen
Einen wesentlichen Schub für diese Entwicklung brachten die Akquisitionen der vergangenen Jahre. 2023 übernahm SAF-Holland Haldex, einen führenden Hersteller von Brems- und Luftfederungssystemen. 2024 folgten Tecma, Spe-zialist für Achssysteme und -fahrwerke, sowie der italienische Achs- und Fe-derungssystemhersteller Assali Stefen. Bereits zuvor hatte SAF-Holland sein internationales Portfolio unter anderem durch V.Orlandi, York und KLL erwei-tert.
„145 Jahre Unternehmensgeschichte stehen für eine kontinuierliche Weiterent-wicklung von SAF-Holland. Mit den Akquisitionen der vergangenen Jahre ha-ben wir unser Produktportfolio und unsere Kompetenzen gezielt erweitert“, erklärt Alexander Geis, CEO von SAF-Holland. „Jetzt geht es darum, diese Stärken noch enger miteinander zu verzahnen und SAF-Holland international weiter als Systemlieferant zu positionieren.“
Der strategische Schwerpunkt verschiebt sich damit vom weiteren Ausbau des Produktportfolios hin zu dessen Verzahnung. Achs- und Fahrwerkskom-petenz, Brems- und Steuerungstechnologie sowie Kupplungssysteme fließen zunehmend in abgestimmte Systemlösungen ein. Für Fahrzeughersteller und Flotten bedeutet das: aufeinander abgestimmte Lösungen und ein zentraler Ansprechpartner für unterschiedliche Anforderungen rund um das Nutzfahr-zeug.
Die Strategie „drive2030“ setzt hier an: SAF-Holland nutzt sein breites Portfo-lio an Achs-, Brems-, Kupplungs- und Fahrwerkslösungen gezielt, um Kunden mit zusätzlichen Produkten und integrierten Systemlösungen als One-Stop-Shop zu bedienen und Cross Selling Potenziale innerhalb der Gruppe zu er-schließen. Parallel soll das Ersatzteilgeschäft durch digitale Services und den weiteren Ausbau des Servicenetzwerks gestärkt werden. Wachstumspotenzial sieht das Unternehmen zudem außerhalb des traditionellen Trailer- und Truck-geschäfts, beispielsweise bei Land-, Bergbau- und Baumaschinen sowie Flur-förderzeugen.