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Rüdiger Wöhrl GmbH Vollautomatisiertes Bodenmanagement

Die WWB Erddeponiegesellschaft mbH betreibt eine hochmoderne Bodenverwertungsanlage. Der Betrieb der Anlage zeichnet sich durch ein von der Rüdiger Wöhrl GmbH entwickeltes, vollautomatisiertes Gesamtkonzept aus, das einen mannlosen Betrieb der Waage ermöglicht.

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Die WWB Erddeponiegesellschaft mbH in Krunkel ist ein Unternehmen der Terras-Gruppe und betreibt eine Bodenverwertungsanlage. Im Fokus stehen die fachgerechte Verwertung und der Einbau von Bodenmaterialien der Klassen BM-F0 bis BM-F3 gemäß der strengen Ersatzbaustoffverordnung (EBV). Dieses Verfahren gewährleistet maximale Umweltkonformität und eine nachhaltige Kreislaufwirtschaft. Der Betrieb gelingt durch das von Wöhrl entwickelte, vollautomatisierte Gesamtkonzept: Die gesamte Logistikkette, von der Ankunft bis zur Abfahrt, ist digitalisiert und selbstgesteuert. Das beginnt beim Auftrags- und Code-Management: Der Prozess beginnt, nachdem eine Bodenbeprobung erfolgt ist, mit der Übermittlung einer Auftragsbestätigung an den Kunden, die einen eindeutigen QR-Code enthält. Im nächsten Schritt dreht sich alles um Identifikation und Verwiegung: Bei der Ankunft fährt der Lkw auf die Waage. Der Fahrer identifiziert sich am Selbstbedien-Terminal mittels des QR-Codes. Das Kfz-Kennzeichen wird automatisch erfasst, und es werden sofort zwei Screenshots zur Sicherstellung der korrekten Positionierung auf der Waage und Dokumentation der Ladung erfasst.

Hofticket und Erstgewicht

Nach Speicherung des Erstgewichts erhält der Fahrer ein Hofticket mit einem weiteren QR-Code als Bon und die Schranke öffnet sich, signalisiert durch grün blinkende LEDs am Schrankenbaum. Dann geht es weiter zum Abladen / Beladen und zur Reinigung: Der Lkw kippt das Material bei Anlieferung auf die entsprechend gekennzeichnete Abladestelle von F0 bis F3 ab oder wird bei Abholung beladen. Auf dem Rückweg durchfährt er obligatorisch die Wöhrl-Lkw-Reifenwaschanlage, die eine intensive Reinigung dank der 6 m langen Waschplatte »Typ 2RU« gewährleistet, bevor der Lkw zur Zweitverwiegung auf die Waage bis zur Ausgangsbediensäule vorfährt.


Die Dokumentation

Abschließend dreht sich alles um den Wiegeschein sowie die Dokumentation: Der Fahrer hält das Hofticket an den Scanner, das Zweitgewicht wird ermittelt, und der finale DIN-A4-Wiegeschein wird gedruckt. Alle Wiegescheine und zugehörigen Fotos werden gespeichert und zur Verrechnung als CSV- oder PDF-Datei in eine Cloud überführt, sodass am Folgetag fakturiert werden kann.

Wartungsarme Systeme

Trotz der hohen Verschmutzung im Betriebsumfeld, insbesondere bei Regenwetter, zeichnen sich die Reinigungssysteme durch eine bemerkenswerte Wartungsarmut und Effizienz aus. Die Reifenwaschanlage hält sich aufgrund einer automatischen Selbstreinigung nach etwa jedem fünften Lkw (frei programmierbar) mehrmals täglich und nach Feierabend in einem sauberen Zustand. Personelle Handreinigung entfällt gänzlich. Das verwendete Wasser wird in einem Dreikammer-Beton-Klärbecken von Wöhrl im Kreislauf geführt. Dank des dreistufigen Klärbeckens steht immer ausreichend sauberes Wasser zur Verfügung. Der Schmutzaustrag aus der ersten Schlammkammer erfolgt je nach Frequentierung kostengünstig nur alle sechs bis acht Wochen mittels Bagger oder Radlader.

Wartungsfreundliche Waage

Die Lkw-Waage ist seitlich offen konzipiert, was eine einfache Reinigung von außen mit einem C-Schlauch ermöglicht. Ein seitlicher Schacht entsorgt das Schmutzwasser, wodurch das beengte und aufwendige Arbeiten unter der Waage entfällt. Geschäftsführer Oliver Schmidt von WWB zieht nach zwei Jahren Betriebszeit und rund 9 000 Verfüllungen eine durchweg positive Bilanz: »Das vollautomatische Konzept samt Wartung der Waage und Reifenwaschanlage hat die Erwartungen voll erfüllt.«d

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