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Kölsch GmbH Konzentration auf das Wesentliche

Pressemitteilung | Lesedauer: min | Bildquelle: Kölsch

Die Karlsruher RecyclingAktiv – TiefbauLive (RATL) ist keine Ausnahmemesse wie die Bauma. Mit 64 000 m² Fläche ist sie nur etwa ein Zehntel so groß wie das Groß-Event in München. Dennoch weist sie ein regelmäßiges kleines Wachstum aus. Und sie liegt terminlich optimal. Vor allem aber konzentriert sie sich einmal mehr auf ein Thema, das zeitgemäßer nicht sein könnte. »Recycling ist jetzt!«, betont Sean McCusker, Geschäftsführer von Kölsch Baumaschinen. Und dafür ist sein Unternehmen bestens gerüstet. Kölsch gilt als Spezialist unter den Aufbereitern und bedient schwerpunktmäßig den süddeutschen Markt. Die RATL ist für das Unternehmen folglich ein Pflichttermin – und zugleich eine willkommene Gelegenheit, sich in familiärer und entspannter Atmosphäre mit langjährigen und potenziellen Kunden zu treffen.

Im kommenden Jahr wird Kölsch das 40. Jahr seines Bestehens feiern können. Ohne eine solide Kundenbindung wäre das wohl eher nicht möglich. Das lange und erfolgreiche Bestehen sieht man im Unternehmen auch als einen Sieg hochwertiger Maschinen und Lösungen über »Billigangebote«, Kölsch hat immer auf Qualität gesetzt, nie auf Dumping. Das Unternehmen aus dem Allgäu setzt auf Top-Marken und -Maschinen für das Brechen, Schreddern, Klassieren, Halden und Veredeln, für die Gewinnung mineralischer Baustoffe ebenso wie für deren Wiederaufbereitung. Hinzu kommen sollen ein guter Service und ein bewährtes Zusatzangebot, wie Mietmaschinen, die rasche Ersatzteillieferung sowie eine faire, kompetente Einsatzberatung.

»Recycling ist jetzt!«

Wer als Bauunternehmer aktuell in der Lage ist, Material auf der Baustelle zerkleinern, aufzubereiten und als sauberen, hochwertigen Zuschlagstoff bereitzustellen, verfügt über eine solide, nachhaltige Ertragsquelle. Zum August tritt die neue Mantelverordnung in Kraft. Die darin enthaltene Ersatzbaustoffverordnung ist möglicherweise Fluch und Segen zugleich. Einerseits definiert sie erstmalig bundeseinheitliche und rechtsverbindliche Anforderungen an die Herstellung und den Einbau mineralischer Ersatzbaustoffe. Andererseits stellt sie voraussichtlich hohe Ansprüche an alle Baustoff-­Recycler. »Wir können jetzt schon alles anbieten, was der Kunde braucht. Bei erhöhten Ansprüchen können wir für unsere Kunden neue Konzepte entwickeln und umsetzen. Das ist bei uns seit Jahrzehnten geübte Praxis«, so Sean McCusker.

 

Sean McCusker,  Geschäftsführer Kölsch Baumaschinen

»Bei erhöhten Ansprüchen können wir für unsere Kunden neue Konzepte entwickeln und umsetzen. Das ist bei uns seit Jahrzehnten geübte Praxis.« 

Recycling-Kunden, die ihr Geld überwiegend im Urban Mining verdienen, schätzen häufig kompakte, transportfreundliche Maschinen mit bis zu 30 t Transportgewicht, sind diese doch einfacher und auch kostengünstiger zu transportieren. Angesichts der erheblichen Erhöhung der Gebühren für Schwertransporte ist jede kleine Maschine immer auch eine clevere Maschine. Kölsch will in Karlsruhe seine Angebotsvielfalt und -qualität in diesem Bereich am Messestand F446 besonders unterstreichen.

Die Powerscreen Warrior 800 ist ein auf maximalen Durchsatz getrimmtes, kompaktes Schwerlastsieb.

Haldenförderband – kompakt und stark

Insbesondere wenn der Platz knapp bemessen ist, im urbanen oder in umbautem Umfeld, ist das Telestack-Haldenförderband C2000T in seinem Element. Es bewährt sich vor allem im Zusammenspiel mit einer Siebanlage oder einem mittelgroßen Brecher und es ist binnen 15 Minuten aufgebaut. Als beeindruckend werden die hohe Fördermenge und die mögliche maximale Haldengröße beschrieben. Über das 18 m lange und 800 mm breite Hauptförderband laufen bis zu 300 t/h Material. Die Abwurfhöhe beträgt bis zu 8 300 mm. Für den Fall, dass das Band beispielsweise mit einem Radlader beschickt werden soll, ist das Kopfstück serienmäßig hydraulisch klappbar. Der verbaute Deutz-Dieselmotor ist nach EU-Stufe V zertifiziert und erbringt seine Nennleistung von 37 kW bei 2 000 min-¹.

Kompaktes Schwerlastsieb mit massivem Punch

Das Portafill-Schwerlastsieb MR5 ist als eine ideale Lösung konzipiert, wenn schwieriges Siebmaterial in großen Mengen klassiert werden soll. Es verbindet hohen Durchsatz – bis zu 200 t/h sind möglich – mit optimaler Transportfreundlichkeit. Über den 4 m³ großen Einfülltrichter passiert das Material das Fingersieb mit einer Spaltenbreite von 50 mm. Anschließend wird es über ein 1 000 mm breites Materialband dem zweifach gelagerten Siebkasten im Format 2 200 mm x 1 200 mm zugeführt. Dieser will mit kraftvollen und elliptischen Bewegungen für beeindruckenden Durchsatz auch bei extrem adhäsivem Aufgabematerial sorgen. Drei hydraulische Austragsbänder übernehmen die Produkthaldung. Eine Besonderheit ist das 2-in-1-Verfahren: Hier erfolgt auf Wunsch die Mischung von Überkorn- und Mittelkornfraktionen. Neu ist der geräuschreduzierte, 55 kW starke EU-Stufe-V-Dieselmotor von Deutz mit optimiertem Treibstoffverbrauch. Vor allem Recycling-Unternehmer, die ein kompaktes, hocheffizientes Sieb mit hohem Durchsatz bei kleinerer Siebfläche suchen, gleich ob für Kompost, Humus, Bauschutt oder Sand, sollten sich laut Kölsch für diese Lösung interessieren.

Die Portafill MR5 ist ein transportfreundliches und leistungsstarkes Schwerlastsieb.

Schwerlastsiebanlage für höchsten Durchsatz

Mit einer Aufgabeleistung von bis ca. 280 t/h gilt Powerscreens Schwerlastsiebanlage Warrior 800 als maßgeschneidert für Unternehmen, die höchsten Durchsatz bei äußerst kompakter Baugröße fordern. Der 3 m³ fassende Aufgabetrichter ist zweiseitig erhöht. Die Siebmaschine selbst misst 2 770 mm x 1 220 mm. Drei hydraulisch klappbare Austragsbänder ermöglichen Abwurfhöhen von 3,64 m/3,82 m (Seitenbänder) bzw. 3,03 m (Endband). Als Antriebsquelle verbaut ist ein Cat-EU-­Stufe-V-Dieselmotor mit einer Leistung von 55 kW. Für exzellente Zugänglichkeit und Sicherheit bei Wartung und Service sorgen Laufstege auf beiden Seiten der Anlage, ihr Gesamtgewicht beträgt 18,5 t.

Zweiwellenbrecher – unaufhaltsames Kraftpaket

Der Franzoi-Zweiwellenbrecher TAZ 280 läuft unter der Bezeichnung »Bauschutt-Schredder«, »Alles-Schredder« wäre allerdings zutreffender, denn auch Holzabfall, Grünabfall und Kunststoffe werden verarbeitet. Neben hoher Einsatzflexibilität will er durch Kompaktheit und hohen Durchsatz punkten. Franzoi Mas setzt bei der Anlage auf Qualität, vom vollverschweißten, 2,5 m³ fassenden Einfülltrichter bis zum robust ausgelegten Kettenlaufwerk. Der grüne Schredder bietet zwei schnell austauschbare Wellen, die bis zu 120 t/h Material zerkleinern können. Der Trichter, als vollverschweißte Stahlkonstruktion, ist 4 m lang, er reicht praktisch über den gesamten Korpus der Maschine. Zur besseren Befüllung ist er heckseitig zu fast zwei Dritteln hydraulisch klappbar, das Aufgabematerial kann so in einer gleichmäßigen Bewegung dem Brechraum zugeführt werden

Der Schredder stellt bei Bedarf ein Drehmoment von 210 000 Nm bereit, was ihn laut Hersteller zum stärksten seiner Klasse macht. Die Wellen sind separat angetrieben, dies vereinfacht das Entfernen von Verstopfern und das Reinigen der Wellen. Die hydraulisch verstellbaren, großzügig dimensionierten Brechbalken sind in fünf Stufen verstellbar.

Langsam laufender Franzoi-Zweiwellenbrecher TAZ 280: vollhydraulischer »Alles-Schredder« mit deutlichem Drehmoment.

Der verbaute Cummins-Dieselmotor leistet 209 kW, er ist nach EU-Stufe V zertifiziert, ein automatisches Abschaltsystem wacht über sein Wohl. Alle hydraulischen Einheiten sind mit Bosch-Rexroth-Hydraulikpumpen ausgestattet. Das hydraulisch verstellbare Austragsband ist ein dreilagiger Ripstop-Gurt, über ein Planetengetriebe angetrieben. Die maximale Abwurfhöhe liegt bei 2 900 mm. Rexroth-Fahrmotoren treiben das Laufwerk an, dessen Stütz- und Laufrollen verfügen über Lifetime-Dichtungen. Der TAZ280 wird mit Funkfernbedienung und GPS-Überwachung ausgeliefert. Er bringt lediglich 17 t auf die Waage und wartet mit kompakten Abmessungen auf: Bei 9,6 m x 2,3 m x 2,9 m (LxBxH) lässt er sich mittels 3- oder 4-Achs-Tiefladern umsetzen.

»Perfektes Paar«: Prallbrecher und Rückführsieb

Das Unternehmen Rubble Master, 1991 gegründet, steht für deutliche Veränderungen im Markt der mobilen Aufbereitungstechnik. Mit den Anlagen der GO!-Serie waren es vor allem auf Kompaktheit, Anwenderfreundlichkeit und hohe Produktqualität getrimmte Prallbrecher, die überzeugten. Mit der Übernahme des irischen Siebherstellers Maximus kam kürzlich eine Produktlinie an Siebanlagen hinzu.

Der Prallbrecher RM90GO! repräsentiert die gehobene Mittelklasse unter den RM-Brechern. Bei einem Gewicht von 25 t bewältigt er eine Aufgabeleistung von bis zu 200 t/h. Zu den Besonderheiten gehört u. a. das ausgefeilte integrierte Release-System zur Beseitigung von Blockaden. Die schnelle und sichere Entfernung von Stahlbestandteilen im Brechgut unterstützt ein glatter Brecherauslauf in Verbindung mit einem kurzen Auslauftunnel. Das Trichtervolumen wird mit 2,6 m³ angegeben, der Einlauf hat die Dimensionen 860 mm x 630 mm.

Auf der RATL wird der Brecher in Verbindung mit dem RM-Maschendecksieb MS95GO! gezeigt, das dafür sorgt, dass das Endkorn in nur einem Arbeitsgang auf die gewünschte Korngröße zerkleinert und abgesiebt wird. Die Kraftquelle, ein 194 kW starker EU-Stufe-V-Dieselmotor von John Deere, ist Teil des dieselelektrischen Antriebskonzepts, das den Kraftfluss des Brechers optimiert und ihn zugleich effizient, sprich kraftstoff- und emissionssparend, machen soll.


Der in Karlsruhe gezeigte Brecher ist mit dem Assistenzsystem RM XSMART ausgerüstet, das Flottenmanagement und Condition-Monitoring vereint und alle relevanten Maschinendaten für den Betreiber jederzeit und überall verfügbar macht.

RM-Prallbrecher: Präzision und Qualität

Bei einem Gesamtgewicht von ca. 30 t und einem Durchsatz von bis zu 300 t/h zeigt sich das Rubble-Master-Konzept im Prallbrecher RM100GO! einmal mehr in deutlichen Zahlen: Viel Leistung bei wenig Gewicht und, so Kölsch, ohne Einbußen in Sachen Robustheit. Das Erreichen der gewünschten Endkörnung erleichtern sowohl der stufenlos hydraulisch verstellbare Brechspalt als auch die stufenlose Drehzahlregelung des Brechers. Ein Mann reicht für die Bedienung der Anlage aus; über eine anwenderfreundliche Fernbedienung kann diese auch der Fahrer des Beschickungsgeräts, also etwa eines Radladers, übernehmen. Eine maximale Zugänglichkeit des Brechraumes gewährt ein Schnellverschlusssystem zum Öffnen und Schließen der Brechkammer. Der Motor ist ebenfalls servicefreundlich von drei Seiten aus zugänglich.

Für die Antriebsenergie sorgt ein 242 kW starker EU-Stufe-V-Dieselmotor von John Deere, eingebunden in ein dieselelektrisches Antriebskonzept. Dank des verbauten Hochleistungsgenerators kann der Brecher auch den benötigten Strom für den Antrieb weiterer elektrisch betriebener Sieb­anlagen oder Förderbänder bereitstellen.

Hybride Schwerlastsiebanlage

Das jüngste Kind der Rubble-Master-Produktlinie ist die mobile Siebanlage H50X, bei der einmal mehr das Verhältnis zwischen Gewicht und Durchsatz punkten will: Bei 23,9 t sollen Aufgabeleistungen von bis ca. 25 t/h möglich sein. Die Transportmaße betragen 10 950 mm x 2 550 mm x 3 200 mm (LxBxH). Die Siebmaschine wird mit 4 200 mm x 1 225 mm angegeben. Der Hybridantrieb des Siebes soll so effizient ausgelegt sein, dass eine Kraftstoffeinsparung von bis zu 25 % gegenüber einem herkömmlich angetriebenen Sieb dieser Größenklasse möglich ist. Noch effizienter arbeite das Sieb, wenn es komplett über einen angeschlossenen Hybridbrecher versorgt werde.

Dann soll gar ein Verbrauchsvorteil von bis zu 50 % weniger Diesel möglich sein. Antriebsaggregat ist ein 98 kW starker EU-Stufe-V-Dieselmotor von Cat. Die drei hydraulischen Austragsbänder können werkzeuglos zum 2-Way-Split umgerüstet werden. Das Trommelsieb am Kölsch-Stand stammt vom polnischen Hersteller Pronar, dessen Alleinvertriebsrechte Kölsch in Süddeutschland besitzt. Pronar konstruiert und entwickelt rad- und raupenmobile Trommel- und Sternsiebtechnik, Einwellen- und Doppelwellenzerkleinerer, schnelllaufende Schredder sowie Mietenumsetzer. Das auf der RATL gezeigte Pronar-Trommelsieb MPB 20.55g ist als besonders wirtschaftliche Lösung für das Klassieren von Humus, Hausmüll, Kohle, Zuschlagstoffen oder Biomasse konzipiert. Die Siebtrommel bietet eine Fläche von 30 m³, der Maximaldurchsatz liegt laut Hersteller bei 150 m³/h. Die Anlage wiegt bei knapp 11 m Transportlänge 20,5 t und kann ohne Sondergenehmigung auf öffentlichen Straßen bewegt werden. Die Siebtrommel lässt sich reibungslos austauschen, ohne dass Teile der Maschine entfernt werden müssen. Motor und Hydraulikpumpeneinheit sind auf einer eignen, aus der Maschine schwenkbaren Einheit angeordnet.t

 

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Kölsch GmbH

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