Kobelco Construction Machinery Europe B.V. »Der Zuspruch ist überwältigend«

Pressemitteilung | Lesedauer: min | Bildquelle: Kobelco
Von: Dan Windhorst

Auf über 4 000 m2 Standfläche tummelten sich bei Kobelco 25 Baumaschinen, die mit einem Einsatzgewicht von 1 t bis 130 t einen breiten Querschnitt boten. Der japanische Hersteller hatte sich das Ziel gesetzt, diese Bauma einerseits als Leistungsschau, andererseits aber auch als lang ersehntes Wiedersehen zu nutzen. Gegenüber bauMAGAZIN-Chefredakteur Dan Windhorst stellte Makoto Kato, Geschäftsführer der Kobelco Construction Machinery Europe (KCME), klar: »Nach einer so langen Zeit inmitten der Pandemie endlich wieder Kontakte knüpfen zu können, erweist sich für die Bauma und für uns als besonders wertvoll. Der Zuspruch ist überwältigend und es fühlt sich gut an, wieder in München zu sein.«

Unter den neuen Modellen, flankiert von Anbaugeräten verschiedener Hersteller, stach insbesondere das neue Flaggschiff SK1300DLC hervor und damit der derzeit größte Abbruchbagger aus OEM-Produktion (das bauMAGAZIN berichtete in Heft 9/22, Seite 49). Für das kommende Jahr, so Makoto Kato, erwarte Kobelco weiteres Wachstum im Rückbausektor. In Japan gilt der Hersteller seit Langem als Marktführer in diesem Segment, was viele hierzulande nicht wissen. Aufgrund der zahlreichen Erdbeben werden Gebäude oft massiv mit Beton oder Stahl verstärkt, um den seismischen Aktivitäten standhalten zu können. Das bringt letztlich aber eine größere Herausforderung bei Abbrucharbeiten mit sich.

Für einen effizienten Rückbau bedarf es starker Maschinen, die dieser Aufgabe gewachsen sind. Und genau das spiegelt sich nach Ansicht von Makoto Kato auch in der Entwicklung des neuen 130 t schweren Stahlkolosses wider. »Der Abbruchbagger SK1300DLC hat mit seiner extrem hohen Reichweite und den guten Leistungsdaten seit seiner Markteinführung in den europäischen Markt im März das Interesse vieler geweckt.« Ihre Bauma-Premiere feierten darüber hinaus die kompakten 5-t-Modelle SK50/58SRX und der laut Kobelco weltweit größte Kurzheckbagger SK380SRLC. Der 50 t schwere SK530LC sowie der neue SK210LC-11 traten hingegen im Rahmen des »Performance X Design«-Konzepts auf.

Der 53-t-Bagger SK530LC-11 der neuesten Generation setzt auf hohe Leistungskraft und ist auf schwere Arbeitseinsätze ausgelegt.

Giganten im Rückbau

»Im Jahr 2016 haben wir unseren ersten Abbruchbagger in Europa vorgestellt. Heute bedienen wir mit insgesamt vier Abbruchbaggern von 45 t bis 130 t alle Anforderungen im selektiven Rückbau. In diesem Jahr haben wir mit dem 60-Tonner SK550DLC und unserem SK1300DLC starke Signale gesendet«, erklärte D-A-CH-Vertriebsleiter Hanns Markus Renz. Mit maximal 40 m Bolzenhöhe markiert der 1300er nunmehr die Spitze im internationalen OEM-Aufgebot, wobei er sich wie der ebenfalls gezeigte SK400DLC aufgrund der Wechselauslegertechnik vor allem durch große Flexibilität auszeichnen kann: So soll die neue Next Advance-Auslegertechnologie nicht nur schnelle Rüstzeiten der insgesamt vier verfügbaren Longfront-Konfigurationen ermöglichen.

Mit außergewöhnlich hohen Anbaugewichten soll etwa der SK1300DLC auch den Einsatz effizienter Werkzeuge in großen Höhen aufbieten. Im bodennahen Sekundärabbruch oder bei Fundamenten kommt ein separater Ausleger zum Einsatz, der mit Anbaugewichten bis maximal 12 t die Bereitstellung eines zusätzlichen Großbaggers meist erübrigt. Dabei überzeugt der SK1300DLC laut Hanns Markus Renz »mit der Zuverlässigkeit einer bewährten Basismaschine wie dem SK850LC und einer abbruch-spezifischen Komplettausstattung, die neben passiven und aktiven Sicherheitssystemen sowie einem praxisgerechten Arbeitsplatz mit vielseitigen Assistenz-Systemen vor allem ein exakt auf das jeweilige Anbaugerät abstimmbares feinfühliges Handling bietet.«

Kompakte 5-t-Helfer: Mit der aktuellen Generation an Minibaggern, dem SK50SRX-7 und SK58SRX-7 sollen Unterstützer aus der 5-t-Klasse geboten werden, die für mehr Leistung und Produktivität stehen.

Zuwachs in der 20-t-Klasse

Der ebenfalls in München vertretene Kettenbagger SK210LC-11, der bereits anlässlich des 30-jährigen Jubiläums der Zusammenarbeit mit Kobelco-Exklusivhändler EMB Baumaschinen im Herbst 2021 vorgestellt wurde (das bauMAGAZIN berichtete in Heft 10/21, Seite 18), soll durch überlegene Leistung und hohe Effizienz überzeugen. Zudem erstrahlte er auf der Bauma im Glanze des »Performance X Design«-Konzepts. Bei einem Betriebsgewicht von 21,9 t bis 23,5 t bieten sich hohe Stabilität und gute Hubkapazitäten. Mit dem Standardgegengewicht von 4,3 t eignet sich der SK210LC-11 für allgemeine Bauarbeiten und wirtschaftliche Transporte, während das optionale schwere Gegengewicht mit 4,9 t für schwere Aufgaben wie die Handhabung schwerer oder komplexer Anbaugeräte wie Tiltrotatoren montiert werden kann. Der neue SK210LC-11 wird häufig auf rauen Baustellen eingesetzt und profitiert von einer verbesserten Haltbarkeit – wichtige Komponenten wurden gegenüber vorherigen Modellen der Reihe überarbeitet und Verbesserungen vorgenommen, um eine stabile Leistung zu gewährleisten. So wurden beispielsweise die rechte und linke Seitenwand sowie die hinteren Stützen der Maschine massiver ausgeführt, um die Steifigkeit der Karosserie zu erhöhen, während der vergrößerte Durchmesser des Stangenbolzens des Löffelzylinders zu einer verbesserten Haltbarkeit der verschiedenen Anbaugeräte beitragen soll.

Der japanische Baumaschinen-Spezialist hat zur Bauma auf ein breites Portfolio an repräsentativen Maschinen gesetzt, brachte aber auch zahlreiche Neuheiten mit nach München – gerade im Bereich der Abbruchbagger.

53-t-Koloss für schwere Einsätze

Ebenfalls ausgestellt war auf der Bauma der 53-t-Bagger SK530LC-11 der neuesten Generation, der bereits seit Herbst 2021 mit hoher Leistungskraft auf sich aufmerksam macht (bauMAGAZIN 12/21 – 1/22, Seite 84) und nun als Repräsentant für Maschinen in München war, die auf schwere Arbeitseinsätze ausgelegt sind. Bei einem Betriebsgewicht von knapp 53 t kommt der SK530LC-11 mit einem verstellbaren Unterwagen daher, dessen Spurweite sich auf 2 890 mm erweitern lässt. Im Betrieb resultiert daraus eine laut Kobelco klassenführende Standfestigkeit und überlegene Hubleistung. Verbaut ist der wassergekühlte 6-Zylinder-Hino-Diesel E13CYM mit Direkteinspritzung und Ladeluftkühler. Insgesamt kommt die Maschine auf eine Motorleistung von 300 kW, die Nennleistung beträgt 1 900 min¯¹. Im Hydrauliksystem zeigt sich hingegen eine maximale Fördermenge von 2 x 370 l/min. Eine Steigfähigkeit von 35° sowie die Grabtiefe von 2 400 mm sorgen laut Kobelco für ein breit gestreutes Einsatzgebiet. In Transportstellung misst das Kettenfahrwerk mit 600 mm breiten Bodenplatten und damit die gesamte Maschine lediglich noch 2 990 mm in der Breite, was Transporte zwischen den Einsatzorten vereinfacht.

Mit dem bereits beim neuen SK210LC-11 er­wähnten »Performance X Design«-Konzept sollen Maßstäbe in Kabinen-Design und Ergonomie gesetzt werden. Auch die Arbeitssicherheit wurde bei den Modellen der neuen Generation »11« weiter optimiert: Drei serienmäßige Kameras rechts, links und hinten am Bagger gewährleisten Rundumsicht – auch aus der Vogelperspektive, die vom Fahrer individuell eingestellt werden kann. Zusätzlich liefert der intuitiv bedienbare Monitor auf einen Blick wichtige Informationen wie Kraftstoffverbrauch, Wartungsintervalle, Arbeitsmodi und Anbaugeräte-Einstellungen.


Eine Bauma inmitten unruhiger Zeiten

Insgesamt konstatierte Makoto Kato der Bauma einen großen Erfolg, wenngleich er sie diesmal eher als europäische Messe wahrnahm: »Zurückführen lässt sich das natürlich auf die aktuellen Krisenherde weltweit. Was an Internationalität fehlte, hat die äußerst starke Beteiligung aus den großen europäischen Märkten aber mehr als wettgemacht.« Gerade diese Märkte, so Kato weiter, würden sich derzeit als erfreulich robust zeigen. »Der Rückgang im Wohnungsbau wird durch viele öffentliche Investitionen in die Infrastruktur sowie den Energiesektor gut aufgefangen. Und die zusätzlichen Förderprogramme, die national, aber eben auch EU-weit zum Tragen kommen, befinden sich deutlich im vierstelligen Milliardenbereich. All das sorgt für Optimismus in einer zweifelsohne angespannten Situation.«

Für Kobelco selbst sieht Makoto Kato nach Rekordumsatzjahren durchaus Anzeichen dafür, dass die Märkte schwieriger werden. Trotzdem bleibt er auch hier nicht zuletzt aufgrund der bereits genannten hohen Investitionsbereitschaft der EU deutlich optimistisch. »Unsere Stärke im japanischen Markt gibt uns großen Rückhalt, gleichzeitig ist die japanische Herstellerqualität zu einem Aushängeschild geworden, das insbesondere in Europa geschätzt wird.«    d

Makoto Kato, Geschäftsführer der Kobelco Construction Machinery Europe (KCME)

 »Insgesamt war die Bauma ein großer Erfolg, wenngleich sie diesmal eher eine europäische Messe war. Was an Internationalität fehlte, hat die äußerst starke Beteiligung aus den großen europäischen Märkten aber mehr als wett gemacht.« 

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