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KEMROC: Schneidrad wird schwerem Beton in dicken Quadern Herr

Beim innerstädtischen Abbruch von schwer armiertem Beton in Stuttgart-Bad Cannstatt zeigte sich ein Kemroc-Schneidrad der Baureihe DMW von seiner besten Seite. Hier sollte das Unternehmen CK Abbruch & Erdbau einen Schutzbunker aus dem Zweiten Weltkrieg zur Hälfte beseitigen. Dabei erwies sich das Zerschneiden der Betondecke in handhabbare Quader als die schnellste und wirtschaftlichste Methode.

Das Schneiden von Beton hat sich beim schwäbischen Unternehmen CK Abbruch & Erdbau als Alternative zum zeitaufwendigen Einsatz von Seilsägen sowie zur lärm- und verschleißintensiven Arbeit mit Hydraulikhämmern etabliert. Kürzlich etwa galt es, in der Bad Cannstatter Kleemannstraße einen Hochbunker teilweise rückzubauen. Die ursprünglichen Abmessungen des schwer armierten Kolosses am Bahnhof sind beeindruckend: Rund 120 m lang und gut 20 m breit, ragt das Kriegsüberbleibsel 4,5 m in die Höhe. Um ein innerstädtisches Bauprojekt zu ermöglichen, sollten der Bunker längs durchgeschnitten und die straßenseitige Hälfte rückgebaut werden. Nach eingehenden Berechnungen und Unterredungen mit Kemroc-Anwendungsberatern entschied man, im ersten Schritt die Betondecke mit dem firmeneigenen Schneid­rad DMW 220-1000 zu zerlegen.

Schneidräder der Kemroc-Baureihe DMW sind in vier Größen für Bagger von 14 t bis 60 t verfügbar. Zwei seitliche Hydraulikmotoren mit hohem Drehmoment sorgen für ebenso hohe Antriebsleistungen und maxi­male Schneidkräfte. Der Hersteller bietet diverse Varianten für Schneidtiefen bis 1 000 mm und bis zu 400 mm Breite.

Das von CK verwendete Schneidrad DMW 220-1000 verfügt über eine Schneidtiefe von 1 000 mm. Nach seinem ersten Einsatz in Konstanz – dort wurde die 110 cm starke Beton-Plattengründung einer Klinik so schonend wie möglich für Maschine und Anwohner beseitigt – brachte das Schneidrad auch in Bad Cannstatt seine Qualitäten bei großen Schneidtiefen zur Geltung.


Sauber in Blöcke zerlegen

Derselbe Maschinist, der beim Klinikabbruch am Bodensee beteiligt war, ging mit Bagger, kurzem Ausleger und dem Kemroc-Anbaugerät auch in Bad Cannstatt zur Sache. Dabei galt es, zuerst per Schneidrad die Bunkerdecke zu entfernen, um später die Frontwand und die Seitenwände per Seilsäge bodeneben zu durchtrennen. Allein die Decke des Bunkers stellte schon eine Herausforderung dar: Auf 90 m Länge war sie 190 cm dick und stark armiert; der Bewehrungsstahl maß nach Angaben des Baggerführers 30 mm und war in Abständen von 5 cm verlegt. Das restliche Teilstück der Bunkerdecke war zusätzlich von einer 100 cm dicken Schicht aus Aufbeton bedeckt.

Hier setzte der Maschinist seinen 40-Tonner mit dem Schneidrad an und zerschnitt zunächst den Aufbeton in handhabbare Stücke, deren untere Partien auf 60 cm bis 70 cm Höhe zunächst intakt blieben. Anschließend drang der Bagger mit Schere oder Greiflöffel in den Schlitz zwischen zwei Blöcken und brach je einen Quader aus dem Verband heraus. Die herausgelösten 4 m bis 6 m langen, 1,2 m breiten und 1,7 m bis 1,8 m hohen Betonquader wurden anschließend per Abbruchschere vorzerkleinert, um danach auf einem Mobilbrecher zu Recycling-Material üblicher Korngröße verarbeitet zu werden. Im zweiten Durchgang wurde auf ganzer Bunkerlänge die eigentliche Decke ebenfalls mit dem Schneidrad in Stücke zerkleinert und zu Recycling-Material weiterverarbeitet.

Insgesamt hat der CK-Maschinist nach eigener Aussage auf der Baustelle von Februar bis Mitte Juni rund 800 laufende Meter Beton durchgefräst. Kraftstoffverbrauch und Verschleiß beim Trennen des schwer armierten Betons waren beträchtlich, insgesamt erwies sich das Zerschneiden der Betondecke nach Angaben des Firmenchefs Markus Christadler dennoch als eine zeitsparende und damit die effektivste Methode.     t

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