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Keestrack: Ein Sparmodell für hohe Leistungsansprüche

Bei der »Elektrifizierung« seiner raupenmobilen Aufbereitungs­anlagen konzentriert sich Keestrack verstärkt auf die ­Zerkleinerungstechnik. Nach den vollhybriden Kegelbrechern H4 und Backenbrechern B4e folgt nun der hybride Prallbrecher R5e, der mit direkt angetriebenem 350-t/h-Brecher und elektrischen Förder- und Siebkomponenten volle Leistung bei niedrigen Verbrauchskosten verspricht.

Insgesamt drei Modelle umfasst die Baureihe raupenmobiler Prallbrecher von Kees­track, beginnend mit dem kompakten R3, der sich als flexibler 30-t-Baustellenbrecher bewährt hat. Am anderen Ende sieht Kees­track sein Flaggschiff R6 mit lediglich 60 t Gesamtgewicht in Vollausrüstung weiterhin als führend unter den »1 300ern« für Recycling-Großprojekte und Steinbruch-Anwendungen. Als besonderen Pluspunkt nennt Kees­track den genehmigungsfreien Dolly-Transport, mit dem sich der R6 regelmäßig gegen weitaus schwerere Konkurrenz innerhalb der 450-t/h-Leistungsklasse durchsetzen könne.


Seit einigen Jahren ist der große »Destroyer« als R6e zudem in diesel-elektrischer Hybrid-Version mit Elektromotoren an Förderbändern und Siebkomponenten erhältlich. Seit drei Jahren bietet der Kees­track R6e mit 250-kW-Elektromotor für den Brecher und elektrischem 110-kW-Antrieb für die Bordhydraulik optional auch den vollelektrischen Plug-In-Betrieb ab Netz. Dank Onboard-Diesel bleiben die Großbrecher weiterhin flexibel, allerdings lassen sich nach Anbieterangaben gerade im semi-stationären Einsatz bis zu 45 % Energiekosten einsparen. Dieser Vorteil schlage sich, so Kees­track, auch in den Verkaufszahlen nieder: 2016 entfielen 80 % der platzierten R6 auf diesel-elektrische bzw. vollelektrische Platzierungen. In diesem Jahr habe man die 2016er-Gesamtstückzahl bereits zur Jahresmitte erreicht – 90 % davon in hybrider oder vollhybrider Ausführung.

Die Kees­track-Mittelklasse markiert der R5 mit knapp 42 t Grundgewicht und maximal 50 t mit Überbandmagnet und ­Doppeldecknachsieb inklusive Überkornrückführung. Bereits bei seiner Vorstellung vor knapp drei Jahren erwies sich der diesel-hydraulische Brecher hinsichtlich Mobilität und Produktionsleistung als nahezu konkurrenzlos in seiner Leistungsklasse – jetzt präsentiert der Hersteller nach mehreren Upgrades mit dem Kees­track R5e eine dieselelektrische Version des 350-t/h-Allrounders.

Weitgehende Elektrifizierung

Wie beim größeren R6e wird auch der Prallbrecher des R5e mit 5 100 kg-Rotor (B/Ø: 1 000 mm/1 260 mm, Einlauf: 800 mm x 1050 mm) über den 345 kW starken Volvo-Sechszylinder-Diesel (TAD 1373 VE; EU IV) direkt angetrieben (»Rotor-by-diesel«). Die Arbeitshydraulik versorgt alle Hubzylinder an Chassis und Förderbändern, den Raupenantrieb, die Vibro-Austragsrinne sowie das Zweideck-Vorsieb und das kompakte Zweideck-Nachsiebmodul mit Überkorn-/Haldenband.

Ein 160-kVa-Generator liefert jetzt die Kraft für alle übrigen Fördereinrichtungen – einschließlich des 5-m³-Vibrationsaufgebers – und für den neuen, optionalen Neodym-Überbandmagneten. Aufgrund seiner gegenüber dem R6e erwartbar größeren Mobilität bietet der R5e keinen Plug-in-Netzbetrieb, kann aber über den vorhandenen 63-A-Anschluss nachgeschaltete Siebe oder Haldenbänder antreiben (ca. 38 kW Anschlussleistung). Mit insgesamt nur rund 500 kg Mehrgewicht gegenüber der diesel-hydraulischen Version steht die elektrische Ausrüstung für eine volle Mobilität des auch mit optionalem Dolly-Aufliegerfahrwerk erhältlichen R5e (Transporthöhe/-breite mit Nachsieb: 4 000 mm/3 000 mm).

Auf der Baustelle ist der Hybrid ebenso schnell einsatzbereit: Ohne Zusatz-Montagen oder Abstützungen lassen sich alle Bänder und Zusatzmodule hydraulisch einrichten, die sequenzielle Startautomatik der Relytec-Steuerung übernimmt das Hochfahren der Komponenten. Über Last- und Füllstandssensoren optimiert das System im Betrieb Produktionsleistung und -qualität. Alle Anlagenfunktionen sind serienmäßig funkfernsteuerbar, die optionale GPS/UMTS-Fernüberwachung Kees­track-er ermöglicht eine exakte Dokumentation aller Maschinenleistungen und informiert über mögliche Fehlfunktionen bzw. anfallende Wartungsarbeiten. Praxistests belegen nach Herstellerangaben eine Senkung des Kraftstoffverbrauchs von bis zu 45 % gegenüber der diesel-hydraulischen Version, was Kees­track insbesondere auf die wesentlich gleichmäßigeren Drehzahlen des drehmoment-starken Volvo-Diesels (max. 2 380 Nm bei 1 200min⁻¹) zurückführt.     §

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