HYDREMA Baumaschinen GmbH Gelungener Ausklang der Erlebnistage: »Mit Bravour durch den Parcours«

Strahlender Sonnenschein in Weimar und Baumaschinen zum Anfassen: Für die Besucher der von Hydrema veranstalteten »Erlebnistage« stand im April pure »Action« im Mittelpunkt. Auf einer rund 7 000 m2 großen Musterbaustelle ließen sich Dumper, Mobilbagger und Baggerlader genau unter die Lupe nehmen – auch auf der dafür angelegten Teststrecke. Das bauMAGAZIN hat vor Ort mit Martin Werthenbach, Vertriebsleiter Deutschland bei Hydrema Baumaschinen, über die aktuellen Maschinen gesprochen.

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Von: Benjamin Chucholowski
Von: Dan Windhorst

Mit den »Erlebnistagen« ist Hydrema ein Event gelungen, das die Dumper und Bagger klar in den Mittelpunkt rückt und damit ein ungetrübtes Leistungsbild der Maschinen zeichnet. Getreu dem Motto »Mitmachen statt zuschauen« ließen es sich viele der Kunden und Fachbesucher nicht nehmen, die Hydrema-Maschinen auf Herz und Nieren zu prüfen. Auch das bauMAGAZIN drehte ein paar Runden mit dem kompakten Dumper der 912-Serie, um dessen Fahrverhalten und -komfort zu testen. Mit seiner breiten Bereifung, der präzisen Knicklenkung und einer auffallend hohen Bodenfreiheit erwies sich der Dumper mit maximal 10 t Nutzlast als besonders geländegängig und damit vielseitig einsetzbar. Für die Serie spricht laut Hydrema aber auch das geringe Eigengewicht und damit ein niedriger Bodendruck. Zudem seien die 912er-Modelle sicher und robust aufgebaut sowie einfach zu bedienen.

Für vielfältige Einsätze konzipiert

Die 912er-Serie, bestehend aus den Modellen 912G, 912GS und 912HM, ist mit einem Cummins-B4.5-Motor der Stufe V ausgestattet: Dieser liefert eine Leistung von 108 kW bei 2 000 min–¹ – das maximale Drehmoment beläuft sich auf 600 Nm bei 1500 min–¹. Das Chassis ist mit zentraler Knicklenkung und Pendelstange sowie zwei doppeltwirkenden hydraulischen Stabilisatoren im Knickgelenk versehen. Letztere sollen für eine hohe Stabilität im Fahr- und Kippbetrieb sorgen. Bei den Achsen zeigen sich hingegen Unterschiede: Während der 912G keine Federung besitzt, sind im 912GS sowie 912HM elektrohydraulische Federungssyteme mit zwei unabhängigen Federungszylindern an der Vorderachse verbaut.

Das schnelle Abladen soll die kompakte 180°-Drehvorrichtung Multi Top nach hinten und zu beiden Seiten ermöglichen. Die Drehvorrichtung ist laut Hydrema dabei auf einem soliden Kugeldrehkranz montiert – die Drehung selbst erfolgt mittels doppeltwirkender Zylinder. Ausgestattet sind die Modelle der 912-Serie außerdem mit einer Hydraulikpumpe mit einer Durchflussmenge von 84 l/min, einer hydrostatischen, bedarfsgesteuerten Knicklenkung sowie einem ZF-6-Gang-Vollautomatik­getriebe WG115 Ergopower samt elektronischer Steuerung bei sechs Vor- und drei Rückwärtsgängen.


Schnell, flexibel, kraftvoll

Für Aufsehen haben bei den »Erlebnistagen« allerdings auch die Mobilbagger der MX G-Serie gesorgt. Sie erweisen sich generell aufgrund ihrer kompakten Abmessungen, der Flexibilität und ihrer hohen Leistungskraft als effektive Arbeitstiere, die vielseitig einsetzbar sind. Ideal eignen sich die Modelle MX14G, MX16G, MX17G sowie MX18G und MX20G beispielsweise für die Stadt sowie generell beengte Großbaustellen. Für eine Leistung von 129 kW bei 2 200 min–¹ sorgt bei den Modellen ein Cummins- Motor des Typs B 4.5L Stufe V mit DOC, DPF und SCR-Katalysator. Das maximale Drehmoment liegt bei 780 Nm bei 1 500 min–¹ während das verbaute Zweikreishydrauliksystem bei der Arbeitshydraulik auf 319 l/min und bei der Schwenkhydraulik auf 88 l/min kommt. Ebenfalls verbaut sind ein hydrostatischer Antrieb und 2-Gang-Softshift-Lastschaltgetriebe für Straßen- und Offroad-Getriebe sowie eine Joystick-Steuerung mit vier proportional ansteuerbaren Servo-Funktionen, einem Roll­schalter und vier Drucktasten. Der Oberwagen, so Hydrema, soll mit 3 300 mm den kleinsten Schwenkradius am Markt bieten – als großen Vorzug umschreibt der Hersteller außerdem die großzügige Fahrerkabine, den geringen Geräuschpegel von lediglich 68 dB (A) sowie die Leistungsdaten in Bezug auf Arbeitsgeschwindigkeit, Hubkraft und Reißkraft.

Hydrema mit positiver Entwicklung

Der Begriff »Premium-Maschine« ist fest in der Kommunikation des dänisch-deutschen Herstellers verankert und tatsächlich gibt es hinsichtlich der Fertigungstiefe bei Hydrema gewisse Alleinstellungsmerkmale. So liegt der Stahlbau fest in der Hand des Werks in Weimar, selbst die Fahrerkabinen für die Dumper der 912-Serie oder die der Baggerlader werden in Thüringen gebaut. »Hier wird nicht nur montiert, sondern auch Stahl verarbeitet«, sagte Martin Werthenbach, Vertriebsleiter Deutschland bei Hydrema Baumaschinen. Der MX-Bagger sei etwa eine Maschine, die mit einer Hydraulikleistung von mehr als 400 l/min ein »kompromissloses Arbeiten« ermögliche. Die MX-Reihe ist als Geräteträger konzipiert und daran gewöhnt, mit einem Tiltrotator umzugehen.

Auch wenn Deutschland der Heimatmarkt des Mobilbaggers sei, so konnten sich auch die Dumper hinsichtlich der Absatzzahlen nach Jahren der Zurückhaltung spürbar positiv entwickeln, so der erfahrene Branchenkenner weiter. Etwa drei Viertel der in Deutschland abgesetzten Hydrema-Maschinen sind Mobilbagger, etwa 20 % Dumper und 5 % Baggerlader. Mit Blick auf das laufende Geschäftsjahr ist Martin Werthenbach positiv gestimmt: Trotz aller aktuellen Herausforderungen und globalen Material- und Lieferengpässen werde Hydrema ein »voraussichtlich hervorragendes Jahr« hinlegen. Auch hier komme dem Unternehmen, das seit diesem Jahr auch VDBUM-Mitglied ist, die hohe Fertigungstiefe zugute. »Die Lieferanten abseits unserer eigenen Produktion lassen sich an einer Hand abzählen, selbst die Zylinder bauen wir selbst«, gibt Werthenbach Einblick. »Aber natürlich ist ein gewisser Preisdruck vorhanden, der erreicht auch uns.« Die Dumper seien für das laufende Jahr schon ausverkauft, es gäbe bereits Aufträge für das kommende Jahr.
»Für unsere Mobilbagger sind wir aber tatsächlich in der guten Position, für das laufende Jahr noch Aufträge anzunehmen«, urteilte Martin Werthenbach abschließend.    d

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