Entworfen unter entsprechend realen Baustellenanforderungen, kombiniert der »DT22« das Gelenkfahrgestellkonzept von Hydrema mit einer neuen, größeren Kabine, verbesserter Antriebssteuerung und einer modernen Bedienoberfläche – entwickelt, um die Produktivität auf unebenem Gelände und weichen Böden hochzuhalten.
Ein neuer Führerstand
Der »DT22« verfügt über eine größere ROPS-Kabine mit einem zusätzlichen Sitz, der den genehmigten Personentransport ermöglicht und die tägliche Benutzerfreundlichkeit weiter optimiert. Im Inneren erhalten die Bediener einen 10-Zoll-Touchscreen mit Kameraansicht, erweiterte Menüs für persönliche Einstellungen und erweiterte Funktionen. »Mit dem ›DT22‹ haben wir uns auf die Details konzentriert, die Bediener jeden Tag spüren: Zugang, Sicht, Komfort und intuitive Steuerung, während gleichzeitig die Hydrema-DNS von Stabilität und Mobilität erhalten bleibt«, sagt dazu Lars Kristensen, Projektleiter und verantwortlich für das »DT22«-Update.
Stabilität, Traktion, Kontrolle
Im Kern des »DT22« befindet sich ein gelenkiges Fahrgestell mit einer Pendelstange und doppelten hydraulischen Stabilisatoren im Mitteldrehpunkt. Dieses Fahrgestell bietet sowohl beim Fahren als auch beim Entladen hohe Stabilität. Der »DT22« verfügt außerdem über eine Proportionalbremse für eine sanfte, kontrollierbare Verzögerung, was laut Hersteller besonders bei Steigungen und auf variablen Bodenbedingungen besonders wertvoll ist.
Das Retarder-System kombiniert Motorbremsen mit einem proportionalen hydraulischen Retarder, das über ein Pedal gesteuert wird und somit bis zu 230 kW Retarder-Leistung liefert. Die Traktionsunterstützung umfasst halbautomatische Differenzialverriegelungen in den Achsen und Achsdrehzahlsensoren, die die Radrotationsgeschwindigkeit überwachen. Die Vorderachse verfügt über eine elektronisch gesteuerte Federung mit Pegelregelung und einer verbesserten Differenzialverriegelung mit 75-Prozent-Verriegelung.
Gebaut, um länger zu arbeiten
Der »DT22« ist mit einem verbesserten Beleuchtungskonzept ausgestattet, darunter 16 LED-Arbeitsleuchten zur optimalen Verteilung. Der Servicezugang und die täglichen Überprüfungen werden vereinfacht, mit einfachen Zugangspunkten und einem Führerstands-Layout, das die praktische Anwendung im Baustelleneinsatz unterstützt. Wichtige sicherheitsbezogene Systeme sind u. a. ein Indikator für Überhitzungsrisiko der Bremsen, eine Rückfahrkamera zur Verbesserung der Sichtbarkeit, ein Notfallknopf, um das Fahrzeug kontrolliert anzuhalten, sowie eine Überwachung des Kippkörpers mittels Winkelsensor zur Unterstützung der Überschlagsicherheit und eine Einstellung der Kipp-Höhenbegrenzung.
Bewährter Antriebsstrang
Der neue Knickdumper wird von einem Sechszylinder-Cummins-Motor des Typs »B6,7« (Stage V) mit DOC, DPF und SCR angetrieben, der 231 kW bei 2 200 U/min und 1 288 Nm bei 1 500 U/min leistet. Der Antriebsstrang verfügt über ein »ZF Ergopower 6WG-210«-Automatikgetriebe mit sechs Vorwärts- und drei Rückwärtsgängen und 100-Prozent-Verriegelung in allen Gängen, mit einer Höchstgeschwindigkeit von 50 km/h vorwärts und 31 km/h rückwärts.