Husqvarna Deutschland GmbH »LF 75 Pace«: Akkubetriebene Rüttelplatte im Praxistest

Die akkubetriebene Rüttelplatte des Typs »LF 75 Pace« von Husqvarna sollte eine schnelle und effiziente Verdichtung von Erde und Asphalt ermöglichen. Besonders bei Reparatur- und Wartungsarbeiten sowie im kommunalen Einsatz sah der Hersteller ihre Stärken. Wie sie sich unter realen Bedingungen schlug, wollte Dennis Zimmermann, Leiter des Bauhofs Waldheim, wissen. Drei Wochen lang hatte er das Gerät deshalb in verschiedenen Anwendungsbereichen sowie auf wechselnden Untergründen getestet.

Pressemitteilung | Lesedauer: min | Bildquelle: Husqvarna
Von: Marie Büter

Mit einer Plattenbreite von 420 mm und einem Gewicht von 98 kg passt die Husqvarna-Rüttelplatte für Dennis Zimmermann gut zu den Anforderungen im Bauhof. Neben ihm nutzten auch mehrere Mitarbeiter die »LF 75 Pace« während des Testzeitraums. Nach einer kurzen Einweisung konnten sie direkt mit der Arbeit beginnen: »Die Maschine ist selbsterklärend. Es gibt zwei Knöpfe, die zum An- und Ausschalten benötigt werden. Diese sind sogar mit einer bildhaften Darstellung gekennzeichnet, dass klar ist, wofür sie genutzt werden müssen«, sagt er. Auch die Einweisung vor Ort verlief nach seinen Angaben reibungslos. Ergänzend zur Bedienung und Anwendung erhielten die Mitarbeiter dabei auch einen kurzen Einblick in die Geschichte des Herstellers. Im Zuge der Einweisung wurden zudem zwei weitere Geräte für die geplanten Arbeiten angeliefert: das Wasserberieselungsgerät »WT 15i« und der Trennschleifer »K1 ­Pace«. Mehrere Akkus inklusive Ladekabel wurden in separaten Holzkisten geschützt angeliefert. »Das machte optisch schon einen sehr professionellen Eindruck«, so der Bauhofleiter.

Handhabung: Einfach bedient und schnell einsatzbereit

Bei der täglichen Arbeit überzeugte die »LF 75 Pace« laut Meinung des Testers vor allem durch ihre unkomplizierte Bedienung und die Sicherheitsfunktionen. »Die Handhabung ist, wie bereits erwähnt, einfach und praktisch. Auch das Akkueinsetzen bzw. dessen Wechsel sind schnell erledigt. Der Akku wird seitlich verbaut, wodurch er vor Beschädigungen geschützt ist. Im Anschluss kann der Ladestand beim Drücken des Startknopfs eingesehen werden. Doch wirklich losfahren tut die Maschine erst, wenn der zweite Knopf rechts daneben betätigt wird. Dadurch wird der Anwender geschützt.« Damit ist sichergestellt, dass sich die Platte nicht unbeabsichtigt in Bewegung setzt. Vor dem Arbeitseinsatz muss lediglich der für den Transport eingeklappte Führhebel mit Anti-Vibrationsgriff ausgeklappt werden. Ein kleiner Hebel arretiert ihn, sodass er während der Verdichtungsarbeiten sicher in Position bleibt. 

»Hat richtig Spaß gemacht,die Maschine zu nutzen«

Auf den Baustellen lief die Rüttelplatte mehrfach rund 30 Minuten am Stück. »Es hat richtig Spaß gemacht, die Maschine zu nutzen. Sie ist leicht zu bedienen und läuft gut über verschiedene Untergründe – nicht nur Erde und Asphalt, wie wir feststellen durften.« Auch beim Wechsel zwischen den Einsatzorten zeigte sich die »LF 75 Pace« im Praxistest unkompliziert. Für den Transport auf längeren Strecken wurde überwiegend ein Radlader verwendet, auf- und abgeladen wurde das Gerät mit einem kleinen Kran. »Wenn man sich auf Baustellen bewegt, findet sich immer irgendwo eine Möglichkeit, die Platte abzuladen, das stellt für uns keine Hürde dar.« In einigen Fällen trugen sogar zwei Mitarbeiter die 98 kg schwere Platte von Hand. »Das ging sehr gut und man konnte sie an den passenden Stellen sogar im ausgeschalteten Zustand stückweise über den Asphalt ziehen, da sie wunderbar gleitet.« Dafür ist die Platte mit Rädern ausgestattet, die es vereinfachen, sie auf der Baustelle an die jeweilige Einsatzstelle zu fahren.

Zwischen Pflasterarbeiten und Schlaglochreparatur

Im dreiwöchigen Praxistest musste die »LF 75 Pace« gleich bei mehreren Aufgaben ihre Fähigkeiten unter Beweis stellen, u. a. bei Pflasterarbeiten für die Zufahrt eines Ersatzparkplatzes für ein Freibad. Dort wurde zunächst ein Mineralgemisch abgezogen und anschließend bewässert. Danach verdichteten die Mitarbeiter die Fläche mit der »LF 75 Pace«, verteilten anschließend Fräsgut und verdichteten dieses ebenfalls für einen gut befahrbaren Untergrund. Weitere Anwendungen folgten bei der Beseitigung von Schlaglöchern und bei Flickarbeiten auf Straßen und Wegen. »In den vergangenen Wochen mussten wir einige Schlaglöcher auf unbefestigten Wegen instand setzen. Hier wurden die Löcher erst mit Wasser benetzt, im Anschluss Mineralgemisch mittels der Rüttelplatte eingearbeitet und somit die Löcher verschlossen. Hierbei verarbeiteten wir insgesamt rund 1,5 t Material. An anderer Stelle haben wir auch Kaltmischgut für mehrere Schlaglöcher verwendet. Auch hier erzielte sie ein sehr zufriedenstellendes ­Ergebnis.«

Leise und vibrationsarm im Arbeitsalltag unterwegs

Die Belastung durch Lärm spielte bei den Einsätzen – selbst bei längeren – für Zimmermann eine untergeordnete Rolle. »Ich persönlich empfand die Arbeit mit der Maschine als sehr angenehm und konnte teilweise sogar ohne Hörschutz arbeiten – egal mit welchem Material ich gerade gearbeitet habe. Lediglich auf Asphalt war sie etwas lauter. Kaltgemisch und andere lose Gemische waren hingegen geräuscharm zu verarbeiten. Insgesamt ist mir aufgefallen, dass das Gerät bedeutend leiser als vergleichbare kraftstoffbetriebene Rüttelplatten arbeitet.«

Auch hinsichtlich der körperlichen Anstrengungen durch Vibrationen fiel das Urteil des Bauhofleiters positiv aus. »Bei oder nach der Arbeit gab es keine negativen Auswirkungen auf Arme, Rücken oder andere Körperteile. Es stellte kein Problem dar, längere Zeit am Stück zu arbeiten. Besonders der durch gummiartiges Material gedämpfte Griff hat Vibrationen deutlich reduziert.« Ein weiterer praktischer Vorteil des Akkubetriebs: Im Gegensatz zu einer Rüttelplatte mit Verbrennungsmotor entstehen während des Betriebs keine Abgase direkt am Arbeitsplatz.


Akkulaufzeit reicht für die ausgeführten Tätigkeiten

Bei vielen Aufgaben des Bauhofs lag die Einsatzdauer zwischen 30 und 40 Minuten. Nach Angaben des Bauhofleiters reichte die Akkukapazität für die Tätigkeiten problemlos aus: »Für uns als Bauhof war die Akkulaufzeit absolut ausreichend. Bei Reparaturen ist die ›LF 75 Pace‹ einfach perfekt. Eine halbe Stunde konnte sie gut durchlaufen. Dennoch hatten wir immer den zweiten Akku zur Vorsicht mit dabei und tauschten diesen zwischendurch aus – ohne nennenswerte Zeitverzögerung. Für die Aufgabenfelder unserer täglichen Arbeit ist die Rüttelplatte bestens geeignet.« Seitlich eingesetzt, sitzt der Akku geschützt im Gehäuse und ist damit vor äußeren Einflüssen und Beschädigungen abgeschirmt. Um den Akku wechseln zu können, ist zudem eine Sicherheitsfunktion integriert: Er lässt sich nur entnehmen, wenn die Maschine vollständig ausgeschaltet ist. Positiv fiel Zimmermann außerdem das Ladegerät auf. Während des Ladevorgangs kühlt es die Akkus, wodurch eine starke Erwärmung verhindert werden soll.

Rüttelplatte

»LF 75 Pace« von Husqvarna  
Gewicht (kg) 98 (individuelle Ausstattung)
Antriebsart Akku
Laufzeit (min) mit »B750X«-Akku 30
Plattenbreite (mm) 420
Ladezeit (min) mit »C1800X«-Akku 45
Zentrifugalkraft (kN) 14,6

Ein Wasserbehälter für die saubere Verdichtung

Für die Verdichtung von wassergebundenen Materialien ist die »LF 75 Pace« zudem mit einem Wasserbehälter ausgestattet. Laut Zimmermann sitzt der Behälter sicher am Gerät und lässt sich unkompliziert bedienen. »Der Wassertank wird in den Holm eingeklickt und lockert sich nicht während der Arbeit. Vor allem das Ventil ist positiv aufgefallen, da es sich durch die Vibration der Rüttelplatte nicht gelöst hat, wie ich es schon bei anderen Platten erlebt habe«, ergänzt er.

Die Rüttelplatte im »ProfiTest« – ein Fazit

Gerade für Bauhöfe, kleinere GaLaBau-Betriebe und kommunale Anwender mit regelmäßig anfallenden Reparatur- und Instandsetzungsarbeiten ist das Gerät laut Zimmermann bestens geeignet. »Die Größe und das Gewicht sind perfekt abgewogen. Ich habe das Gefühl, dass Husqvarna wirklich die Bedürfnisse der Anwender verstanden und die ›LF 75 Pace‹ diesen entsprechend entwickelt hat«, sagt er. Als weiteren Pluspunkt nennt der Bauhofleiter das »Pace«-Batteriesystem, mit dem sich verschiedene Produkte mit demselben Akku betreiben lassen: »Multifunktionale Akkusysteme sind die Zukunft. Einfach Akkus aufladen, mitnehmen und in die Geräte integrieren, die gerade benötigt werden. Zudem ist Strom – vor allem aktuell – günstiger als Kraftstoff.« Dabei stellt gerade die Kombination aus Akkubetrieb und eigener Stromerzeugung über Photovoltaik einen wirtschaftlichen Vorteil für ihn dar: »Produziert ein Anwender seinen Strom auch noch selbst über Photovoltaik, spart er zusätzlich.« Außerdem sei die geringe Geräuschentwicklung ein weiterer positiver Aspekt. Nach seiner Erfahrung können dadurch Arbeiten zu früheren Tageszeiten durchgeführt werden, ohne Anwohner unnötig zu stören.

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Hans-Lorenser-Straße 40
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