REISCH GmbH
Vom Beladen bis zur Reinigung – mehr Effizienz im Transportalltag mit dem Move-R Schubbodenauflieger
Bislang war Thomas Loy, Mitarbeiter bei Kleber Transporte, vor allem mit Kipplastwagen unterwegs. Inzwischen fährt er überwiegend einen der 20 Schubbodenauflieger des Unternehmens. Nun sollen nach und nach vor allem jene Fahrzeuge ersetzt werden, die bereits fünf bis sechs Jahre im Einsatz sind und teilweise rund 700.000 km zurückgelegt haben. Der perfekte Zeitpunkt also, um den neuen Schubbodenauflieger Move-R von Reisch beim Be- und Entladen sowie beim Transport unterschiedlicher Materialien im Praxiseinsatz zu testen.
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| Bildquelle: DieProfitester
Von: Marie Büter
„Ich transportiere aktuell mit dem Move-R vor allem zwei Güter: hauptsächlich Pellets, aber auch regelmäßig Salz. Dafür fahre ich in der Woche circa 3.000 km deutschlandweit“, erklärt Thomas Loy, während er in der Ladestraße der Josef Ziegler GmbH, einem Säge- und Hobelwerk, darauf wartet, dass sich die Kammern des Aufliegers mit rund 26 Tonnen Pellets füllen. Mit einem Eigengewicht von 6.900 kg und einem zulässigen Gesamtgewicht von 39 Tonnen bietet der Move-R rechnerisch eine Nutzlast von bis zu 32,1 Tonnen. Das Ladevolumen beträgt 92 m³. Wie viel Ladung er zum Schluss tatsächlich aufnehmen kann, hängt von der Dichte des jeweiligen Materials ab. „Wenn wir Hackschnitzel oder Sägespäne fahren, komme ich gewichtstechnisch nicht so schnell an die Grenzen und kann über 90 m³ laden und habe trotzdem lediglich ein Gesamtgewicht von 36,5 Tonnen. Das geht bei Pellets allerdings aufgrund ihrer höheren Dichte nicht“, bestätigt der Berufskraftfahrer. Für vier Wochen fährt Loy den fabrikneuen Auflieger testweise im täglichen Einsatz. „Ich habe ihn mit einer Null auf dem Tacho übernommen. Es ist wirklich schön, einen Schubboden zu nutzen, bei dem alles einwandfrei funktioniert und der auch optisch etwas hermacht“, sagt er.
Profitester Thomas Loy aktiviert den Schubboden, indem er zunächst den Nebenantrieb im Fahrerhaus in Betrieb nimmt und anschließend den Förderboden über ein seitlich am Auflieger befestigtem Bedienelement (Bild) in Bewegung setzt.
Hauptsächlich transportiert der Berufskraftfahrer Holzpellets und erklärt beim Beladen, dass er aufgrund ihrer hohen Dichte rund 26 Tonnen laden kann. Deshalb schöpft er das Ladevolumen des Schubbodens nicht vollständig aus.
Um die Last möglichst gleichmäßig auf die Achsen zu verteilen, werden die Kammern im Werk nacheinander durch ein Füllrohr von oben befüllt.
Das Zubehör für die Reinigung des Schubbodens und die Bedienstange für die Abdeckplane sind übersichtlich außen an einer Fahrzeugseite angebracht, sodass der Tester alle benötigten Utensilien immer schnell zur Hand hat.
Beim Auf- und Abrollen der Plane legt der Fahrer die Befestigungshaken mit einer Teleskopstange um, um die Abdeckung entweder zu lösen oder zu fixieren.
Am Move-R ist auch ein klappbarer Rückleuchtenschutz verbaut, der die Leuchten beim Entladen vor Schmutz und Beschädigungen schützt.
Beladen mit durchdachten Details
Beim Beladen sieht Loy gegenüber anderen Produkten auf dem Markt keine wesentlichen Unterschiede. „Dadurch war die Bedienung von Anfang an kein Problem. Ich weiß, welche Knöpfe ich wann, wie und wo drücken muss.“ Zudem sei die Wand, die als Unterstützung beim späteren Abladen fungiert, praktisch integriert. „Sie kann mit einem kleinen Haken befestigt werden und bewegt sich nicht frei auf der Ladefläche, wie es teils bei anderen Schubböden üblich ist. Ich muss die Wand lediglich einhaken, damit sie arretiert. Dann kann es mit dem Beladen bereits losgehen,“ sagt Loy. Ist die Wand vor dem Beladen nicht korrekt positioniert, kann das später beim Entladen zum Problem werden: Das Material lässt sich dann nicht wie vorgesehen von der Ladefläche schieben. „Dann heißt es schaufeln“, erklärt der Tester. Das bedeutet für ihn zusätzlichen Arbeitsaufwand und kostet Zeit. Um die Last möglichst gleichmäßig auf die Achsen zu verteilen, füllt er die Kammern nacheinander. Während der Fahrt verteilt sich die Ladung weiter, sodass sie bei der Ankunft am Zielort möglichst gleichmäßig im Auflieger verteilt ist.
Schneller entladen mit dem Move-R
Besonders beim Entladen zeigt sich für Loy ein klarer Vorteil: „Ich weiß nicht, warum das Entladen so viel schneller funktioniert als bei unseren anderen Schubbodenaufliegern, doch bei diesem neuen Modell dauert es maximal acht bis neun Minuten. Das finde ich sehr faszinierend. Normalerweise brauche ich circa eine Viertelstunde.“ Nach Angaben des Herstellers hänge die tatsächliche Entladezeit von mehreren Faktoren ab. Entscheidend seien insbesondere die Art, die Beschaffenheit und Fließfähigkeit des transportierten Materials sowie die Motordrehzahl des Zugfahrzeugs, die den Ölvolumenstrom des Hydrauliksystems und damit die Arbeitsgeschwindigkeit des Schubbodens beeinflusst. Außerdem seien die Beschaffenheit und Bauweise des Cargo-Floor-Schubbodensystems gezielt darauf ausgelegt, dass die Ware möglichst ungehindert aus dem Fahrzeug entladen werden kann.
Zum Entladen aktiviert Loy zunächst den Nebenantrieb im Fahrerhaus. Anschließend setzt er den Förderboden über ein Bedienelement an der Seite des Fahrzeugs in Bewegung. Ihm zufolge fehlt in der Ausstattung eine Fernbedienung, um den Be- und Entladevorgang auch mobil und flexibel zu steuern: „Mit einer Fernbedienung wäre ich ortsunabhängig und hätte jederzeit einen Rundumblick über das Fahrzeug. Beispielsweise muss beim Entladen von Hackschnitzeln in Siloanlagen der Vorgang häufig zwischenzeitlich gestoppt werden, wenn der Ablagebunker voll ist und das Material erst nachrutschen muss. Dann muss der Schubboden zwei bis drei Minuten stillstehen, bevor es weitergeht. Hier muss ich immer an den Kasten treten, um zu stoppen, anstatt von der hinteren Seite, wo ich alles im Blick habe, einfach mit der Fernbedienung zu pausieren.“ Eine Fernbedienung ist laut Reisch optional erhältlich. Damit lässt sich die von Loy gewünschte flexible Steuerung nachrüsten. Abhängig von der gewählten Fahrwerkskonfiguration ist zudem eine Liftachse verfügbar, die dazu beitragen kann, den Radwiderstand und damit den Kraftstoffverbrauch zu reduzieren, indem sie bei entsprechend geringem Gewicht angehoben wird. Auch eine automatische Achssteuerung ist abhängig von der jeweiligen Konfiguration als zusätzliche Ausstattung möglich.
Technische Daten
92 m³
Ladevolumen
ab 6.900 kg
Eigengewicht
S700-Stahl, Aluminium
Material
Reinigung leicht gemacht
Ist der Auflieger entleert, geht es an die Reinigung. Nach Angaben von Thomas Loy ist das beim Move-R Schubbodenauflieger nur mit einem geringen Aufwand verbunden, da beim Entladevorgang kaum Materialrückstände auf der Ladefläche zurückbleiben. Der geringe Aufwand ist laut Loy allerdings nicht auf ein besonderes Reinigungsverfahren zurückzuführen. Er sagt, dass sie überwiegend mit Besen und Luft reinigen. „Wir haben einen ganz normalen Luftanschluss und einen Luftschlauch verbaut, über den alles sauber ausgeblasen wird. Rahmen, Querstreben und der gesamte Innenraum sind dafür gut zugänglich.“ Auch das Zubehör ist übersichtlich an einer Seite untergebracht. Dazu gehören Besen, Schaufel und die Stange zum Öffnen und Schließen der Abdeckplane. „Alles ist kompakt auf einer Seite befestigt und nicht an verschiedenen Stellen des Move-R. Ich muss nichts suchen, sondern weiß, wo ich alles finde.“ Sämtliches Zubehör war laut Angaben des Testers bei der Abholung des Fahrzeugs bereits vorhanden.
Die gut zugänglichen Flächen und die zentrale Aufbewahrung des Zubehörs erleichtern ihm die Reinigung. Er wisse jedoch nicht, ob es an einer bestimmten Oberflächenbeschaffenheit des Innenraums liegt oder schlicht daran, dass der Auflieger noch neu und frei von Gebrauchsspuren ist. „Das kann jetzt noch nicht ordentlich beurteilt werden. Wenn es mal ein bisschen benutzt ist, dann wird es interessanter. Klar ist auf jeden Fall, dass alles sauber verarbeitet ist und es nur wenige Kanten gibt, an denen sich Schmutz ablagern kann.“
Korrosionsschutz und Verarbeitung überzeugen im Praxistest
Beim Transport von Salz stellt sich zudem die Frage, wie gut er gegen Korrosion geschützt ist. Dass Salz dem Material zusetzen kann, liegt nahe. Loy sieht beim Move-R Vorteile beim Korrosionsschutz. „Da der Rahmen innen vollständig verzinkt ist, gehe ich nicht davon aus, dass es selbst bei längerem Einsatz mit Salz zu Schäden kommt“, erklärt er. Auch der Unterfahrschutz hinten ist verzinkt und macht den Schubbodenauflieger widerstandsfähiger gegenüber Umwelteinflüssen und Korrosion. Außerdem werden die Achsträger bei den neuen Modellen nach Angaben des Herstellers im eigenen Werk noch einmal lackiert, um sie vor Rost zu schützen.
Ein kleiner Schwachpunkt zeigt sich dagegen beim Anfahrschutz, der die Pflege etwas erschwert. Dieser ist laut Tester in einem zu großen Abstand zum Fahrzeug montiert, wodurch sich Salz und Pellets leichter ablagern. „Das ist aber Meckern auf hohem Niveau. Denn ein besonders großer Vorteil des Anfahrschutzes ist, dass er verschraubt und nicht verschweißt ist. Man kann diesen also einfach abnehmen, wenn er beschädigt ist, und muss ihn nicht – wie bei verschweißten Teilen – abflexen und neu anschweißen“, ergänzt er.
Souverän unterwegs und alles im Blick
Ob bei Regen oder Sonnenschein, mit voller Ladung oder leer: Bei den vielen Kilometern im täglichen Einsatz muss sich der Auflieger unter unterschiedlichen Bedingungen bewähren. „Vom Fahrverhalten her ist er einwandfrei. Er liegt super auf der Straße und es ist völlig egal, ob ich voll oder leer fahre. Ich kann Kurven ordentlich nehmen und zügig die erlaubten Geschwindigkeiten fahren. Das habe ich schon auf verschiedenen Strecken, auf Autobahnen und über Land getestet“, erklärt Loy und zeigt sich auch mit dem Wendekreis zufrieden: „Wir müssen oft in engen Umgebungen wenden und das geht auch mit dem Move-R wie mit allen anderen Schubböden, die ich bisher gefahren habe, einwandfrei.“ Neben Fahrverhalten und Wendigkeit ist auch die Rundumsicht entscheidend. Insbesondere auf engen Betriebsgeländen wie dem Pelletwerk und bei schlechten Lichtverhältnissen muss der Fahrer das Gespann jederzeit gut überblicken können. Für den Tester hat sich der Move-R dahingehend mehr als bewährt: „Die Übersicht über das Fahrzeug ist sehr gut. Selbst wenn es dunkel ist oder ich rückwärtsfahren muss – ob im Hellen oder bei Finsternis – das komplette Heck ist ausgeleuchtet und ich kann sehen, wohin ich fahre. Dafür sorgen u.a. die Begrenzungsleuchten links und rechts am Heck.“
Abdeckplane im Praxiseinsatz
Während der Auflieger mit Pellets beladen wird, rückt ein weiterer Aspekt des Praxistests in den Fokus: die Alltagstauglichkeit. Vor allem die Plane zum Abdecken der Transportgüter hat ihn überzeugt. Von der Anwendung unterscheidet sich das Auf- und Abrollen kaum von anderen Lösungen auf dem Markt. Die Konstruktion der Abdeckung findet Loy dennoch durchdacht: Sie schützt die Ladung vor Regen und Nässe und damit vor Feuchtigkeit. „Hinten ist ein gewisser Überstand an der Plane angebracht, wodurch das Wasser vor den Türen abläuft und nicht direkt an den Türen hinunterrinnt“, beschreibt er zufrieden. Er sei schon mehrmals bei starkem Regen auf der Straße unterwegs gewesen und es habe noch nie Probleme mit Feuchtigkeit gegeben. „Er ist zu 100 Prozent dicht“, bestätigt er.
Einen weiteren Vorteil sieht er in einer in die Plane integrierten Eisenstange. Sie bildet – ähnlich einem Dachprofil – eine kleine Erhöhung. Dadurch sammelt sich auf dieser kein Wasser, sondern es läuft direkt ab. Auch beim Auf- und Abrollen der Abdeckung bleibt die gesamte Ladung trocken. Zwei Details an der Abdeckplane sieht Loy allerdings kritisch. Zum Verschließen müssen die am Auflieger befestigten Scharniere mithilfe einer Führstange umgelegt werden. Obwohl dies ein übliches Vorgehen ist, wünscht sich Loy an der Stange einen kleinen Widerhaken, mit dem er sie an den Scharnieren einhängen kann. Dadurch könnten diese in einem Zug verschlossen werden, ohne dass die Stange dabei abrutscht. Außerdem bereiten ihm die Querstreben unter der Plane Sorgen. Er befürchtet, dass die Plane durch die Belastung im Laufe der Zeit reißen könnte. Diese Bedenken sind nach Angaben von Reisch unbegründet, da das im Reisch Move-R eingesetzte Dachsystem auf einer bewährten Konstruktion basiert. Um die mechanische Beanspruchung des Materials zu reduzieren und Scheuerstellen zu vermeiden, sei die Plane dafür an den Kontaktstellen mit den Querstreben gezielt zusätzlich verstärkt.
Mit 0 km auf dem Tacho übernahm Thomas Loy vom Unternehmen Kleber Transporte den fabrikneuen Reisch Move-R für den Profitest.
Rückleuchten mit manuellem Schutz
Damit die Rückleuchten auch langfristig gut geschützt bleiben, ist der Move-R mit einem klappbaren Rückleuchtschutz ausgestattet. Dieser ist einfach aufgebaut und damit ebenso leicht zu bedienen. „Ich muss lediglich zwei Haken lösen und kann ihn so manuell ab- und aufklappen. Dadurch werden die Rückleuchten beim Entladen vor Beschädigungen und Schmutz geschützt.“ Er persönlich bevorzugt die manuelle Bedienung gegenüber einem automatisierten System. „Wenn ich es selbst mache, dann weiß ich auch, dass ich den Schutz ent- oder wieder verriegelt habe und das auch überprüfen muss. Außerdem kann bei automatischen Systemen schneller etwas kaputtgehen, sodass sich der Schutz unter Umständen nicht mehr öffnen oder verschließen lässt. So, wie Reisch das gelöst hat, finde ich das top“, erklärt er die Vorteile des Rückleuchtenschutzes. Zudem schließt das Blech bündig mit dem Fahrzeug ab. Dadurch entstehen weniger Stellen, an denen sich Schmutz und Materialrückstände festsetzen können.
Fazit: Überzeugend für den täglichen Einsatz
Nach vier Wochen im Praxiseinsatz fällt Thomas Loys Einschätzung zum Schubbodenauflieger von Reisch überwiegend positiv aus. Besonders die kurze Entladezeit, die einfache Pflege und die gute Übersicht haben ihn überzeugt. Auch die durchdachte Integration der Ladungssicherungs- und Reinigungskomponenten sowie die Konstruktion der Abdeckplane erleichtern ihm die tägliche Arbeit. Verbesserungspotenzial sieht Loy lediglich bei einzelnen Details am Fahrzeug, die laut ihm allerdings „nichts sind, was nicht gelöst werden kann.“ Insgesamt hinterlässt der Move-R bei Loy demnach einen sehr guten Eindruck. Wie sich die Konstruktion langfristig bewährt, insbesondere im Hinblick auf Reinigung, Verschleiß und die Haltbarkeit der Plane, wird sich erst im weiteren Einsatz zeigen. Dafür hat Kleber Transporte das Fahrzeug direkt in den firmeneigenen Fuhrpark übernommen.
Über den Tester
Thomas Loy ist seit Anfang 2026 als Berufskraftfahrer bei der Firma Kleber Transporte beschäftigt. Kleber Transporte besteht bereits seit dem Jahr 2000 und hat sich auf den Transport von Schüttgütern spezialisiert. Hierfür kommen verschiedene Kipper und Schubbodenfahrzeuge zum Einsatz. Loy ist für den Betrieb fünf Tage die Woche deutschlandweit im Einsatz und verantwortet dabei die Be- und Entladevorgänge sowie den Transport von Pellets und Salz bis zum Endkunden. Ab sofort ist er dafür mit dem Move-R unterwegs, da der Schubbodenauflieger nach Testende direkt in den Fuhrparkbestand des Unternehmens überging.
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