Der Renovierungsauftrag wurde nach einer Ausschreibung an das belgische Bauunternehmen TRBA und seinen Schweizer Partner Walo vergeben. Die Durchführung des Projekts erfolgte in mehreren Phasen, beginnend mit einem kritischen Sägevorgang entlang der gesamten Länge des zu ersetzenden Abschnitts. Diese Phase begann am 16. März und musste kurz vor der Sperrung der Start- und Landebahn Mitte April abgeschlossen werden. Allen Beteiligten war klar, dass bei diesem Infrastrukturprojekt Leistung, Zuverlässigkeit und sorgfältige Planung vom ersten Tag an zusammenkommen mussten.
Von Anfang an ein anspruchsvolles Unterfangen
Schon in den ersten Nächten wurde das Ausmaß der Herausforderung deutlich. Da die Start- und Landebahn den größten Teil des Tages geöffnet war, hatten die Teams nur ein schmales Zeitfenster zwischen Mitternacht und vier Uhr morgens, um die Sägearbeiten abzuschließen. Während dieser Zeit rechnete das Team damit, durchschnittlich 250 Laufmeter in einer Tiefe von fast 25 cm zu schneiden, was unter allen Bedingungen ein anspruchsvolles Ziel darstellt. Aber die Bedingungen waren alles andere als typisch. Der alte Beton enthielt harte Flusskieselzuschlagstoffe, die die Schnittgeschwindigkeit schnell beeinflussten. Trotz der Erfahrung von TRBA erreichte das Team zunächst eine Fortschrittsrate von nur 100 Laufmetern und lag damit deutlich unter dem geforderten Niveau.
Zu diesem Zeitpunkt bestand die Herausforderung nicht mehr nur im Schneiden. Es ging darum, einen Weg zu finden, Nacht für Nacht innerhalb eines sehr begrenzten Zeitrahmens eine konsistente und vorhersehbare Leistung zu erbringen.
Eine Feuerprobe für »Elite-Cut F1600C«
Um den anspruchsvollen Zeitplan des Projekts einhalten zu können, wandte sich TRBA an seinen Lieferanten Husqvarna Construction. Für diesen war das die ideale Gelegenheit, um seine neue »Elite-Cut F1600C«-Serie unter realen Baustellenbedingungen einzuführen. »Wir baten unseren Ansprechpartner bei Husqvarna Construction, Stéphane Kempeneers, vor Ort zu sein, und gemeinsam schauten wir uns die Maschinengeschwindigkeit, den verwendeten Trennscheibentyp, den Durchmesser, die Tiefe, die Förderrate und die Wassermenge an. All diese Faktoren wurden analysiert und an die neuen Trennscheiben angepasst«, so Frédéric Van Steenkiste, Projektingenieur bei der TRBA Concrete Division.
Die »F1600C«-Baureihe ist für anspruchsvolle Anwendungen wie Straßen sowie Start- und Landebahnen gedacht, bei denen eine gleichmäßige Schneidleistung entscheidend ist. Sie wurde entwickelt, um die Drehzahl aufrechtzuerhalten, den Verschleiß zu kontrollieren und ein stabiles Schneidverhalten zu liefern, selbst in Stahl- und Hartbeton. »Das Projekt EuroAirport Basel-Mulhouse ist genau für die Art von Anwendung konzipiert, für die die ›F1600C‹-Klinge entwickelt wurde«, sagt Stéphane Kempeneers, Account-Manager bei Husqvarna Construction. »Sie brauchen eine Trennscheibe, die während der gesamten Schicht konstant arbeitet, nicht nur am Anfang, insbesondere unter schwierigen Bedingungen und unter Zeitlimit.« Zur Maximierung der Leistung wurde ein zweistufiger Schneidansatz vorgeschlagen, um die Tiefe von 25 cm effizienter und kontrollierter zu erreichen. Um den Schnitt auf 8 cm Länge zu öffnen, wurde im ersten Durchgang ein »FS 5000 D«-Fugenschneider mit einer 500 mm »Elite-Cut F1635C«-Trennscheibe (4,4 mm dick) genutzt. Für den zweiten Durchgang kam eine hydraulische 80-PS-Säge mit einer 750-mm-»Elite-Cut F1650C«-Klinge (4,4 mm dick) zum Einsatz, um die endgültige Tiefe von 25 cm zu erreichen. Indem jede Diamantscheibe innerhalb ihres optimierten Bereichs betrieben wurde, gewährleistete der Aufbau eine stabile, konsistente Leistung und ermöglichte es mehreren Teams, effizient parallel zu arbeiten.
Erwartungen wurden deutlich übertroffen
Die Ergebnisse der Neuaufstellung waren sofort sichtbar. Das Team von TRBA erfüllte nicht nur die geforderten Produktivitätsniveaus, sondern übertraf sie sogar mit mehr als 300 Laufmetern pro Tag. Dieser Erfolg zeigt, wie wichtig die Kombination aus Anwendungskompetenz, fortschrittlichen Diamantwerkzeugen und einer engen Zusammenarbeit zwischen Vertragspartnern und ihren Lieferanten ist, um komplexe Herausforderungen zu meistern. »Es war wirklich eine Kombination aus allem: sorgfältige Planung im Vorfeld, die richtigen Kontakte, die Fähigkeiten unserer Bediener, die Bedienung der Maschine und des Schneidprozesses sowie die Reaktionsfähigkeit von Husqvarna mit kurzen Kommunikationswegen zwischen uns und Stéphane«, so Frédéric Van Steenkiste.