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Hella/ Faurecia: Französischer Automobilzulieferer Faurecia will Hella übernehmen

Der französische Automobilzulieferer Faurecia übernimmt das 60-%-Aktienpaket der Hella-Gründerfamilie. Zudem hat Faurecia ein öffentliches Übernahmeangebot zum Erwerb der weiteren Aktien im Streubesitz angekündigt.

Durch den Zusammenschluss entsteht der siebtgrößte Autozulieferer weltweit. Über eine Rückbeteiligung in Höhe von bis zu 9 % werden die Familienaktionäre von Hella an der börsennotierten Obergesellschaft beteiligt bleiben. Vor dem Hinter­grund soll auch ein Familienvertreter dem Verwaltungsrat von Faurecia beitreten. »Wir haben langjährige Zusagen für die Standorte und Investitionen in die Zukunftsfelder sichergestellt. Hella hat damit die idealen Voraussetzungen, weiterhin langfristig erfolgreich zu sein«, so Jürgen Behrend, Leiter des Pools der Familiengesellschafter. Die Vereinbarung beinhaltet Zusagen an die Beschäftigten. So werden alle Betriebsvereinbarungen und Tarifverträge bestehen bleiben. Auch der Hella-Sitz in Lippstadt soll ein zentraler Standort bleiben. Im Zuge der Transaktion entsteht ein globaler Anbieter für Elektromobilität. Hella bringt hierfür sein Portfolio der Batterie- und Lenkungselektronik, Sensorik sowie Aktuatorik ein, während Faurecia Wasserstofflösungen und Speichersysteme beisteuert. Auch im Hinblick auf Fahrerassistenzsysteme und autonomes Fahren soll durch den Zusammenschluss ein globaler Technologieführer hervorgehen. Basierend auf der bereits seit 2018 bestehenden Entwicklungspartnerschaft beider Unternehmen bezüglich innovativer Lichtlösungen für den Fahrzeuginnenraum sollen diese Aktivitäten durch Einbringen der Kompetenzen von Faurecia bei Innenausstattungen sowie der Hella-Expertise in Innenbeleuchtung, Sensorik und Elektronik für Fahrzeugzugangssysteme weiter forciert werden. Die Transaktion steht unter dem Vorbehalt regulatorischer Freigaben und wird für Anfang 2022 erwartet.  T

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