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Dolezych: Den Ratschlastspanner neu erfinden

Zurrketten mit Ratschlastspannern werden zur Sicherung schwerer Ladungen eingesetzt. Die robusten und in der Funktion bewährten Bauteile sind weltweit millionenfach auf Lkw sowie Schwertransportern unterwegs und werden hauptsächlich im Direktzurrverfahren (Diagonal-/Schrägzurrung) eingesetzt. Weil sich in diesem Zusammenhang aber Herausforderungen beim Gebrauch von Standardspannern ergeben, hatte sich Dolezych das Ziel gesetzt, mit seinem DoRa 80 nichts anderes als den Ratschlastspanner neu zu erfinden.

Beim klassischen Anlegen muss die Zurrkette zunächst von Hand strammgezogen und in die dafür vorgesehenen Verkürzungselemente eingehakt werden. Das ist besonders bei dicken oder langen Ketten schwierig, weil wegen des hohen Gewichts viel Kraft eingesetzt werden muss. Nach dem Spannen mittels Ratschlastspanner hängen die Ketten dennoch häufig weiter durch, da die konstruktiv vorgegebenen Spannwege üblicher Ratschlastspanner zum strammen Verspannen vielfach nicht ausreichen. Die Vorspannkraft, die zur Ladungssicherung notwendig ist, wird also im schlimmsten Fall erst gar nicht aufgebracht. Gleiches gilt für das Nachspannen während der Fahrt. Ist der Spannweg nicht groß genug, muss der Spanner abgenommen, in die Ausgangsstellung zurückgedreht und dann neu gespannt werden. Hinzu kommt, dass die langen Bauformen von Standardspannern das Handling besonders in Situationen mit begrenzten Platzverhältnissen erschweren.

Flexible und zeitsparende Handhabung

Wichtige Merkmale für ein anwenderfreundliches und schnelles Arbeiten mit Ratschlastspannern sind ein langer Spannweg und die Handlichkeit des Spanners. Die beiden bisher gegensätzlichen Eigenschaften will der neue DoRa-Ratschlastspanner vereinen und damit für hohe Zeit- und Kostenersparnisse sorgen (das bauMAGAZIN berichtete in Heft 9/19, Seite 150). Der DoRa erreicht einen Spannweg (304 mm), der größer als seine Bauform (289 mm) ist. Gleichzeitig ist sein Spannweg fast doppelt so lang wie der gewöhnliche Spanner – bei identischen Leistungseigenschaften.

Der lange Spannweg erlaubt ein Einhaken in weiter voneinander entfernte Kettenglieder, sodass die Zurrketten nach dem Spannen stramm gespannt sind und nicht mehr durchhängen. Die großen Spannweg-»Reserven« des DoRa-Spanners sorgen wiederum dafür, dass dieser zum Nachspannen bei Ladungsversatz nicht abgenommen und neu gespannt werden muss. Der vorhandene Spannweg reicht nach Herstellerangaben aus, um ein einfaches Nachspannen an der ursprünglichen Position des Spanners zu ermöglichen. Und zudem ermöglicht die kompakte, kurze Bauform einen komfortablen Einsatz, wenn wenig Platz zum Zurren ist.


Neues Konstruktionsprinzip

Anstatt zweier gleich konstruierter Gewindespindeln, die beim geschlossenen Spanner »gegeneinander« gedreht werden, verfügt der DoRa-Ratschlastspanner über zwei unterschiedliche Spannspindeln. Eine Spindel hat einen größeren Durchmesser und ist innen hohl, die andere hat einen kleineren Durchmesser und passt in den Hohlraum der größeren Spindel. Im geschlossenen (eingefahrenen) Zustand ist eine Spindel in die andere eingedreht.

Der DoRa-Spanner verfügt ebenso über eine spezielle, gewindeschonende Ausdrehsicherung und ist reparabel. Der inzwischen patentierte DoRa80 kann als Spannelement für 10-8er-Zurrketten (Kettennenndicke 10 mm, Güteklasse 8, LC 6 300 daN) und 10-10er (Kettennenndicke 10 mm, Güteklasse 10, LC 8 000 daN) eingesetzt werden. Weitere Varianten bis LC 16 000 daN – dann auch kombinierbar mit der textilen Kette DoNova PowerLash – sollen folgen.    t

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