Bomag: Ein digitaler Co-Pilot im Straßenfertiger

Bomag hat die neue Generation seiner Straßenfertiger der Universal- und Highway-Klasse vorgestellt. Die vier Modelle BF 600 C-3, BF 600 P-3, BF 700 C-3 und BF 800 C-3 wollen mit einem besonderen Mehrwert für Bediener und Straßenbauunternehmen durch das digitale Assistenzsystem Advanced Pave sowie den neuen elektronischen Seitenbedienstand aufwarten. Das intuitive Dashboard mit Vollgrafik-Display fügt sich in das ergonomische Gesamtkonzept ein. Der Bediener soll – entlastet durch den digitalen Co-Piloten – Regie führen. Ein weiteres Plus an Bedienkomfort verspricht der optionale Multifunktionssitz: Per Steuereinheiten in den Armlehnen haben Bediener alle wichtigen Funktionen im Griff und können sich auf den Einbauprozess konzentrieren. Der Baufortschritt wird transparent dokumentiert, die Straßenfertiger übermitteln per Joblink Prozessdaten in Echtzeit an das digitale Baustellen-Management-System.

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Die dritte Generation der Bomag-Straßenfertiger der Universal- und Highway-Klasse ist mit dem digitalen Assistenzsystem Advanced Pave ausgestattet. Es soll den Maschinenführer bei komplexen Aufgaben bestmöglich entlasten. Dies fängt bei der ergonomischen Gestaltung des Arbeitsplatzes an. Der komfortable Drehsitz gewährt dem Bediener die perfekte Rundumsicht und er behält zugleich die wichtigen Informationen im Blick – auf einem Dashboard mit Vollgrafik-Display. Die optionale Sonderausstattung mit Multifunktionsdrehsitz soll noch »einen draufsetzen« in Sachen Bedienkomfort und verspricht weitere individuelle Einstellmöglichkeiten.

Beim Multifunktionssitz sind wichtige Bedienfunktionen in die ergonomischen Armkonsolen integriert und liegen so gut in der Hand, wie beispielsweise der Fahr-Joystick, mit dem sich auch die Kübelklappen sowie die Frontklappe direkt steuern lassen. In der Sonderausstattung lässt sich die Position des Dashboards individuell einstellen.


Qualität und Tempo sind Fragen der Einstellung

Mit Advanced Pave will Bomag volle Transparenz ins Cockpit bringen. Der Bediener kann alle maschinen- und prozessrelevanten Funktionen auf dem Display jederzeit überblicken und eingreifen. Mit vorprogrammierten und individuellen Einstellungen automatisiert Advanced Pave darüber hinaus wiederkehrende, komplexe Einstellprozeduren.

Zudem ist es nun einfacher, mit bewährten Einstellungen die gleiche Qualität zu reproduzieren, unabhängig vom Bediener, da die Einstellungen aus dem »Gedächtnis« der Maschine per Knopfdruck abrufbar sind. Der Bediener muss nur die gewünschte Einbauschicht wählen, der Assistent kümmert sich um die optimalen Maschineneinstellungen für Kratzerband und Schnecken, Bohlentemperatur sowie Stampfer- und Vibrationsfrequenz.

Mit A-Pave Set lässt sich die Maschine schnell in Transport- oder Arbeitsstellung versetzen. Bohle, Nivellierzylinder oder auch Verteilerschnecke, der Assistent bringt alle Funktionen auf Position und die Maschine ist einsatzbereit oder kann verladen werden. Auch beim Starten oder bei Unterbrechungen des Arbeitsprozesses denkt A-Pave Start mit: Die Bohle wird automatisch entlastet, blockiert und wieder in Schwimmstellung gebracht.

Mehr wissen, besser einbauen

Mit dem neuen vollelektronischen Seitenbedienstand will Bomag Maßstäbe in Sachen Informations- und Kollaborations-Management setzen. Auch für den Bediener an der Seite soll es nun deutlich einfach werden, alle relevanten Informationen zum Einbauprozess und den aktuellen Einstellungen der Maschine in Echtzeit zu überblicken. Als besonders nützlich nennt Bomag den mitdenkenden Materialrechner; er sagt den Materialbedarf für den Auftrag voraus und liefert die bereits eingebaute Materialmenge. Auch der Controller für die Nivellierung ist integriert. Die Einstellung der Neigung und des Dachprofils über eine definierte Wegstrecke kann der Bediener über die Profilautomatik einsehen. Ob Dachprofil, Schneckenbock, Stampferfrequenz oder Vibration, alle Einstellungen sind über das grafische Display für den Bediener an der Seite einsehbar. Wer noch mehr Kontrolle über den Einbauprozess wünscht, kann die Materialtemperatur optional mit einem Sensor überwachen.

Bei dem neuen elektronischen Bomag-Seitenbedienstand soll das Mehr an Information auf intuitive und durchdachte Bedienkonzepte treffen. Auch ohne intensive Schulung des Personals soll damit hoher Mehrwert in Sachen Sicherheit, Effizienz und Qualität beim Asphalteinbau erreicht werden.

Bewährtes verbessern

Auch in der dritten Generation finden sich bewährte Funktionen. Besonders hervorgehoben wird von Bomag das Sideview-Konzept mit seitlich verschiebbarem Fahrerstand für eine perfekte Sicht sowie die Bohlenheizung Bomag-Magmalife. In Aluminium vergossene Heizstäbe sollen nicht nur für ein schnelles Aufheizen und eine homogene Wärmeverteilung sorgen, Magmalife soll sich auch bei der Lebensdauer der Heizelemente auszahlen. Das Schnellkupplungssystem Quick Coupling ermöglicht schnelle Rüstzeiten.

Verfügbar in einer Vielzahl an Einbaubreiten wollen auch die Universal- und Highway-Straßenfertiger der dritten Generation ein Maximum an Flexibilität bieten, mit den verfügbaren Grundbohlen von 2,55 m bis 5 m oder 3 m bis 6 m.

Der BF 600 C-3 ist für Einbaubreiten bis maximal 8 m ausgelegt, BF 700 C-3 bis 9 m und der BF 800 C-3 bis 10 m. Die Maschinen der dritten Generation verfügen über 6-Zylinder-Motoren des Herstellers Deutz mit Leistungen von 116 kW (BF 600 C-3), über 129 kW (BF 600 P-3, BF 700 C-3) bis 140 kW (BF 800 C-3). Die Dieselantriebe erfüllen wahlweise die Abgasnormen Stage IIIa/Tier 3 oder Stage V/Tier 4f. Ein intelligentes Motor- und Hydraulik-Management unterstützt einen optimierten Kraftstoffverbrauch und laut Hersteller vergleichsweise geringe Lärmemissionen. Die Funktion Bomag Ecomode passt die Hydraulikleistung dynamisch dem aktuellen Bedarf an.    t


Mit »Bomap Connect« zur digitalen Verdichtungskontrolle für die ganze Baustelle

Mit Bomap hat Bomag zur letzten Bauma eine App vorgestellt, die dem Walzenfahrer in Echtzeit und punktgenau das Ergebnis seiner Verdichtungsfahrten auf dem Smartphone oder Tablet in der Fahrerkabine visualisiert. Der Einstieg in die smarte, unkomplizierte flächendeckende dynamische Verdichtungskontrolle (FDVK) war getan. Optimal navigiert, sollen sich so 30 % Überfahrten und damit nicht nur Kosten, sondern auch CO₂ einsparen lassen. Mit bisherigen FDVK-Systemen will die kostenlose Bomap nichts mehr gemein haben – jeder, der ein Smartphone oder Tablet hat, kann die App bedienen und nutzen. Mit Bomap Connect bietet  Baumaschinenhersteller Bomag nun  die nächste Stufe der digitalen  Erfolgskontrolle für die Baustelle.

Über Bomap Connect wird nicht mehr nur der Verdichtungsfortschritt einer Maschine erfasst, vielmehr soll eine über die gesamte Baustelle vernetzte Kontrolle und Dokumentation aller an der Verdichtung beteiligten Maschinen und Geräte ermöglicht werden. Und zwar herstellerunabhängig, sodass Maschinen unterschiedlicher Fabrikate integriert werden können, und als offenes System, um erfasste Daten auch in andere Systeme einspielen zu können. Das Ganze in Gestalt einer intuitiv zu bedienenden und ortsunabhängig auswertbaren Cloud-Lösung.


Mit Bomap Connect werden die Daten aller beteiligten Walzen über eine Cloud-Anwendung untereinander in Echtzeit vernetzt und als Karte in Google Maps dargestellt.

Koordinierte Verdichtung bei minimalen Überfahrten

Mit Bomap Connect soll sich der gesamte Verdichtungsprozess eines Projektes steuern und dokumentieren lassen. Die Installation in der Walze dauert nur Sekunden und auch gemischte Flotten können vernetzt werden. In beteiligten Bomag-Asphaltwalze verbindet sich nach Einschalten eines Android-Tablets oder Smartphones die App mit der Maschinenschnittstelle und registriert die Maschinenparameter. Um weitere Analysen zu ermög­lichen, hat Bomag die digitale Schnittstelle Joblink freigegeben. Alle für die Verdichtung relevanten Daten werden automatisch erfasst. Bei Bedarf integriert die Schnittstelle via Bluetooth und erfasst von Bomag-Walzen neben den Überfahrten auch den EVIB-Wert, die Temperatur, die Frequenz und die Amplitude und fügt diese in die Baustellendokumentation mit ein.

Auch Fremdfabrikate in der Flotte können sich vernetzen, ihre Überfahrten liefern und so dazu beitragen, dass eine Überfahrtenkarte der Baustelle erzeugt wird. Die optionale Präzisionsantenne maximiert den GPS-Empfang.

Die Daten aller beteiligten Walzen werden über eine Cloud-Anwendung in Echtzeit vernetzt und als Farbkarte in Google Maps dargestellt. Eingefärbte Flächen signalisieren das von der gesamten Maschinenflotte erreichte Verdichtungsergebnis. Dank dieser Darstellung des an sich komplexen Verdichtungsprozesses sieht jeder Fahrer, welche Bereiche bereits wie weit verdichtet sind und wo er sich auf dem Streckenabschnitt befindet.


In Bomap Connect können Maschinen unterschiedlicher Fabrikate integriert werden. Als offenes System lassen sich alle erfasste Daten in andere Systeme einspielen.

Remote-Control für die Baustelle

Bomap Connect will nicht nur die lokale Steuerung in den Verdichtern vor Ort leisten. Das System bietet die Voraussetzungen für das Remote-Monitoring und den ortsunabhängigen Fernzugriff via Internet-Anwendung. So kann der Bauleiter beispielsweise von unterwegs alle Bauprojekte verfolgen und sogar korrigierend eingreifen. Mithilfe von 3D-Plandaten und aktuellen Infos aus Online-Kartendiensten können relevante Baustellenkernparameter festgelegt und der Bauablauf kann detailliert vorgeplant werden. Die jeweiligen Baufelder werden definiert, die Verdichtungsvorgaben gemäß der Aufgabe festgelegt (Anzahl Überfahrten oder Bodensteifigkeitswert) und die beteiligten Maschinen verbinden sich mit dem Projekt und werden anschließend angezeigt. Der fertige Projektauftrag landet per Knopfdruck auf den Tablets von Walzenfahrer, Polier und Bauleiter. Auch Änderungen im Bauprozess oder Justierungen in einer Projektplanung lassen sich per Knopfdruck an alle Beteiligten in Echtzeit übertragen.

Bomap Connect kann als Erweiterung von Bomap bezogen werden. Anwender, die bereits über Hardware von Bomap, d.h. Antenne, Tablet-Halter und Joblink, verfügen, benötigen keine weitere Hardware.    t

 

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