Der Erfolg des Projekts basiert auf der engen und offenen Zusammenarbeit zwischen dem Team von Reinhard Rohrbau und den technischen Ansprechpartnern von Bergmann. Von der Konzeptionsphase bis zur Auslieferung stand die Kommunikation im Mittelpunkt. So entstand ein Fahrzeug, das den hohen Anforderungen der Baustellenpraxis optimal gerecht wird. »Besonders beeindruckt hat uns, wie stark Bergmann auf unsere Bedürfnisse eingegangen ist«, erklärt Projektleiter Thomas Hunfeld bei Reinhard Rohrbau. Neben der partnerschaftlichen Zusammenarbeit spielte auch die Zukunftsfähigkeit der Technik eine entscheidende Rolle. Die Wahl fiel in diesem Zusammenhang auf die Hybrid-Schweißraupe nicht nur wegen ihrer Leistungsfähigkeit, sondern insbesondere aufgrund ihrer hochmodernen Antriebstechnologie.
Hybrider Betrieb
Ein Dieselgenerator liefert der Maschine die benötigte Energie, während der Antrieb bereits elektrisch unterstützt wird. Im Vergleich zu marktüblichen Schweißraupen wird so ein Antriebsmotor eingespart – das reduziert Wartungskosten, Kraftstoffverbrauch und Abgasemissionen. Gleichzeitig ist das Fahrzeug zukunftssicher konzipiert und kann künftig vollständig auf Batteriebetrieb, Gasmotoren oder beispielsweise Wasserstoff-Brennstoffzellen umgestellt werden. Dadurch eröffnet sich für Reinhard Rohrbau die Möglichkeit, künftig emissionsfrei zu arbeiten. Die Praxistauglichkeit zeigte sich bereits beim ersten Einsatz: Auf der Baustelle wird eine DN200-Rohrleitung verlegt. Mithilfe ihres integrierten Krans verlagert die Raupe das mobile Schweißzelt von einem Rohrabschnitt zum nächsten. An der jeweiligen Position erfolgt die Weiterführung der Rohrleitung, indem der nächste Abschnitt präzise positioniert und angeschweißt wird. Mit einer Auslage von 13,6 m und einer Hubkraft von 920 kg bei voller Reichweite erfüllt der Kran mühelos die Anforderungen des Pipelinebaus. Neben dem WIG-Schweißen kann die Hybrid-Schweißraupe bei Bedarf auch andere Schweißverfahren ausführen, wodurch sie flexibel auf unterschiedliche Baustellenaufgaben reagiert.
Enge Partnerschaft
Bergmann begleitete die Einführung der Technologie intensiv. Nach der Auslieferung fanden spezielle Schulungen für die Bediener statt, der erste Baustelleneinsatz wurde eng betreut. Offene Kommunikation und schnelle Reaktionen auf Wünsche und Anpassungen stärkten das Vertrauen in die Partnerschaft. »Von Beginn an war klar, dass dieses Projekt nur durch enge Abstimmung mit dem gesamten Team von Reinhard Rohrbau gelingen kann«, betont hierbei der Fachmann Dirk Fasthoff, Leitung Fahrzeugbau bei Bergmann. Er ergänzt: »Die genaue Analyse der jeweiligen Baustellenanforderungen ist für uns maßgeblich für die Entwicklung und Lieferung einer effizienten, sicheren und leistungsstarken Maschine.«j