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Avia Bantleon: Neues Hydrauliköl half beim Einsparen von Kraftstoff

Der Erfolg der Bauunternehmung Xaver Lutzenberger basiert auf einem erstklassigen Maschinenpark, persönlichem Engagement und auf dem Einsatz innovativer Technik. Nicht verwunderlich also, dass die Lutzenberger-Geschäftsführung mit einem Test einverstanden war, bei dem das konventionelle Hydraulikfluid eines ihrer Liebherr-Raupenbagger des Typs LH 934C gegen Avilub Fluid Dyna 46 aus­getauscht wurde, einem Fluid im Dynavis-Technologiestandard.

Die Erstbefüllung neuer Baumaschinen mit Schmierstoffen – und damit auch die Qualität der vorgeschriebenen Hydraulikfluide – ist meist recht »anständig«. Angereichert sind diese oft mit Additiven für den Schutz vor Korrosion, Oxidation oder Verschleiß. Ein Viskositätsverbesserer im Fluid ist jedoch nicht immer die Regel. Dabei kann dieser positive Auswirkungen auf die Agilität und Effizienz der gesamten Baumaschine haben.

Evonik, Inhaber und Lizenzgeber von Dynavis, einer Formulierung zur Viskositätsverbesserung von Hydraulikfluiden, weist Spritsparpotenziale seit Jahren in Praxistests nach. Ein Doppeltest bei Xaver Lutzenberger sollte dies ein weiteres Mal bestätigen. Lutzenberger ist weit über den süddeutschen Raum hinaus eine feste Größe. Über 300 Mitarbeiter decken ein breites Spektrum ab, von Hoch- und Ingenieurbau über Kanal- und Wasserleitungsbau bis zum Tief- und Straßenbau. Als der Öllieferant von Lutzenberger einen Verbrauchstest anregte, war der Fuhrparkleiter sofort dazu bereit.


Schmierstoffspezialist mit neuem Hydraulikfluid

Mit über 20 mineralölbasierten Hydraulikflüssigkeiten ist Avia breit aufgestellt. Warum also noch ein weiteres, formuliert mit der Dynavis-Technologie? Rainer Janz, Bereichsleiter Produkt- und Qualitätsmanagement bei Avia Bantleon für Avilub Fluid Dyna 46 meint dazu: »Es ist ein effizienzoptimiertes Fluid, das seine Stärken insbesondere unter hohen Lasten ausspielen kann. Und es bietet ein besonders gutes Kaltstartverhalten.«

Test mit einemHydraulikbagger

550 l Avilub Fluid Dyna 46 wurden in den Hydrauliktank eines Liebherr LH 934C eingefüllt. Zuvor war die Maschine mit einem konventionellen Hydraulikfluid der Viskositätsklasse 68 befüllt gewesen. Der Bagger verfügt über zwei Hydraulikpumpsysteme, eines für Ausrüstung und Fahrwerk, das andere für das Schwenkwerk. Eingesetzt wurde er im vorliegenden Fall für den Bau einer Umgehungsstraße, d. h. für das Ausheben und Verladen von Material auf einen Lkw. Der Test im November 2016 dauerte 14 Arbeitstage bzw. 107 Betriebsstunden, dann wurde Bilanz gezogen.

Zwei Liter Kraftstoff pro Stunde gespart

Mit dem alten Hydraulikfluid verbrauchte der Bagger innerhalb von 290 Betriebsstunden 7 056 l Diesel, also 24,33 l/h. Nach der Umölung mit Avilub Fluid Dyna 46 verbrauchte die gleiche Maschine in 107 Betriebsstunden insgesamt 2 384 l Diesel. Das ergab einen Durchschnitt von 22,28 l/h. Unterm Strich sparte Avilub Fluid Dyna 46 damit mehr als 2 l Kraftstoff pro Betriebsstunde, erzielt wurde eine Verbrauchsminderung von 9,2 %.

Zweiter Test

Der zweite Test bei Lutzenberger war der Abbruch einer zweispurigen Betonspannbrücke. Die Bedingungen waren hervorragend: zwei identische Hydraulikbagger mit den gleichen Anbaugeräten und ein straffer Zeitplan. Ein März-Wochenende musste für die Abwicklung des Auftrags genügen, um den Berufsverkehr nicht zu beeinträchtigen. Die Bagger waren von Freitag bis Sonntag nonstop in Aktion.

Es traten an: zwei Liebherr R 934 Litronic des gleichen Baujahrs 2008, einer mit 13 100 Betriebsstunden auf dem Zähler, der andere mit 13 000. Während der eine mit einem konventionellen Hydraulikfluid mit dem Viskositätsgrad 68 befüllt war, wurde der andere auf Avilub Fluid Dyna 46 umgeölt. Das Anbaugerät war ein Rammer-Hydraulikhammer.

Die Maschine mit dem konventionellen Hydraulikfluid wies einen Durchschnittsverbrauch von 19,96 l Diesel pro Betriebsstunde auf, der Bagger mit dem Dynavis formulierten Avilub Fluid Dyna 46 verbrauchte im Schnitt nur 18,51 l/h. Einmal mehr konnte das mit der Dynavis-Technologie formulierte Hydraulikfluid in Bezug auf die Maschineneffizienz punkten. Der Unterschied von 1,45 l entspricht einer prozentualen Einsparung von 7,27 % bei gleicher Abbruchleistung im gemessenen Zeitraum.

Der technische Hintergrund

Ein »Geheimnis« hinter der Effizienzsteigerung durch ein viskositätsoptimiertes Fluid wie Avilub Fluid Dyna 46 war unter anderem die Viskositätsklasse: Das zuvor ausgetauschte Fluid hatte VK 68, es war also etwas zähflüssiger als das mit der Dynavis Technologie formulierte Avilub Fluid Dyna 46. Dies sei risikolos möglich, so der Anbieter, weil es durch seine Formulierung genau dann eine höhere Viskosität entwickele, wenn es erforderlich sei, so blieben Schmierfähigkeit und Schutz des Hydrauliksystems gewährleistet. Bei Hitze und unter Druck transportiere Avilub mehr Pumpenergie, weil es mit weniger Leckageverlust an den Wirkort gelange. Bei Normalbedingungen hingegen würde es leichter fließen und der Pumpe weniger Widerstand entgegensetzen. Im Kaltstart schließlich gelte es als schneller und leichter in Bewegung zu bringen und erlaube sogar niedrigere Starttemperaturen. Das verbessere das Ansprechverhalten der kalten Maschine und verringere vermutlich auch den Verschleiß, entsprechende Daten würden derzeit durch Evonik ermittelt.

Dauerhafter Effizienzgewinndurch Scherstabilität

Die Kunst der Dynavis-Formulierung bestehe unter anderem auch darin, Moleküllänge und Mengenverhältnis der Additivierung auf die Anwendung und die verwendeten Basisöle maßzuschneidern. Nur dann bleibe die Wirkung über den gesamten Lebenszyklus des Hydraulikfluids konstant, auch bei permanent höchster mechanischer Belastung. Durch die Scherstabilität sei der Spareffekt, so betont Avia Bantleon weiter, auch bei Avilub Fluid Dyna 46 kein kurzfristiger, sondern ein unverändert anhaltender.    §

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