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Arjes: Moerschen Mobile Aufbereitung - Kleiner Primärbrecher mit großem Potenzial

Der Arjes Impaktor 250 will besonders der Nische kleiner Mittelständler gerecht werden, die mit einer Anlage alle Brechaufgaben in der modernen Baustoffaufbereitung lösen wollen.

Jetzt ist die Anlage auch im Portfolio von Moerschen Mobile Aufbereitung zu finden, das Unternehmen hatte die Neuheit bereits auf einer Hausmesse im Sommer gezeigt (das bauMAGAZIN berichtete in Heft 6/18, Seite 127). »Wir haben das Potenzial der Technik sofort erkannt und sind froh, als Händler unseren Kunden diese Maschine bieten zu können. Sie ergänzt perfekt unser weiteres Angebot im Bereich der Brechtechnik«, sagt denn auch Moerschen-Geschäftführer Sven Brookshaw.

Der Impaktor-Primärzerkleinerer arbeitet über einen zweistufigen Brechvorgang. Massives Aufgabematerial wird zunächst durch zwei drehende Steinbrecherwellen vorgebrochen. Die Geometrie der gegenläufig drehenden Wellen zieht das Material stetig nach innen und sichert einen kontinuierlichen Zerkleinerungsvorgang. Direkt nachgeschaltet sorgt der sekundäre Doppelbackenbrecher mit verstellbaren Brechleisten für ein exaktes Endkorn. Diese Funktionsweise kombiniert 30 Jahre Erfahrung in der Technik der Doppelwellenzerkleinerung von Arjes zu einem ausgereiften Steinbrecher.

Theorie in der Praxis bestätigen

Ein beispielhaftes Einsatzszenario des kompakten Multitalents zeigt Schumacher-Kies aus Tönisvorst. Das inhabergeführte Familienunternehmen wird in dritter Generation von Stefan Schumacher geleitet. Neben dem Handel mit Sand- und Kiesprodukten wird auf dem 12 000 m² großen Baustoffhof eine Sortieranlage zur Verwertung von Boden-Schutt-Gemischen betrieben. Damit bietet Schumacher-Kies seinen Kunden den Service, Aushub anzuliefern und im Gegenzug gebrochenes RCL-Material abzunehmen. Derzeit durchlaufen dabei jährlich etwa 20 000 t die Aufbereitung in Tönisvorst. Stefan Schumacher weiß: »An uns als lokalem kleinen Mittelständler werden bei der Qualität die gleichen Ansprüche gestellt, wie an große Wettbewerber.«

Ein Schumacher-Kunde im GaLaBau verlangt RCL-Schotter verlässlich definierter Korngröße mit geringen Anteilen an Feinkorn. Bisher wurde ein Brecher angemietet, da es für das Unternehmen nicht wirtschaftlich war, für die insgesamt doch geringen Mengen eine eigene Anlage zu betreiben. Das änderte sich im Sommer, als Schumacher einen Arjes Impaktor 250 erwarb. »Uns hat der Impaktor überzeugt, noch bevor wir ihn hatten, denn seit letztem Jahr schon wurden die Lohnbrecharbeiten durch einen Arjes Impaktor 250 erledigt.«

Finale Korngröße 0 – 55 m

Bis zu 110 t/h Durchsatzleistung nennt er bei Baumischabfall als realistisch, wobei von Beton über Asphalt oder Naturstein alles bis zu Größendimensionen von Bahnschwellen beschickt werden kann. Die finale Korngröße beträgt 0 – 55 mm. Neben der Brechleistung waren für Schumacher weitere Attribute wichtig, die den Impaktor zu einem vollwertigen Schlüsselgerät in der Produktion machen: »Aufgrund der unterschiedlichsten Materialien, die uns angeliefert werden, ist nie auszuschließen, das sich unerwünschte Bestandteile darin verbergen – allen voran Metallteile.« Gegen Beschädigungen schützt sich der Impaktor selbstständig, indem die Wellen bei zu großem Widerstand automatisch in den Rückwärtslauf schalten. Ein optionaler Überbandmagnet scheidet Metalle ab. Das ist bei Schumacher in Tönisvorst wichtig, hier ist der Arjes Impaktor als erste Stufe einer Aufbereitungskette integriert. »Mit seiner großen Abwurfhöhe bis zu 3 m kann die Maschine direkt unsere ebenfalls von der Firma Moerschen hergestellte stationäre So tieranlage beschicken.«

Stimmiges Gesamtbild macht den Unterschied

Obwohl der Brecher ausschließlich auf dem Betriebsgelände zum Einsatz kommt, weiß Schumacher um die Möglichkeiten, die mit der kompakten Bauweise des raupenmobilen Impaktors verbunden sind. Bei einem Basisgewicht von 13,5 t und einem hydraulisch absenkbaren Chassis lässt sich die Anlage auf einem kleinen Trailer ohne Sondergenehmigung fahren. Zudem ist der Impaktor auch für Hakenliftfahrzeuge ausgerüstet. »Das versetzt uns in die Lage, die Anlage mit eigenem Hakenliftfahrzeug beispielsweise zur Wartung zu unserem Händler zu fahren«, erklärt Schumacher.


Hier bietet der Arjes Impaktor 250 in der neuesten Version eine Option, mit der sich Stillstandszeiten minimieren lassen sollen. Auf Wunsch rüstet der Hersteller eine Schellwechselkassette aus, mit der die Brechwellen innerhalb von weniger als einer Stunde ausgetauscht werden können. Sven Brook­shaw erklärt: »In unserem eigenen Metallbau können wir die Wellen mehrfach neu aufpanzern. Als Service lagern wir eine Tauschkassette, sodass jeder Impaktor innerhalb kürzester Zeit wieder einsatzbereit ist. Daher raten wir immer zu dieser Option und auch Schumacher-Kies konnte von dem Konzept überzeugt werden.«

Für Stefan Schumacher führte denn auch die Summe der Details letztendlich zur Entscheidung, einen eigenen Brecher anzuschaffen: »Ein günstiges Preis-Leistungsverhältnis ermöglicht für uns eine überschaubare Amortisierung im Gegensatz zu einer angemieteten Dienstleistung.« Als kleines, aber leistungsfähiges Unternehmen könne man sich bei Maschineninvestitionen schlicht keine Fehler erlauben.     §

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