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Moerschen Mobile Aufbereitung GmbH Im Hochleistungs-Recycling bereits bewährt

Seit mehr als 90 Jahren steht der Name Lehnen für Leistungsfähigkeit im Bau- und längst im Recycling-Bereich. Als Teil der heutigen Firmengruppe Lehnen setzt die Franz Lehnen GmbH & Co. KG mit Stammsitz Sehlem südlich von Wittlich (Rheinland-Pfalz) neben qualifizierten Mitarbeitern auf Maschinentechnik erster Klasse. Erst kürzlich wurde in einen Prallbrecher SBM Remax 450 der neuesten Generation investiert.

Pressemitteilung | Lesedauer: min | Bildquelle: Moerschen Mobile Aufbereitung

Das Familienunternehmen gilt als ein zuverlässiger und kompetenter Partner mit Schwerpunkt im Tief- und Straßenbau. Den Großteil seiner benötigten Baustoffe produzieren u. a. firmeneigene Steinbruch- und Recycling-Betriebe. Um die komplette Stoffkette von A bis Z – von Rohstoffgewinnung und -veredelung bis zum fertigen Endprodukt – eigenverantwortlich gestalten zu können, baut Lehnen auf Erstklassigkeit. »Dazu gehört gerade in der Aufbereitung eine Anlagetechnik, die selbst alles kann, um unseren Ansprüchen und denen unserer Kunden gerecht zu werden«, gibt sich Lehnen-Betriebsleiter Thomas Müller selbstbewusst und fügt hinzu: »Da leisten wir uns bestimmt keine Experimente.«

Weil Lehnen bereits über beste Erfahrungen mit einem MFL-Brecher verfügte, fiel die Wahl auf die Premiumklasse des österreichischen Herstellers SBM. Über den Händler Moerschen Mobile Aufbereitung konnte Lehnen ohne Risiko zunächst den kleineren SBM-Prallbrecher Remax 300 zur Miete testen. Nachdem die kompakte Anlage hinsichtlich der Endprodukte alle Ansprüche erfüllte, war schnell das Bedürfnis nach noch mehr Durchsatzleistung dieser Produktqualität geweckt.

Lücke geschlossen

Lehnen-Betriebsleiter Thomas Müller kam dafür das neueste Mitglied der Remax-Familie gerade recht: Der raupenmobile Prallbrecher SBM Remax 450 wurde in Österreich erst im vergangenen Jahr vorgestellt (das bau­MAGAZIN berichtete in Heft 8/21, Seite 24). Die neue Produktgeneration schließt in puncto Leistung die Lücke zwischen den beiden Remax-Modellen 400 und 500. Ausgestattet mit aktiver Doppeldeck-Vorabsiebung konnte die Nennleistung des Prallbrechers um etwa 50 t/h auf jetzt 450 t/h gesteigert werden. Beschickt wird ein hydraulisch klappbarer 8-m³-Aufgabebunker mit Vibrationsaufgeber. Über die mit 1 260 mm × 800 mm dimensionierte Einlauföffnung zur Brecherkammer sollen der Vielseitigkeit kaum Grenzen gesetzt sein: Der Remax 450 akzeptiert Aufgabestückgrößen bis 800 mm und liefert Endkörnungen in den Bereichen von 0/90 mm bis 0/22 mm. Unter dem Brecher befindet sich eine dreistufige Feinaustrag-/Bypass-Klappe, die das Bypass-Material auf die 1 300-mm-Abzugsrinne unter dem Prallbrecher leitet. Optionen wie absetzbare Eindeck-Nachsieb­einheit mit schwenkbarem Rückführ-/Austragband, Windsichter, ein hydraulisch einstellbarer Magnetabscheider sollen aus dem Prallbrecher eine vollständige Verfahrenskette machen, die laut SBM auf dem Markt ihresgleichen sucht.


Inklusive der Optionen bleibt das von Lehnen erworbene Modell in Sachen Transportgewicht unter 50 t, wobei die kompakten Transportabmessungen den »One Piece«-Transport per Tiefbett oder Dreiachs-Dolly ermöglichen – schließlich werden mit mobilen Brech- und Siebanlagen Baurestmassen direkt auf dem jeweiligen Betriebsgelände oder am Ort der Baumaßnahme in hochwertiges Recycling-Material aufbereitet.

Optionaler Netzbetrieb

Eine weitere Eigenschaft rundete für Lehnen das Gesamtpaket ab: Neben dem effizienten integrierten diesel-elektrischen Antrieb lässt sich der Remax-450-Prallbrecher mit allen Anlagenfunktionen über einen 300-kVA-Generator im optionalen Netzbetrieb fahren. Moerschen-Vertriebsspezialist Jörg Schreiber kennt die Qualitäten des Konzepts: »Mit dieser Option ist SBM eindeutig marktführend und das Konzept mit seinen Komponenten ist bewährt und ausgereift. Gerade in der heutigen Zeit von explodierenden Kraftstoffpreisen und dem wachsenden Wunsch nach ökologischer Nachhaltigkeit ist die elektrische Antriebsoption so aktuell wie nie. Wenn es sie nicht schon geben würde, müsste man sie jetzt rasch entwickeln. Natürlich sind wir froh, unseren Kunden eine solche Technologie zur Verfügung stellen zu können.«

Die SBM-Antriebsoption erhöht auch für Lehnen die potenziellen Einsatzmöglichkeiten etwa hinsichtlich eines emissionsfreien Betriebes auf innerstädtischen Baustellen oder durch minimierte Leckage-Risiken in Wasserschutzgebieten. »Wir sehen hier auch ganz direkt die Möglichkeit, für unsere Kunden dem Wettbewerb zuweilen auch durch den Einsatz modernster Techniken einen entscheidenden Schritt voraus sein zu können«, betont Lehnen-Betriebsleiter Thomas Müller.    t

Fakten

Routinierter Messeauftritt

Mit einem breiten Produktquerschnitt stellte sich auch Moerschen Mobile Aufbereitung auf der diesjährigen Demomesse RecyclingAktiv – TiefbauLive vor (das bauMAGAZIN berichtete in Heft 7/22 ab Seite 56).

Zusammen mit Kurz Aufbereitungsanlagen bot sich für Moerschen die Gelegenheit, u. a. die SBM-Brecher »in action« zu demonstrieren. Über eine dreistufige Aufbereitung von Bahnschwellen zu Betonsplitten wurden die Verfahrensschritte in der Praxis gezeigt. Betonbahnschwellen wurden im ersten Schritt mit einem Arjes Titan vorgebrochen (siehe Seite 38) und ein großer Teil des Eisens wurde mit dem serienmäßigen Permanentmagneten herausgeholt. Anschließend wurde das Material mit dem SBM Jawmax 300 weiter heruntergebrochen, bevor die SBM-Prallmühle SMR den letzten Schritt der Feinzerkleinerung durchführte. Komplettiert wurde die Aufbereitungslinie durch eine Siebanlage von Metso, die das aufbereitete Material in drei Fraktionen trennte und ein sauberes Endprodukt zur Wiederverwertung erzeugte. »Besonders hier konnten wir ein ausgesprochen gutes Feedback erkennen«, weiß Sven Brookshaw, Geschäftsführer von Moerschen Mobile Aufbereitung, den Zuspruch in Karlsruhe zu würdigen.

 

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