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Zeppelin: Schwerer Zuwachs bei den Großbaggern

Zahlen sagen alles: Die beiden Neuentwicklungen Cat 374 und Cat 395 von Caterpillar bringen 72 t und 95 t auf die Waage, können mit Reichweiten von 13 m und 17 m punkten und liefern eine Grabentiefe von 8,5 m und 12 m – zwei »echte Schwergewichte«, die laut Caterpillar ihre Vorgängermodelle mit doppelt so hoher struktureller Haltbarkeit und deutlich reduzierten Wartungskosten übertrumpfen sollen. Vorgestellt hat der Baumaschinenhersteller seine Neulinge im Rahmen eines digitalen Events, an dem auch das bauMAGAZIN teilnahm und sich ein Bild von den wichtigsten Neu- und Weiterentwicklungen der Maschinen gemacht hat.

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Ausgestattet hat Caterpillar seine beiden Großarbeitstiere vor allem mit starker Leistungskraft: Während sich im 374er ein C15-Cat-Motor mit 362 kW findet, verfügt der C18-Motor des Cat 395 über 405 kW. Für die Produktivitätssteigerung gegenüber den Vorgängermodellen macht Cat-Produkt-Manager Brian Abbott in erster Linie den neuen hydrostatischen Schwenkkreis verantwortlich: »Er ermöglicht die Rückgewinnung der Schwenkbremsenergie und die unabhängige Steuerung des Zylinderölflusses. Das bedeutet gleichmäßigere, besser einsetzbare Leistung beim Multitasking mit dem Bagger und somit mehr Effizienz.« Im Blickfeld liegen hierbei die Betriebsmodi Power, Smart und Eco. Während im Power-Modus stets die maximale Leistung abgerufen wird, senkt der Eco-Modus die Motordrehzahl bei gleichbleibender Ausbrechkraft.

Der Smart-Modus wiederum passt die Motor- und Hydraulikleistung automatisch an die jeweilige Arbeitsbedingung an, was laut Caterpillar zu einer Reduzierung des Kraftstoffverbrauchs führt. Die Motordrehzahl, so der Baumaschinenhersteller weiter, wird automatisch gesenkt, wenn der Hydraulikbedarf sinkt, was den Kraftstoffverbrauch weiter reduziert. Das Kühlsystem verfügt über ein neues Gebläse, das nur bei Bedarf arbeitet, um Kraftstoff zu sparen und maximale Effizienz zu gewährleisten. Die optionale automatische Drehrichtungsumkehr des Lüfters bläst regelmäßig den Kühler frei, um Überhitzung zu verhindern und den Wartungsaufwand gering zu halten. »Ein weiterer Schlüssel zur Produktivität sind unsere einfach zu bedienenden Assistenzsysteme«, so Brian Abbott weiter.


Nützliche Technologien

Gezeigt wurden die beiden Modelle zudem im Live-Einsatz, wo vor allem das Payload-System auffiel: Es kann die Löffelnutzlast ohne Arbeitsunterbrechung ermitteln, wodurch sich ein Über-, aber eben auch Unterladen vermeiden lässt. Zur Folge hat das eine merkliche Steigerung der Ladeeffizienz. Als praktisch erweist sich ebenso die Verwendung der Maschinensteuerung Cat Grade mit 2D: Sie bietet dem Fahrer via Touchscreen eine visuelle Unterstützung, damit die meisten typischen Baggeraufgaben gleich auf Anhieb gelingen. Das System, so Caterpillar, lässt sich zudem auf Cat Grade mit 3D aufrüsten, um die Genauigkeit nochmals zu erhöhen. Von Vorteil sei hier, dass die 3D-Aus­führung auch über GPS- und GLONASS-Positionierung für das punktgenaue Arbeiten verfüge. Die integrierte Kommunikationstechnologie der beiden Großbagger soll es noch einfacher machen, sich mit 3D-Diensten wie Trimble Connected Community oder einer Referenzstation zu verbinden. Für ein Plus an Sicherheit soll wiederum der Lift Assist sorgen: Diese F
unktion verhindert das Kippen der Maschine, indem das Gewicht der Hebelast ermittelt wird. Verglichen wird dieser Wert dann mit der Hublastkurve des Baggers. Der Anwender wird daraufhin optisch sowie akustisch darüber informiert, ob er sich mit seiner Maschine noch immer im sicheren Arbeitsbereich befindet. Sicherheit schafft darüber hinaus das serienmäßige Assistenzsystem 2D-E-Fence, welches verhindert, dass sich der Bagger außerhalb des vordefinierten Arbeitsbereichs aufhält.

Mehr Dauerfestigkeit

Sowohl der Cat 374 als auch der Cat 395 sind für anspruchsvolle und harte Einsätze mit hoher Materialbeanspruchung ausgelegt. Ausleger, Stiel und Rahmen sollen sich laut Caterpillar als doppelt so stark wie beim Vorgängermodell erweisen, was einen noch zuverlässigeren Betrieb über die gesamte Lebensdauer der Bagger ermöglicht. Die verschiedenen Ausleger sind oben und unten verstärkt, die ver­fügbaren Stiele seitlich, unten und an der Halterung ebenso wie Grundrahmen und Gegengewichtshalterung. Zusätzliche Verstärkungen wurden am Unterwagen, den Raupengliedern, den Laufrollen und den Ausleger-, Stiel- und Löffelzylindern angebracht, um einen langen, störungsfreien Betrieb zu gewährleisten. Der Unterwagen beider Typen ist serienmäßig verstellbar für vereinfachten Transport und erhöhte Standsicherheit im Betrieb.

Reduzierte Wartung

Verlängerte und synchronisierte Wartungsintervalle tragen zu den niedrigeren Langzeitkosten des Cat 374 und des Cat 395 bei. Ein neuer Luftfilter mit integriertem Vorabscheider sowie Primär- und Sekundärfilter bieten laut Hersteller eine doppelt so hohe Staubaufnahmekapazität wie die bisherige Konstruktion. Der neue Hydraulikrücklauffilter hat eine Lebensdauer von 3 000 Stunden – Angaben des Herstellers zufolge ist das eine Steigerung von 50 % gegenüber den bisherigen Filtern. Die Filter des Kraftstoffsystems werden synchron nach jeweils 1 000 Betriebsstunden gewechselt – eine Steigerung um 100 % im Vergleich zu den vorherigen Filtern. Die Wasser- und Sedimentabflüsse der Kraftstoffanlage und die Ölstandskontrolle der Hydraulikanlage sind gruppiert auf Bodenhöhe angeordnet, was die routinemäßige Wartung erleichtert.     dc d

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Zeppelin Baumaschinen GmbH

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