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»Unser neues strategisches Ziel ist es, die Marke Kramer weltweit zu positionieren«

Zu dieser »neuen globalen Aufstellung von Kramer« gehört, so Karl Friedrich Hauri, dass das Unternehmen in Zukunft vor allem auf den Märkten im asiatischen Raum und in Südamerika präsent sein will. »Der Anteil unseres Kernmarktes Europa am weltweiten Radlader-Markt ist in den vergangenen Jahren sukzessive von rund 50 auf heute etwa 35 % zurückgegangen«, sagte Hauri. Deshalb richte sich der Blick von Kramer künftig auf den »Wachstumsmarkt« Südamerika sowie auf Japan, mit einem Anteil von 32 % der weltweit größte Einzelmarkt für Radlader, und auf China. »Allerdings dürfte klar sein«, so Hauri, »dass wir nicht aus Pfullendorf den chinesischen Markt bedienen können.« Im Zuge dieser »zunehmenden Internationalisierung« (Hauri) hat sich das Unternehmen dazu entschieden, den Markennamen zu vereinfachen. »Künftig steht die Marke Kramer allein, ohne den Zusatz Allrad. Unsere Kunden sprechen ohnehin von Kramer, und ein kürzerer Name kann besser auf unseren Produkten positioniert werden«, sagte Hauri, der zusammen mit dem technischen Geschäftsführer Martin Eppinger das Unternehmen mit derzeit rund 500 Mitarbeitern leitet. »Im gleichen Schritt passen wir unsere Maschinenbezeichnungen an, damit unsere Kunden die Größenklassen besser zuordnen können.« Es handelt sich um sprechende Bezeichnungen, wobei weiterhin nach der Economy- (5er) und der Premium-Baureihe (8er) differenziert wird. So steht zum Beispiel 8095T dann für ein Produkt der 8er-Serie, also Premium, mit 0,95 m³ Schaufelinhalt; das T steht für Teleradlader.»Unendlich viele Optionen«

Die neuen Radladermodelle der 5er-Serie, 5075, 5085, 5085T und 5095 mit Schaufelgrößen von 0,75 m³ bis 0,95 m³, wurden vollständig überarbeitet: von der Kabine über den Motor bis hin zum Antriebsstrang wurden die Radlader weiterentwickelt. »Wir waren in der Vergangenheit immer der Innovationsführer«, sagte Hauri, »und wir wollen ­diese Tradition natürlich auch mit unserer neuen Maschinengeneration fortführen.« Als Spezialist für zwei Produktgruppen – Radlader und Teleskopen – biete man »unendlich viele Optionen an, damit der Kunde eine für seine Anforderungen maßgeschneiderte Maschine erhalte«. So würden jetzt alle Lader-Modelle auch mit Vorderachslenkung angeboten, um so sicher auch im Anhängerbetrieb auf der Straße fahren zu können. Denn alle Lader können optional auch als Zugmaschine zugelassen werden. Die zentrale Komponente der größeren Modelle 5085T und 5095 ist ein ladeluftgekühlter 4-Zylinder Turbomotor von Kohler mit 55 kW (75 PS) an Leistung. Im Vergleich zu den Vorgängermotoren wurde das Drehmoment um bis zu 17 % erhöht, was eine deutlich kraftvollere Leistungsentfaltung mit sich bringt. Der neue Motor verspricht zudem mehr Effizienz, da aufgrund des wartungsfreien Diesel-Oxidationskatalysators (DOC) keine Stillstandzeiten entstehen. Denn mit DOC ist – im Vergleich zum Dieselpartikelfilter (DPF) – keine aktive Freibrennung nötig. »Ein zusätzlicher Vorteil von DOC ist die Reduzierung des Kraftstoffverbrauchs«, erläuterte Martin Epping.

»Künftig steht die Marke Kramer allein, ohne den Zusatz ›Allrad‹. Unsere Kunden sprechen ohnehin von Kramer, und ein kürzerer Name kann besser auf unseren Produkten positioniert werden.«

Karl Friedrich Hauri,

Geschäftsführer Kramer-Werke GmbH


Noch mehr Flexibilität

Für noch mehr Flexibilität im Einsatz kann der größte Radlader 5095 mit der Volvo-TPV-Schnellwechselplatte ausgestattet werden. Außerdem sind für einige Rad- und Teleradladermodelle zukünftig auch Schnellwechselplatten im Kompaktlader-Standard (SSL-Schnellwechselplatte) – also kombiniert mit Fasterblock und 14-poligen Steckdosen – erhältlich. Neu wird für die Radlader 5055 und 5065 optional die Common-Rail-Technologie und DPF angeboten. Die Technologie sorgt für eine verbesserte Laufruhe des Motors sowie geringere Geräuschbelastungen.Die 5er-Serie von Kramer umfasst insgesamt sieben Modelle mit einer Schaufelgröße von 0,35 m³ bis 0,95 m³. Bei der neuen Kabinenausstattung wurde großen Wert auf Komfort- und Ergonomieaspekte gelegt. Das gesamte Design und die ­Anordnung der Bedienelemente wurden so gestaltet, dass der Fahrer sich intuitiv zurecht­findet. Multifunktionsjoystick, Handgas, Langsamfahreinrichtung und Laststabilisator sind so in der Kabine platziert, dass der Fahrer sie bequem erreichen kann. Die größeren Radlader ab Modell 5075 verfügen zudem optional über drei Lenkarten: Je nach Anforderung kann die Maschine in Allrad-, Vorderrad- oder Hundeganglenkung gefahren werden. Flexibilität und Manövrierfähigkeit nehmen damit weiter mehr zu. Für alle Modelle der 5er-Serie ab dem Radlader 5055 bietet Kramer optional eine lange Ladeanlage an. Die neuen Radlader der 5er-Serie sind ab März 2015 verfügbar.

In der Premiumserie von Kramer – ehemals 80er- nun 8er-Serie – werden die sieben Radladermodelle von 8075 bis 8115 neu eingeführt. Bei diesen Modellen kommt eine neue Motorengeneration mit drei unterschiedlichen Motorvarianten, zum Einsatz. Im Radlader 8075 arbeitet ein 35-kW-Yanmar-Motor. Dieser entspricht den Anforderungen der Abgasstufe IIIA.Etwa 17 % mehr Drehmoment

Die anderen sechs Radlader- bzw. Teleradladermodelle 8085, 8085T, 8095, 8095T, 8105 und 8115 sind serienmäßig mit dem Deutz-Motor TCD 2.9 mit einer Leistung von 55 kW (75 PS) ausgestattet. Die Abgasnachbehandlung erfolgt über die DOC-Technik, die komplett wartungsfrei ist. Im Vergleich zum Vorgängermodell werden mit diesem Motor etwa 17 % mehr an Drehmoment und bei Nennleistung rund 10 % weniger Kraftstoffverbrauch erreicht. Der Motor wird bei den größeren Modellen der Serie, wie den Rad- und Teleradladern 8105, 8115 und 8095T optional mit 100 PS angeboten.

Ebenfalls optional angeboten wird die Leistungshydraulik Powerflow, und zwar für nahezu alle Modelle der 8er-Serie. Der Anwender kann damit auch leistungsstarke hydraulische Anbaugeräte wie beispielsweise Asphalt- oder Schneefrässchleudern mit bis zu 120 l Volumenstrom problemlos betreiben. Eine Neuheit bei den Teleradladern ist die Endlagendämpfung, die Fahrer und Maschine schont, indem sie das sichere Bewegen der Ladung unterstützt und beim Ein- bzw. Austelekopieren zu mehr Komfort für den Fahrer und zu einer geringeren Maschinenbeanspruchung beiträgt. Für schnelles und flexibles Rangieren verfügen die Radlader der Modelle 8075 bis 8115 optional über die drei Lenkarten Allrad-, Vorderrad- oder Hundeganglenkung. Für einige Modelle der 8er-Serie bietet Kramer zudem optional eine lange Ladeanlage und die Volvo-TPV-Schnellwechselplatte an.


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